Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Steinerne Treppe
- Schmaler Spalt zwischen den Wänden
- Straßenschild
- Gedenktafel
Die Geschichte des Ortes
Die steinernen Stufen führen so eng zwischen den Hauswänden hinab, dass zwei Menschen hier kaum aneinander vorbeikommen. Im neunzehnten Jahrhundert wurden beide Eingänge mit Brettern geschlossen und die Treppe dem Hof eines Nachbarhauses zugeschlagen; über lange Jahrzehnte war sie keine städtische Verbindung mehr. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Korridor wieder geöffnet, und neben dem heutigen Schild erschien eine Tafel, die an den früheren Eigentümer der Häuser erinnert.
Diese Treppe verbindet die Västerlånggatan bei Järntorget – dem Eisenplatz – mit der höher gelegenen Prästgatan. An der engsten Stelle bleiben zwischen den Wänden neunzig Zentimeter. Der Durchgang bestand schon lange vor dem Mann, dessen Name heute auf dem Straßenschild steht: Bereits im Jahr eintausendfünfhundertvierundvierzig wurde er als Schmale Treppengasse bezeichnet.
Mårten Trotzig kam im Jahr eintausendfünfhunderteinundachtzig aus Deutschland. Zunächst verkaufte er in Stockholm Wein, Bier, Gewürze, Geschirr und Stoffe. Dann stieg er in den Handel mit Eisen und Kupfer ein. Für einen solchen Händler war die Nähe zu Järntorget eine Geschäftsadresse: Auf dem Platz wurde Eisen vor dem Versand an Käufer gewogen, und Trotzig selbst unterhielt dort einen Weinkeller.
Nachdem er reich geworden war, begann er, Häuser nahe der Treppe aufzukaufen. Im Jahr eintausendfünfhundertsiebenundneunzig erwarb er ein kleines, baufälliges Steinhaus. Zwei Jahre später kaufte er ein weiteres Haus und ein Grundstück, das sich von Järntorget entlang der ganzen Gasse erstreckte. Hier eröffnete er einen Laden. Dadurch gehörten die Gebäude auf einer Seite des Durchgangs einem einzigen Eigentümer, und die frühere Bezeichnung – Schmale Treppengasse – wich allmählich seinem Familiennamen.
Der Metallhandel erforderte Reisen dorthin, wo das Kupfer herkam. Im Jahr eintausendsechshundertsiebzehn reiste Trotzig geschäftlich in die Gegend von Falun. Unterwegs wurde er überfallen und so schwer zusammengeschlagen, dass er bald darauf starb. Seine Witwe Karin übernahm das Unternehmen. Gemeinsam mit ihrer Verwandten Kristina Kaun setzte sie den Handel fort und bewahrte das Familiengeschäft.
Auch die Häuser an der Treppe blieben bei den Erben. Erst im Jahr eintausendsechshundertneunundsiebzig verkauften sie sie. Im Kaufvertrag wurde dieses Eigentum als zwei kleine Steinhäuser beschrieben, die sich entlang der ganzen Schmalen Treppengasse erstreckten. Bis zum Jahr eintausendsiebenhundertdreiunddreißig hatte ein Kartograf den Durchgang bereits als Trotzigs Gasse beschriftet.
Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurden beide Eingänge mit Brettern versperrt, und die Treppe wurde dem Hof eines Nachbarhauses zugeschlagen. Fast hundert Jahre lang konnte man hier nicht hindurchgehen. Im Jahr eintausendneunhundertfünfundvierzig wurde der Durchgang wieder geöffnet. Im August desselben Jahres brachten Trotzigs Nachkommen an der Wand eine Gedenktafel für ihren Vorfahren an. Darauf sind beide Namen erhalten: Schmale Treppengasse und Mårten Trotzig. Vier Jahre später bestätigte die Stadt offiziell den Namen, der heute hier steht.
Praktisch vor Ort
Offener Durchgang; am besten außerhalb starken Besucherandrangs besichtigen. Die Stufen und die geringe Breite machen den Ort bei Regen und zu Stoßzeiten unpraktisch.
Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Auf der Treppe ist es eng und bei feuchtem Wetter rutschig. Bleiben Sie nicht für ein Foto in der Mitte stehen, wenn Menschen hinter Ihnen gehen, und lassen Sie Entgegenkommende an den breiteren Stellen vorbei.
