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Marina City

Marina City

Der Komplex ermöglicht es, die Frage zu untersuchen, ob Geld der Arbeitnehmer gleichzeitig die Innenstadt retten und ihnen Einkünfte einbringen kann.

15 Min.
Die Türme von Marina City über dem Chicago River.
Diego Delso · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Zwei runde Türme
  • Offene Parkgeschosse
  • Halbrunde Balkone
  • Marina am Wasser

Die Geschichte des Ortes

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Der untere Teil beider runden Türme ist Wind und Fluss geöffnet: Neunzehn Ebenen werden zum Parken genutzt, darüber laufen die Balkone der Wohngeschosse ringförmig auseinander. Hier vereinte man Wohnungen, Büros, Geschäfte, ein Theater, Erholungsorte und einen Bootsanleger am Ufer. Die vierzig Stockwerke mit Wohnungen wurden so geplant, dass das Auto in der Nähe blieb und Arbeit sowie alltägliche Erledigungen keinen langen Weg erforderten. Nach der Eröffnung arbeitete ein Teil der Bewohner innerhalb des Komplexes, und die Mehrheit ging zu Fuß zur Arbeit.

Am siebzehnten Dezember neunzehnhundertneunundfünfzig kam William McFetridge mit einem Scheck über zweihundertfünfzigtausend Dollar und einem Schienennagel an dieses Ufer. Der Scheck diente als Anzahlung für das Grundstück, und der Nagel bedeutete, dass die hier verlaufende Bahnstrecke für den Bau entfernt würde. Die Gewerkschaft zahlte der Eisenbahngesellschaft zweieinhalb Millionen Dollar für das größte unbebaute Grundstück im Zentrum von Chicago.

McFetridge leitete die Building Service Employees International Union. Ihre Mitglieder verdienten ihr Geld mit der Reinigung von Hochhäusern, der Wartung von Aufzügen und dem Fensterputzen. In den fünfziger Jahren zogen wohlhabende Stadtbewohner in die Vororte; mit den Bewohnern und Unternehmen verschwanden auch Arbeitsplätze aus dem Zentrum. McFetridge schlug vor, die Renten- und Versicherungsgelder der Gewerkschaft in Wohnungen für die Mittelschicht unmittelbar am Loop zu investieren. Die Wohnungen waren für gewöhnliche Mieter bestimmt, ihre Einnahmen sollten die Fonds der Gewerkschaft auffüllen, und ein bewohntes Zentrum sollte die Arbeitsplätze ihrer Mitglieder erhalten.

Der Entwickler Charles Swibel sollte dieses Modell rentabel machen. Der Architekt Bertrand Goldberg sollte sich ausdenken, warum jemand mit einem Haus in den Vororten wieder im Zentrum wohnen würde. Goldberg vereinte auf einem Grundstück Wohnungen, Büros, ein Theater, Geschäfte, Erholungsorte, Autogaragen und einen Bootsanleger. In jedem Turm waren die unteren neunzehn Stockwerke für Autos vorgesehen, darüber lagen vierzig Stockwerke mit Wohnungen und eigenen Balkonen. Das Auto blieb in der Nähe, zur Arbeit konnte man zu Fuß gehen, und die alltäglichen Dienstleistungen befanden sich im selben Komplex. Nach der Eröffnung arbeiteten acht Prozent der Bewohner direkt hier, und etwa achtzig Prozent konnten zu Fuß zur Arbeit gehen.

Doch McFetridges Kalkül löste innerhalb der Gewerkschaft selbst Streit aus. Die neuen Wohnungen erwiesen sich für viele Menschen, deren Ersparnisse das Projekt bezahlt hatten, als zu teuer. David Sullivan, der McFetridge als Präsident ablöste, meinte, die Gewerkschaft solle sich überhaupt nicht mit Immobilien beschäftigen. McFetridge drängte auf neue Investitionen, um den gesamten Plan zu vollenden; seine Gegner wollten das Geld der Gewerkschaft abziehen.

Im Juli neunzehnhundertvierundsechzig setzte Sullivan sich durch. Swibels Unternehmen erwarb die Kontrolle über Marina City, übernahm die Hypothekenschulden und erhielt zwei Drittel des Projekts. McFetridges Chicagoer Ortsverband behielt vorübergehend ein Drittel, doch später kaufte Swibel auch dieses auf. McFetridge verließ bald darauf sein Gewerkschaftsamt. Die Gewerkschaft baute die von ihm geplante Kette ähnlicher Komplexe in anderen amerikanischen Städten nicht mehr.

Sogar der heutige Name entstand aus einem Streit zwischen den Projektbeteiligten. Goldberg bevorzugte den Namen „River City“. Nach der Erinnerung von Swibels Sohn bestand die Frau des Entwicklers, Sina Swibel, auf „Marina City“: Zum Projekt gehörte bereits eine Marina für Boote. Direkt am Wasser ist der Anleger erhalten geblieben; darüber stehen die offenen Parkgeschosse, und noch weiter oben liegen die Wohnungen, für die McFetridge den Scheck der Gewerkschaft und den Schienennagel hierhergebracht hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunkttheMART
Eintrittvon außen

Außenbesichtigung täglich; Wohn- und Innenbereiche privat.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Wohngeschosse sind für unangemeldete Besuche geschlossen, doch der Entwurf lässt sich von außen gut erkennen. Halten Sie sich nicht an den Autoeinfahrten auf.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie die runden Türme hinter sich und gehen Sie nach Westen zur langgestreckten Fassade von theMART.

Stopp 5 von 8Weiter: theMART

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Chicago an den Ufern des Flusses: Brücken, Türme und The Loop“ — 8 Stopps, 3.4 km, 2 Std. 30 Min..

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