Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Die hölzernen Torflügel
- Zwei Figuren in Rüstungen
- Rote Pfeiler und Balken
Die Geschichte des Ortes
Niten-mon bedeutet „Tore der zwei Himmelskönige“. Rechts steht Jikokuten, der Hüter des Ostens, links Zōchōten, der Hüter des Südens. Beide sind in Rüstungen dargestellt. Den Namen erhielten die Tore jedoch von anderen Statuen, die weit von hier entfernt zugrunde gingen.
Zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts führten diese Tore zu einem Tōshōgū-Schrein. Tokugawa Hidetada, der zweite Shōgun, wollte seinen verstorbenen Vater ehren – Tokugawa Ieyasu, den Gründer des Shōgunats. Ieyasu hatte den Sensō-ji zuvor zum Gebetstempel seiner Tokugawa-Familie gemacht; deshalb richtete Hidetada im Jahr eintausendsechshundertachtzehn den Schrein für seinen Vater genau auf diesem Gelände ein.
Der Tōshōgū brannte zweimal ab. Das heilige Bildnis Ieyasus brachte man auf die Burg Edo, und den Schrein hier baute man nicht wieder auf. Die heutigen Holztore errichtete man um eintausendsechshundertneunundvierzig bereits als östlichen Eingang zum Sensō-ji. Man nannte sie die Tore der Wächter: An beiden Seiten des Durchgangs standen zwei shintōistische Gottheiten, die den Eingang bewachten.
Im Jahr eintausendachthundertvierundachtzig versetzten die Tempeldiener diese Wächter in den benachbarten Asakusa-Schrein, um einer staatlichen Anordnung zur Trennung von Buddhismus und Shintō nachzukommen. Aus dem Schrein Tsurugaoka Hachimangū in Kamakura überführte man die buddhistischen Hüter Kōmokuten und Jikokuten hierher. Wegen dieses Paars benannte man die Tore in Niten-mon um.
Vor dem Luftangriff vom zehnten März eintausendneunhundertfünfundvierzig befanden sich beide Statuen nicht in den Toren: Man hatte sie zur Restaurierung gegeben. Der Ort, an dem die Arbeiten stattfanden, brannte zusammen mit ihnen nieder. Die Tore selbst überstanden die Bombardierung, obwohl die Haupthalle des Sensō-ji und der größte Teil des Sensō-ji zerstört wurden. Fast zwölf Jahre lang blieben die Nischen leer.
Im Jahr eintausendneunhundertsechsundfünfzig arbeiteten Restauratoren im Kan'ei-ji in Ueno an den Toren des Mausoleums des vierten Shōguns der Tokugawa-Familie. Sie stellten fest, dass die seitlichen Anbauten später hinzugefügt worden waren, und beschlossen, sie zu entfernen. Jikokuten und Zōchōten, die dort standen, mussten einen neuen Platz finden. Die Tempeldiener des Sensō-ji bauten den Tempelkomplex gerade wieder auf und erhielten im Jahr eintausendneunhundertsiebenundfünfzig die frei gewordenen Figuren.
So stehen rechts und links heute Wächter aus Ueno. Den Namen Niten-mon gaben jedoch Kōmokuten und Jikokuten aus Kamakura – jene beiden, die von hier zur Restaurierung gingen und nicht zurückkehrten.
Praktisch vor Ort
Der Halt findet vollständig im Freien statt: Die Tore lassen sich von außen betrachten, ein Besuch des Inneren ist für die Route nicht erforderlich. Überprüft anhand der offiziellen Seite des Sensō-ji am 2026-06-29.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Hier ist es meist einfacher, zur Seite zu treten und die Wächter ohne Eile zu betrachten. Die Tore sind gerade als historisch veränderter Durchgang wichtig; vergleichen Sie deshalb ihre ruhigen Ausmaße mit den repräsentativen Eingängen der Route.
