Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Steinbrücke mit zwei Bögen
- Eisenbrücke hinter dem Tor
- Haupttor
Die Geschichte des Ortes
Zwei Steinbögen vor dem Haupttor und eine Eisenbrücke hinter ihnen überqueren denselben Graben. In der Edo-Zeit stand hinter dem Tor ein hölzerner Übergang, bei dem die an der Burg ankommenden Fürsten von ihren Pferden abstiegen und ihre Sänften verließen. Die Tiefe des Grabens erforderte eine untere Reihe von Stützen unter dem Hauptbogen, wodurch die Brücke zweistöckig wirkte. Die heutige Eisenkonstruktion wurde im Jahr eintausendneunhundertvierundsechzig errichtet, und die untere Ebene war bis dahin bereits verschwunden.
Am zweiten Januar eintausendneunhundertvierundfünfzig gingen die Menschen durch diese Tore zu einem Neujahrsempfang mit der kaiserlichen Familie. Der Brauch entstand nach dem Krieg. Die Stadtbewohner wurden von der Platzseite eingelassen, überquerten die Steinbrücke vor dem Tor, dann die Eisenbrücke im Inneren des Palasts und hinterließen einen Glückwunscheintrag. Der Kaiser und die Kaiserin traten mehrmals auf den Balkon des Gebäudes des Kaiserlichen Hofamts hinaus.
Bis ein Uhr nachmittags war der Durchgang vom Platz bis zu den inneren Gebäuden gefüllt. Die Menschen auf der Steinbrücke konnten sich bereits nicht mehr bewegen, doch von hinten kamen weiterhin neue Besucher hinzu. Nach zwei Uhr spannten Polizisten Seile quer über die Brücke: eines am Eingang, ein anderes in der Mitte. Sie versuchten, den Strom aufzuhalten, doch die weiter hinten auf dem Platz Stehenden sahen das Hindernis nicht und drängten weiter nach. Der Druck wurde so stark, dass manchen die Füße vom Boden abhoben, und sie konnten nicht fallen – fremde Körper hielten sie aufrecht.
Gegen Viertel nach zwei lockerten die Polizisten eines der Seile, um einige eingeklemmte Menschen durchzulassen. Die am Anfang der Brücke Stehenden entschieden, dass der Durchgang wieder geöffnet sei, und gingen vorwärts. Eine ältere Frau fiel; danach stürzten mehr als fünfzig weitere Menschen. Sechzehn Besucher starben, dreiundsechzig wurden verletzt.
Eine parlamentarische Kommission untersuchte das Handeln der Stadt- und Palastpolizei sowie des Kaiserlichen Hofamts. Vor dem nächsten allgemeinen Empfang stimmten die drei Dienste den Ablauf des Durchgangs erneut ab, und das Erscheinen des Kaiserpaares wurde vom engen Balkon auf eine offene Rasenfläche verlegt. Die Zeremonie selbst blieb erhalten. An den Tagen der Neujahrsgratulationen betreten die Menschen den Palast auch heute durch das Haupttor und verlassen ihn durch andere Ausgänge; zu gewöhnlichen Zeiten ist dieser Weg geschlossen.
Die Katastrophe wurde als Vorfall am Nijūbashi (Seimon Tetsubashi) bezeichnet, obwohl die Menschen auf der vorderen Brücke fielen – dem zweibogigen Granitbau Seimon Ishibashi. Nijūbashi (Seimon Tetsubashi) liegt im strengen Sinn hinter dem Tor: Es ist der heutige eiserne Seimon Tetsubashi. In der Edo-Zeit lag an seiner Stelle der hölzerne Gejōbashi – die „Brücke des Absteigens“, bei der die am Palast ankommenden Fürsten ihre Pferde und Sänften verließen. Wegen des tiefen Grabens errichteten die Baumeister unter dem Hauptbogen eine zusätzliche Stütze, und die Brücke wurde zweistöckig. Daher der Name „Doppelbrücke“.
Die Holzkonstruktion wurde im Jahr eintausendachthundertachtundachtzig durch eine Eisenkonstruktion ersetzt, und die heutige Brücke wurde eintausendneunhundertvierundsechzig errichtet. Die alte zweite Ebene gibt es schon lange nicht mehr. Die Steinbögen vor dem Tor blieben der Ort des Gedränges, und der Name Nijūbashi (Seimon Tetsubashi) gehört der Eisenbrücke hinter ihnen.
Praktisch vor Ort
Der Blick auf die Brücken ist rund um die Uhr möglich; die Brücken selbst werden nur für staatliche Zeremonien und einzelne Palastbesuche geöffnet.
Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Für gewöhnliche Besucher sind die Brücken vor allem aus der Ferne zu besichtigen; halten Sie den Aussichtspunkt nicht für einen Eingang zum Palast.
