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Wandgemälde „We Are a Nation of Immigrants“

Es zeigt, wie junge Künstler auf die Beschädigung nicht mit einem Verzicht, sondern mit der Fertigstellung der Arbeit reagierten.

15 Min.
Textmural We Are a Nation of Immigrants in Pilsen.
Acediscovery · CC BY 4.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Blaue Wand
  • Große Zeilen der Erklärung
  • Stacheldraht mit Flaggen und Schmetterlingen

Die Geschichte des Ortes

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Die größte Phrase auf der blauen Wand gab dem Mural seinen gebräuchlichen Namen: „We Are a Nation of Immigrants“. Die Autoren nannten das gesamte Werk „Declaration of Immigration“. Die Worte erschienen hier vor den Bildern.

Am vierten Juli zweitausendacht eröffnete das Nationalmuseum für mexikanische Kunst eine Ausstellung über das Leben von Einwanderern in den Vereinigten Staaten. Dafür wurden Werke von mehr als siebzig Künstlern zusammengetragen und im Namen von Einwanderergemeinschaften eine Erklärung verfasst. Im folgenden Jahr beschlossen die Leiter von Yollocalli Arts Reach, dem kostenlosen Kunstprogramm beim Museum, diesen Text auf die Wand ihres Gebäudes zu übertragen. Hier teilte sich Yollocalli Arts Reach die Räume mit Radio Arte, einem zweisprachigen Radiosender, bei dem Jugendliche ihre Sendungen selbst vorbereiteten.

Die Arbeit wurde Salvador Jiménez, dem Lehrer einer Wandmalereiwerkstatt und Grafikdesigner, übertragen. Mit ihm kamen etwa ein Dutzend Jugendliche und junge Programmteilnehmer. Sie kürzten die Museumserklärung auf einige wenige Sätze: Andernfalls wäre der Text auf der rund dreißig Fuß breiten Wand von der Straße aus nicht lesbar gewesen.

Jiménez verzichtete bewusst auf eine Reihe menschlicher Figuren, wie sie für Wandgemälde in Pilsen üblich waren. Er dachte wie ein Werbedesigner: Passanten waren von Schildern umgeben, und man musste sie ebenso groß und direkt ansprechen. Zuerst ordnete Jiménez die Sätze am Computer nach den Maßen der Fassade an, dann übertrugen die Schüler die Umrisse der Buchstaben auf die zwei Stockwerke hohe Wand. Zwischen die Zeilen malten sie Stacheldraht mit Fetzen von Nationalflaggen und Schmetterlingen. Die privaten Mittel des Programms erlaubten ihnen, die Formulierungen selbst zu wählen: Die Gruppe hatte keinen Auftraggeber, der einen vorsichtigeren Text hätte verlangen können.

Für die gesamte Arbeit waren acht Wochen vorgesehen. Während das Mural noch nicht fertig war, strich es jemand nachts mit schwarzer Farbe durch und schrieb auf Englisch: „Lie“ und „Mexicans Are Racists“. Jiménez wurde am Morgen angerufen. Zunächst war er wütend: Die Schüler hatten mehrere Wochen an der Wand verbracht, die ein Unbekannter in wenigen Minuten beschädigt hatte. Dann musste er entscheiden, was er der Gruppe sagen sollte.

An diesem Tag versammelte Jiménez die jungen Künstler und erklärte: Die Inschrift war erschienen, weil ihr Text gelesen worden war und jemand ihn hatte übertönen wollen. Auch die Schüler waren wütend, gaben die Arbeit aber nicht auf. Sie entfernten die fremde Farbe, stellten die Buchstaben wieder her und vollendeten das Mural fristgerecht. Am elften August zweitausendneun wurde es der Öffentlichkeit eröffnet.

Die Beschädigung verschaffte dem Werk ein Publikum, das es zuvor nicht hatte: Zeitungen und Radiosender berichteten über die Jugendlichen, und viele Teilnehmer kehrten später zu weiteren Kursen bei Yollocalli Arts Reach zurück. Jiménez verwandelte dieselben großen Sätze in Plakate und kostenlose Aufkleber. Noch zwei Jahre später erhielt er Fotos dieser Aufkleber aus verschiedenen Teilen des Landes.

Im Jahr zweitausenddreizehn räumten Yollocalli Arts Reach und Radio Arte das Gebäude: Es war zu teuer geworden, es zu unterhalten, und beide Programme zogen nach Little Village. An der südwestlichen Wand blieb ihre frühere Arbeit zurück – die Inschrift, die Jiménez’ Schüler nach der nächtlichen Beschädigung vollendeten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktThalia Hall
Eintrittvon außen

Straßenmural; tagsüber vom Gehweg aus betrachten.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist ein Arbeitsumfeld: Bleiben Sie im zugänglichen Fußgängerbereich und versperren Sie keine Zufahrten, Türen oder Ladebereiche.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie auf der 18. Straße nach Osten zur Fassade mit dem Namen „Thalia Hall“.

Stopp 5 von 7Weiter: Thalia Hall

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Pilsen: Murals und Geschichte des Viertels“ — 7 Stopps, etwa 3,4 km, 2 Stunden.

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