Stadtviertel

Paläste und Schulden in Genua: Via Garibaldi, Via Balbi und der Hafen

Von der Piazza delle Fontane Marose über die Palaststraßen zum Palazzo San Giorgio (historisch Palazzo del Mare)

4 Std. 15 Min.2,7 km9 Stopps
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Enge Perspektive der Via Garibaldi (historisch Strada Nuova, Strada Maggiore) mit Palastfassaden, Portal und einem abstrakten Motiv aus Registerzeilen.

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Gesamte Strecke

Routenkarte

9 Stopps
Karte des Spaziergangs „Paläste und Schulden in Genua: Via Garibaldi, Via Balbi und der Hafen“
© OpenStreetMap contributors
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Über diese Route

Sie beginnen an der Piazza delle Fontane Marose und gehen über die repräsentative Via Garibaldi (historisch Strada Nuova, Strada Maggiore), dann über die Via Balbi (historisch Strada dei Signori Balbi), bis zum alten Hafen. Der Weg folgt Palästen, die wohlhabende Familien als Privathäuser errichteten und die Republik für den Empfang ihrer Gäste nutzte.

Hinter den gleichmäßigen Fassaden warten Familienabrechnungen, Testamente, Gerichtsakten und gut verborgene Spuren von Streit. Sie sehen steinerne Träger ohne Nasen, erfahren von einer Decke, die für Jahrhunderte verschwand, und von einem Porträt, das ein anderes Gesicht brauchte – die Antworten erhalten Sie jedoch erst in den einzelnen Erzählungen.

Der Ton bleibt ruhig und dokumentarisch: Eine Überlieferung wird nicht zur Tatsache, und der Glanz des Marmors verdeckt nicht den Preis eines Palasts.

Am Ende lesen Sie die Rolli als System der Republik Genua: Private Salons empfingen Herrscher, während Familienkapital von Königen, Gerichten und den Schulden der Stadt abhing.

Warum diese Reihenfolge

Der Anfang an der Via Garibaldi (historisch Strada Nuova, Strada Maggiore) kommt vor den einzelnen Palästen: Hier wird die Idee einer privaten Straße verständlich, die die Republik in ein Netz staatlicher Empfangsräume verwandelte. Die erste familiäre Antwort auf diese Ordnung ist das Portal der Lercari, wo ein Recht auf Einfluss durch eine Familienüberlieferung gestützt wurde. Der benachbarte Palazzo Nicolosio Lomellino verlegt das Gespräch von einem äußeren Emblem in einen inneren Streit zwischen Künstler und Auftraggeber. Danach führt die längste Fassade der Straße zu dem Geld, das einen solchen Umfang bezahlte, und zum Risiko von Darlehen an einen König. Der folgende Palazzo Bianco entsteht bereits aus einer Schuld und dem Versuch, Erben auf verschiedene Häuser zu verteilen; der Palazzo Rosso gegenüber zeigt, dass getrennte Residenzen Familienkonflikte nicht beendeten. Über die Piazza della Meridiana und die Via Cairoli wechselt die Route zur Via Balbi (historisch Strada dei Signori Balbi), der zweiten von einer Bankiersfamilie finanzierten Straße, wo man den Ruf der Familie direkt in einem Porträt korrigierte. Der weiter gelegene Palazzo Reale zeigt den nächsten Einschnitt: Nach dem Verschwinden der Republik wurde aus einem Privathaus eine Residenz der Monarchen. Von hier führt der Weg hinunter zum Hafen und endet am Palazzo San Giorgio (historisch Palazzo del Mare), wo die finanzielle Grundlage der ganzen Folge sichtbar wird – Staatsschuld, Steuern und Hafenverwaltung.

