Zürich am See: Plätze, Parks und Kunst
Vom Bürkliplatz über Bellevue bis zum Zürichhorn

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Gesamte Strecke
Routenkarte
Über diese Route
Sie beginnen am Bürkliplatz, bei den Schiffsanlegern und dem Markt, gehen dann hinüber zum Bellevue und folgen dem rechten Seeufer bis zum Zürichhorn. Der Weg führt über einen großen Festplatz, vorbei am Opernhaus Zürich und einer alten Badeanstalt, weiter zu einem farbigen Pavillon, den roten Mauern des Chinagartens und einer schwarzen Maschine auf dem Rasen.
An diesem Ufer ist fast jeder beschauliche Ort erst nach einem Streit, dank hartnäckigen Einsatzes oder durch einen Zufall entstanden. Warum wird eine Männerfigur am Wasser für Menschen wichtig, die der Auftraggeber gar nicht erwähnt hatte? Weshalb versteckt man Pyrotechnik im Kopf eines Frühlingsschneemanns? Was bringt jemanden dazu, alte Dachziegel mehr als zwanzig Jahre lang aufzubewahren?
Die Geschichte entfaltet sich anhand von Briefen, Einwänden in Zeitungen, baulichen Entscheidungen und Dingen mit unerwartetem Schicksal. Am Ende erkennen Sie im rechten Ufer Zürichs keine bloße Parkkulisse mehr, sondern aufgeschüttetes Land, erkämpften Zugang zum Wasser und die Pläne anderer, die sich die Stadtbewohner zu eigen gemacht haben.
Warum diese Reihenfolge
Die Reihenfolge folgt einer einzigen Frage: Wie kam Zürich zu seinem Ufer, und womit füllte die Stadt es? Am Bürkliplatz wird das dem See abgewonnene Land selbst sichtbar; die Brücke führt gleich weiter zu einem Platz, auf dem die offene Fläche zum Schauplatz eines gemeinsamen Rituals wurde. Das Opernhaus Zürich an seinem Rand zeigt die nächste Art, das Ufer zu erschließen: einen Bau mit privatem Geld. Der beim Theater beginnende Utoquai führt das Thema über den Zugang zum Wasser fort. Danach bringt die Promenade Sie zu einem Pavillon, an dem eine private Initiative eine öffentliche Adresse erhielt. Der benachbarte Chinagarten erweitert diese Linie zur Zusammenarbeit zweier Städte. Hinter seiner roten Mauer beginnt das Zürichhorn, und deshalb endet die Route genau hier mit einem Objekt, für das die Stadt lange keinen Platz finden konnte.
Für alle, die Zürich von der Seeseite kennenlernen möchten Für Liebhaber von Stadtgeschichte, erzählt anhand von Gegenständen und menschlichen Entscheidungen Für alle, die sich für Uferpromenaden, Architektur und Skulptur interessieren
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Vor dem Spaziergang
Fast die gesamte Route lässt sich von außen erleben, doch der Eintritt in das Seebad Utoquai, den Pavillon Le Corbusier und den Chinagarten ist jeweils ein eigener Teil des Besuchs. Wenn Sie baden möchten, nehmen Sie vorab alles Nötige mit und planen Sie zusätzliche Zeit ein; beim Museum und beim Garten sollten Sie vor dem Aufbruch die Öffnung prüfen, da der Zugang saisonabhängig sein kann. Auf dem Sechseläutenplatz können Märkte, Aufbauarbeiten und große Feste stattfinden, weshalb sich der übliche Weg über den Platz mitunter ändert. Wichtiger als besondere Vorbereitung sind für diese Route bequeme Schuhe und Schutz vor Sonne oder Wind.
Wann losgehen
Ohne Innenbesichtigungen und Baden dauert der Spaziergang etwa zwei Stunden. Ein Besuch des Pavillons oder des Gartens, eine Pause am Wasser und ein Aufenthalt auf den Rasenflächen verlängern ihn leicht auf zweieinhalb Stunden. Morgens ist es am Ufer ruhiger, am frühen Abend ist das Licht weicher; die Mittagssonne macht sich auf den offenen Plätzen besonders bemerkbar.
Plan B
Verschlossene Türen unterbrechen die Route nicht: Das Seebad lässt sich von der Promenade aus betrachten, beim Pavillon können Sie sich auf das Stahldach, das Glas und die farbigen Paneele konzentrieren, beim Chinagarten auf die rote Mauer, die Tore und den nahe gelegenen Klausstud. Wenn das Wetter plötzlich umschlägt, empfiehlt es sich, den kompakten städtischen Abschnitt vom Bürkliplatz bis zum Opernhaus Zürich zu gehen und die lange offene Strecke am Wasser zu verschieben. Bei einem kurzen Regenschauer sollten Sie nicht versuchen, die gesamte Route schneller zu absolvieren: Lassen Sie die Innenbesichtigungen aus und nehmen Sie sich mehr Zeit für das Finale am Zürichhorn, sobald es wieder trockener ist.
Spazierplan
In Karten öffnen ↗- 1
Bürkliplatz und „Ganymed“
Hier wird deutlich, wie der Kampf um ein offenes Ufer einen Ort schuf, dem später eine neue öffentliche Bedeutung verliehen wurde. - 2
Sechseläutenplatz und Bellevue
Dieser Halt zeigt, wie eine Arbeitsglocke, ein Kinderfeuer und ein Zunftumzug zu einem einzigen Stadtfest wurden. - 3
Opernhaus Zürich
Die Geschichte verknüpft die überstürzte Errichtung auf einem sumpfigen Grundstück mit einer Oper, deren fehlender Akt durch eine Pantomime ersetzt wurde. - 4
Seebad Utoquai
Hier wird aus einem Streit um den Anstand eine praktische Frage: Wer darf den See der Stadt nutzen? - 5
Pavillon Le Corbusier
Diese Station zeigt, welchen Preis die private Auftraggeberin zahlte, damit das letzte Projekt des Architekten doch noch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. - 6
Chinagarten und Seefeldquai
Die Geschichte des Gartens erklärt, wie technische Hilfe für eine Stadt zum Bau in einer anderen führte und warum die Dächer mit einem alten Vorrat gerettet werden mussten. - 7
Zürichhorn und die Skulptur „Heureka“
Das Finale zeigt, wie die Bitte um kurze Filmaufnahmen über das Schicksal einer Skulptur entschied, die niemand aufstellen wollte.
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