Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Bogen
- Durchgang unter dem Haus
- Travessa do Comércio
Die Geschichte des Ortes
Die Wohnräume dieses Hauses erstreckten sich einst direkt über dem Durchgang, und unten ließ der Ingenieur José Alpoim einen Weg vom Platz zum Markt und zu den Handelsstraßen. Francisco Teles de Meneses errichtete hier Mietshäuser, weil er die Räume vermieten wollte; deshalb erhielt ein privater Besitz einen für die Stadtbewohner offenen Korridor. Später tagte der Stadtsenat in einem der Häuser, und unter dem Gewölbe beginnt noch heute die Handelsgasse.
Am zwanzigsten Juli tausendsiebenhundertneunzig brannte über diesem Bogen das Stadtarchiv. Nach den Ergebnissen der damaligen Untersuchung hatten Schuldner den Brand in Auftrag gegeben, denen die hier aufbewahrten Papiere im Weg standen, sich den Zahlungen für Land zu entziehen.
Mit dem Bogen war zu diesem Zeitpunkt bereits der Familienname Teles verbunden. In den vierziger Jahren des achtzehnten Jahrhunderts beauftragte Francisco Teles de Meneses, der Waisenrichter, den Ingenieur José Alpoim, das Familienhaus umzubauen und daneben Mietshäuser zu errichten. Der Waisenrichter bestellte Vormünder, fertigte Nachlassverzeichnisse an und überwachte das Vermögen Minderjähriger. Teles investierte in Immobilien am Largo do Paço und beabsichtigte, die Räume zu vermieten.
Die neue Häuserzeile versperrte den Weg vom Platz zum Markt und zu den Handelsstraßen. Alpoim ließ einen Durchgang direkt im Erdgeschoss, während sich die Wohnräume darüber fortsetzten. So entstand der Arco do Teles – der Bogen des Eigentümers Teles. Der Name Travessa do Comércio, Handelsgasse, setzte sich erst später durch, doch der Zweck des Durchgangs war schon damals der Handel.
Seit tausendsiebenhundertsiebenundfünfzig mietete der Stadtsenat eines der Häuser der Familie Teles. Die Beamten tagten im Obergeschoss und bewahrten hier Dokumente auf, anhand derer sich die Grenzen städtischer Ländereien, die Namen der Grundstücksinhaber und die Höhe der jährlichen Abgaben feststellen ließen. Bis zum Sommer tausendsiebenhundertneunzig war die Überprüfung dieser Besitzungen fast abgeschlossen. Den Eigentümern, die jahrelang keine Abgaben gezahlt hatten, wollte man die aufgelaufenen Schulden in Rechnung stellen. Für einige standen sowohl Geld als auch das Recht, Land zu besitzen, auf dem Spiel.
Das Feuer begann im Erdgeschoss, im Laden von Francisco Xavier. Er handelte mit billiger Konfektionskleidung und lebte von den Einnahmen aus dieser Ware. Xavier kam im Brand ums Leben. Alte Aufzeichnungen bezeichnen ihn als Opfer und schreiben den Auftrag den Nichtzahlern zu: Die Ermittler waren der Ansicht, diese hätten die Beweise für die städtischen Rechte an den Grundstücken vernichten wollen. Die Namen der Auftraggeber ließen sich nicht feststellen, daher bleibt die Brandstiftung ein Ergebnis der Untersuchung und keine endgültig bewiesene Anschuldigung.
Die Erwartung, dass die Papiere vollständig verschwinden würden, erfüllte sich nicht. Stadträte fanden auf der Brandstätte achtundvierzig Bücher, holten Dokumente aus dem Haus des Schreibers, forderten Kopien bei anderen Institutionen an und schickten einen Bevollmächtigten nach Lissabon, um beglaubigte königliche Urkunden zu beschaffen. Den Landinhabern gab man dreißig Tage Zeit, ihre Verträge selbst vorzulegen. Den größten Teil des Archivs stellte man wieder her, obwohl sich die Streitigkeiten über die Zahlungen noch viele Jahre hinzogen.
Das Haus des Senats, Xaviers Laden und die übrigen Gebäude der Familie Teles brannten nieder. Vom gesamten Komplex zerstörte das Feuer nur den Bogen nicht. Unter ihm beginnt weiterhin die Travessa do Comércio – der Durchgang, den Alpoim fast ein halbes Jahrhundert vor dem Brand in einem Privathaus gelassen hatte.
Praktisch vor Ort
Der Durchgang und die Straße sind als öffentlicher Raum zugänglich; die Atmosphäre bei Tag und am Abend unterscheidet sich stark.
Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Der Durchgang ist schmal und belebt: Bleiben Sie nicht in der Mitte stehen und hören Sie dort zu, wo Sie Fußgänger und den Betrieb der Lokale nicht stören.
