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Palazzo Rosso

Palazzo Rosso

Ein Rechtsstreit wird zeigen, dass ein einzelner Palast den Kampf der Erben um den Vorrang in der Familie nicht beendete.

30 Min.
Die rote Fassade des Palazzo Rosso an der Via Garibaldi.
Andrzej Otrębski · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Rote Fassade
  • Vorspringende Steinblöcke
  • Zwei Repräsentationsgeschosse

Die Geschichte des Ortes

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Hinter der roten Fassade befinden sich zwei vollwertige Repräsentationsgeschosse. Von eintausendsechshunderteinundsiebzig bis eintausendsechshundertsechsundsiebzig errichteten die Brüder Ridolfo Maria und Giovanni Francesco Brignole-Sale eine gemeinsame Residenz und wiesen jedem ein eigenes Geschoss zu. Die vorspringenden Steinblöcke der Fassade wurden später in einem kräftigen Rot gestrichen – daher der gebräuchliche Name Palazzo Rosso.

Im Jahr eintausendsiebenhundertsechzig musste der Palast erneut zwischen Brüdern geteilt werden. Sein Besitzer Giovanni Francesco II., ein ehemaliger Doge – das für zwei Jahre gewählte Oberhaupt der Republik Genua –, starb, ohne einen direkten Erben zu hinterlassen. Sein gewaltiges Vermögen vermachte er seinem jüngeren Bruder Rodolfo Emilio. Der andere Bruder, Giuseppe Maria, ging leer aus und verlangte, ihm wenigstens die Familienresidenz zu übertragen.

Rodolfo war bereits Senator und wohlhabender Finanzier. Schon im Jahr eintausendsiebenhundertachtunddreißig hatte er ein Kapital von siebenhundertneuntausend genuesischen Lire deklariert und belegte unter den reichsten Einwohnern der Republik den zwanzigsten Platz; ein Teil des Geldes stammte Biografen zufolge aus hochverzinslichen Darlehen in Frankreich. Um ein Dach über dem Kopf kämpfte er nicht. Er bestand auf der buchstabengetreuen Erfüllung des Testaments seines älteren Bruders und war bereit, seine weitere Karriere aufs Spiel zu setzen.

Das Zivilgericht entschied den Streit zunächst zugunsten Rodolfos. Er erschien mit bewaffneten Männern am Palazzo Rosso, besetzte den Palast und schloss sich darin ein. Der Senat ordnete an, das Gebäude für die Dauer des Verfahrens seiner Verwaltung zu unterstellen, doch Rodolfo weigerte sich, es zu räumen. Für einen amtierenden Senator war das eine offene Herausforderung an diejenigen, mit denen er seinen Dienst fortsetzen sollte.

Die endgültige Gerichtsentscheidung sprach Rodolfo den Palast zu. Giuseppe Maria verlor den Streit, doch die Empörung über das Verhalten des Siegers hinderte Rodolfo nicht daran, am fünfundzwanzigsten November eintausendsiebenhundertzweiundsechzig Doge zu werden. Die Familie beauftragte Giovanni Battista Chiappe mit seinem Repräsentationsporträt: Rodolfo ist in voller Größe dargestellt, in der Kleidung des Oberhaupts der Republik und mit einem Zepter; auf dem Tisch liegen eine Krone und ein silbernes Glöckchen. Heute ist der Palazzo Rosso ein städtisches Museum, und dieses Porträt gehört weiterhin zu seiner Gemäldegalerie.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktVia Balbi und Palazzo Balbi-Senarega
Eintrittmit Ticket

20. April–30. September 2026: täglich 10:00–19:00; montags ist von den drei Palästen nur der Palazzo Rosso geöffnet. Letzter Einlass eine Stunde vor Schließung.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Fassade bietet eine kurze Einführung, doch die Familienporträts und Spuren der Kriegsverluste befinden sich im Museum. Für eine vollständige Besichtigung sollten Sie besser einen eigenen Termin einplanen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie die Piazza della Meridiana in Richtung Via Cairoli und setzen Sie Ihren Weg bis zur Via Balbi fort.

Stopp 6 von 9Weiter: Via Balbi und Palazzo Balbi-Senarega

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Paläste und Schulden in Genua: Via Garibaldi, Via Balbi und der Hafen“ — 9 Stopps, 2,7 km, 4 Std. 15 Min..

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