Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Eiserne Bögen
- Geschmiedete Blätter im Geländer
- Name Admiralbrücke im Metall
- Breite Fahrbahn
Die Geschichte des Ortes
Über dem Landwehrkanal führt die Admiralbrücke, die älteste erhaltene eiserne Brücke dieses Kanals. Zwei große Gelenkbögen tragen eine fast zwanzig Meter breite Fahrbahn, und Schiffe passieren darunter das freie Fahrwasser. Die Schmiede der Firma Fabian & Krüger gaben den tragenden Teilen eine dekorative Form und füllten das Geländer mit geschmiedeten Blättern. Den in das alte Geländer gegossenen Namen erhielt die Brücke von der Admiralstraße, die nach Prinz Adalbert von Preußen benannt wurde.
Der Landwehrkanal wurde für den Güterverkehr angelegt. Mitte des neunzehnten Jahrhunderts brauchten Lastkähne eine Umfahrung der überlasteten Spree, und über die neue Wasserstraße wurden Ziegel, Holz und Brennstoff in das wachsende Berlin gebracht. Hier überquerte die hölzerne Klappbrücke Badbrücke den Kanal. Als der Verkehr der Fuhrwerke zu groß wurde, beschloss die Stadt, sie durch eine Brücke zu ersetzen, die gleichzeitig schweren Straßenverkehr über dem Wasser und Schiffe unter sich durchlassen konnte.
Diese Aufgabe erhielt Georg Pinkenburg, städtischer Bauinspektor und Leiter des Berliner Brückenbüros. Als Ingenieur war er nicht für eine ausdrucksstarke Zeichnung auf Papier zuständig, sondern für die Berechnung eines Übergangs, der täglich Straßenbahn, Kutschen und Fußgänger tragen sollte. Zwischen achtzehnhundertachtzig und achtzehnhundertzwei setzte Pinkenburg die Fahrbahn auf große eiserne Zweigelenkbögen. Sie ließen den Kanal für Schiffe frei und ermöglichten eine Brücke von fast zwanzig Metern Breite.
Die Schmiede der Firma Fabian & Krüger erhielten einen anderen Teil der Arbeit. Sie gaben den tragenden Stäben eine dekorative Form und füllten das Geländer mit Reihen metallener Blätter. So erhielt eine städtische Verkehrskonstruktion eine Ausgestaltung, die man von einer Brücke für Güterfuhrwerke und die Straßenbahn gewöhnlich nicht erwartet. Die Straßenbahn fuhr hier bis zum Jahr neunzehnhunderteinundzwanzig. Später verstärkten Ingenieure die Bögen und reparierten den Belag, behielten jedoch das Gesamtbild und die geschmiedeten Geländer bei. Die Admiralbrücke blieb die älteste der erhaltenen eisernen Brücken des Landwehrkanals.
Der Name kam von der Admiralstraße, einer Straße, die die Adalbertstraße fortsetzte. Beide waren nach ein und derselben Person benannt: Prinz Adalbert von Preußen. Während des Krieges mit Dänemark im Jahr achtzehnhundertachtundvierzig machte das Fehlen einer vollwertigen Flotte die deutschen Küsten und Handelsschiffe verwundbar. Adalbert, damals Artilleriegeneral, setzte sich für die Schaffung von Seestreitkräften ein: Er schrieb eine Denkschrift über die künftige Flotte, leitete die technische Marinekommission und erhielt anschließend das Kommando über die preußischen Kriegsschiffe. Im Jahr achtzehnhundertvierundfünfzig waren die Marineangelegenheiten so zahlreich geworden, dass er die Leitung der Artillerie aufgab und den Rang eines Admirals annahm. Mit seiner Beteiligung erwarb Preußen einen Küstenabschnitt am Jadebusen für einen Marinestützpunkt, aus dem Wilhelmshaven hervorging. Die Admiralstraße wurde noch zu seinen Lebzeiten benannt, und die neue Brücke übernahm den Namen der Straße.
In den neunzehnhundertneunziger Jahren schloss die Bezirksverwaltung hier den Durchgangsverkehr für Autos: Wohnhäuser reichen fast bis an die Brücke und die Ufer heran. Die breite Fahrbahn, die Pinkenburg für die Straßenbahn und schwere Fuhrwerke berechnet hatte, wurde frei. Bewohner und Besucher begannen, sie als Treffpunkt zu nutzen, besonders an Sommerabenden.
In der Mitte der Brücke ist der Name Admiralbrücke noch immer in das alte Geländer gegossen. Daneben sind Blätter erhalten, die in den achtzehnhundertachtziger Jahren für den Verkehrsübergang geschmiedet wurden, und heute sitzen Menschen genau dort, wo Straßenbahnwagen fuhren.
Praktisch vor Ort
Kanal und Uferpromenaden sind rund um die Uhr geöffnet; der wöchentliche Markt am Maybachufer normalerweise Di/Fr 11:00–18:30, der Stoffmarkt Sa 11:00–17:00, der Flowmarkt sonntags alle zwei Wochen.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Rosa Luxemburg wurde wesentlich weiter westlich in den Kanal geworfen, nicht bei dieser Brücke. Hier ist es wichtig, den Durchgang nicht zu versperren und abends die Lautstärke zu senken: Die Fenster der Wohnhäuser liegen in der Nähe.