Geeignet für

Für alle, die die Republik Genua über die Schicksale ihrer Paläste verstehen möchten Für Architekturliebhaber, die hinter Fassaden menschliche Entscheidungen und Konflikte suchen Für alle, die Dokumente schönen Stadtlegenden vorziehen

Bitte beachten

Für alle, die einen Überblick über mittelalterliche Gassen und Hafenviertel suchen Für alle, die nur Innenräume und Kunstgeschichte möchten Für alle, die nichts über Geld, Erbschaften und Gerichtsverfahren hören wollen

Vor dem Spaziergang

Entscheiden Sie vorab, welche Innenräume Sie wirklich besuchen möchten: Die Musei di Strada Nuova und der Palazzo Reale können leicht mehr Zeit beanspruchen als der Spaziergang selbst. Der Palazzo Nicolosio Lomellino ist weiterhin ein Privathaus; den Besuch seiner Säle und seines Gartens müssen Sie daher gesondert prüfen und organisieren. Die Gebäude an der Via Balbi (historisch Strada dei Signori Balbi) werden von der Universität Genua genutzt: Eine offene Tür bedeutet keinen freien Zugang zu allen Räumen. Nehmen Sie bequeme Schuhe für Stein, Steigungen und Treppen mit; bleiben Sie an Eingängen nicht mitten auf der schmalen Straße stehen und versperren Sie Bewohnern, Beschäftigten und Studierenden nicht den Weg.

Wann losgehen

Für die Erzählungen, Fassaden und Wege sollten Sie etwa zweieinhalb Stunden einplanen. Ein ausgewähltes Museum oder Palastinterieur fügt ungefähr eine Stunde hinzu, eine gründliche Besichtigung mehrerer Sammlungen deutlich mehr. Es ist besser, dem Gang der Geschichte zu folgen und für die Malerei gesondert zurückzukehren, als den Spaziergang in eine Folge ermüdender Säle zu verwandeln.

Plan B

Wenn die Paläste geschlossen sind, funktioniert die Route trotzdem von außen: Portale, die Breite der Parzellen, Fassadenfarben und der Übergang von aristokratischen Straßen zum Hafen tragen die Hauptlinie der Erzählung. Konzentrieren Sie sich am Palazzo Nicolosio Lomellino auf den Stuck, am Palazzo Doria-Tursi auf die Dimensionen, am Palazzo Bianco und Palazzo Rosso auf das Fassadenpaar und an der Via Balbi (historisch Strada dei Signori Balbi) darauf, wie die Gebäude den Hang hinaufsteigen. Versuchen Sie nicht, Arbeitsräume der Universität zu betreten. Nach dem Palazzo Reale können Sie zur Hafenseite der Stadt hinabgehen und den Spaziergang an den Außenfassaden des Palazzo San Giorgio (historisch Palazzo del Mare) beenden.

  1. 1

    Beginn der Via Garibaldi (historisch Strada Nuova, Strada Maggiore)

    Hier wird ein privates Wohnviertel erstmals als Teil eines staatlichen Empfangssystems sichtbar.
  2. 2

    Palazzo Franco Lercari

    Das Portal zeigt, wie eine Familie eine umstrittene Überlieferung in einen sichtbaren Beweis ihres eigenen Einflusses verwandelte.
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    Palazzo Nicolosio Lomellino

    Die Geschichte des Auftrags erklärt, warum manche Fresken erhalten blieben, andere zerstört wurden und ein abgenommenes Werk später zufällig verborgen wurde.
  4. 4

    Palazzo Doria-Tursi

    Dieser Halt verbindet die Größe der Residenz mit Bankrisiko und den Schulden des spanischen Königs.
  5. 5

    Palazzo Bianco

    Hier wird eine Erbteilung der Familie zur Entstehung einer öffentlichen städtischen Gemäldegalerie führen.
  6. 6

    Palazzo Rosso

    Ein Rechtsstreit wird zeigen, dass ein einzelner Palast den Kampf der Erben um den Vorrang in der Familie nicht beendete.
  7. 7

    Via Balbi und Palazzo Balbi-Senarega

    Die Familienerinnerung wird hier buchstäblich über das Porträt eines in Ungnade gefallenen Verwandten gemalt.
  8. 8

    Palazzo Reale

    Der Verkauf des Familiensitzes zeigt, wie aus einer privaten Residenz nach der Eingliederung Genuas eine königliche wurde.
  9. 9

    Palazzo San Giorgio

    Das Finale führt den Reichtum der Paläste auf seine Grundlage zurück: Staatsanleihen, Steuern und Hafenhandel.

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