Von der Berliner Mauer zum Landwehrkanal
Von der East Side Gallery über Kreuzberg zur Admiralbrücke

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Gesamte Strecke
Routenkarte
Über diese Route
Sie beginnen an einem bemalten Abschnitt der Berliner Mauer und gehen an der Spree entlang zu den Backsteintürmen der Oberbaumbrücke. Die Brücke führt Sie von Friedrichshain nach Kreuzberg; dann verläuft der Weg unter der U-Bahn-Trasse, durch Wohnstraßen, zu einer Kirche, einem Markt und ins Clubviertel bis zum Landwehrkanal. Sie werden Orte bemerken, deren Zweck die Berliner verändert haben oder deren Recht zu bleiben sie verteidigten. Warum wollte man den bemalten Beton stückweise verkaufen? Weshalb verteilte man am Eingang zu einer Party Anstecker? Und wie gelang es, gegen den Verkauf eines Marktes unter dem Vorwand eines Kaffeetrinkens zu protestieren? Die Erzählung bleibt ruhig und konkret: Statt Legenden vom freien Berlin geht es um bestimmte Türen, Verträge, Verbote und Entscheidungen. Am Ende erkennen Sie dieses Berlin an Orten wieder, an denen das Recht zu bleiben verteidigt werden musste – von der Betonplatte bis zum Platz auf der Tanzfläche.
Warum diese Reihenfolge
Die Route beginnt auf der Ostseite der ehemaligen Mauer und folgt der früheren Grenze zur Oberbaumbrücke: Nach dem bemalten Beton zeigen Fluss und Brücke, wie diese Grenze in der Stadt wirkte. Am Kreuzberger Ufer führt die Hochbahntrasse zum Pavillon von Burgermeister – vom großen Grenzbau zu einem geretteten städtischen Gebäude. Danach bringen die Wohnstraßen des Wrangelkiez zur Tabor-Kirche, wo die Umgestaltung eines Raums selbst zu einer Möglichkeit wird, Menschen zu helfen. Als Nächstes folgt der Markt: Hier verteidigten Anwohner nicht einen einzelnen Raum, sondern die Organisation eines ganzen öffentlichen Gebäudes. Von den Marktständen führt der Weg weiter zur Clubtür in der Oranienstraße, wo die Gemeinschaft das Recht verteidigte, die Regeln ihres eigenen Raums zu bestimmen. Dann führt die Admiralstraße zum Kanal. Auf der Admiralbrücke erhält dasselbe Thema einen offenen Abschluss: Die Fahrbahn wurde vom Durchgangsverkehr befreit, und Menschen nahmen sie für Begegnungen in Besitz.
Für alle, die Berlin jenseits des repräsentativen Zentrums sehen möchten Für Liebhaber von Stadtgeschichte, Architektur und Initiativen im Viertel Für alle, die sich für menschliche Entscheidungen statt für eine Liste von Daten interessieren
Für alle, die einen Spaziergang nur zu den großen Berlin-Postkartenmotiven suchen Für alle, denen schwere Geschichten über Grenzen nicht liegen Für alle, die keine längeren Wege durch Stadtstraßen mögen
Vor dem Spaziergang
Der größte Teil der Route verläuft draußen. Wählen Sie deshalb Kleidung passend zum Wetter und nehmen Sie Wasser mit. Für die Wandbilder, die Gedenkstele und die Details der Brücken ist Tageslicht hilfreich. Ein Besuch von Burgermeister, Markthalle Neun, SO36 und der Tabor-Kirche ist für die Erzählung nicht erforderlich: Öffnungszeiten, Veranstaltungsprogramm und Zugangsmöglichkeiten prüfen Sie bitte gesondert. Halten Sie sich in Wohnvierteln nicht unnötig in Durchgängen und Höfen auf; an der Admiralbrücke denken Sie daran, dass sich in der Nähe Wohnungen befinden. Die Route berührt Morde, nationalsozialistische Repressionen und politische Gewalt – das sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie mit Kindern unterwegs sind.
Wann losgehen
Beginnen Sie bei Tageslicht, damit Sie die Bemalungen der Mauer, die Architektur der Brücken und kleine Erinnerungsdetails in Ruhe betrachten können. Wenn Sie am Kanal in Abendstimmung enden möchten, lassen Sie sich für die letzten Stationen genügend Zeit. Ein Konzert im SO36, Essen und Marktveranstaltungen sollten Sie als eigenen Teil des Tages einplanen und den aktuellen Zeitplan prüfen.
Plan B
Bei starkem Regen oder Wind müssen Sie die offenen Abschnitte nicht vollständig gehen. Sie können den Spaziergang auf die Strecke Schlesisches Tor – SO36 – Markthalle Neun verkürzen, nachdem Sie sich vergewissert haben, dass der Markt geöffnet ist. Nutzen Sie zwischen weiter entfernten Punkten den öffentlichen Nahverkehr und kehren Sie bei klarerem Wetter zur East Side Gallery und zur Admiralbrücke zurück: Gerade dort sind Überblick und die Möglichkeit, in Ruhe stehen zu bleiben, besonders wichtig. Wenn die Innenräume geschlossen sind, können Sie die Erzählungen bei Burgermeister, SO36 und dem Markt trotzdem draußen hören.
Spazierplan
In Karten öffnen ↗- 1
East Side Gallery
Hier wird deutlich, warum die offene Galerie schon kurz nach ihrer Entstehung als geschlossenes Ensemble hätte verschwinden können. - 2
Oberbaumbrücke
Dieser Punkt zeigt, wie die Grenze eine gewöhnliche Rettung am Ufer in Verhandlungen zwischen zwei Teilen der Stadt verwandelte. - 3
Schlesisches Tor und Burgermeister
Der Pavillon zeigt, wie viele Abstimmungen und wie viel Handarbeit hinter einem winzigen Imbiss standen. - 4
Wrangelkiez und Taborkirche
Die Kirche zeigt, wie ein Teil eines riesigen Saals zu einem Glied der täglichen Winterhilfe wurde. - 5
Markthalle Neun
Die Markthalle zeigt, wie Nachbarn in den Verkauf städtischer Immobilien eingriffen. - 6
Oranienstraße und SO36
Die Clubtür zeigt, wie eine Gemeinschaft ihre eigenen Regeln innerhalb einer beliebten Party verteidigte. - 7
Landwehrkanal und Admiralbrücke
Das Finale verbindet die ingenieurtechnische Berechnung der Brücke mit der Art, wie ihre breite Fahrbahn heute genutzt wird.
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