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Tribune Tower

Tribune Tower

Hier wird ein Architekturwettbewerb zugleich zu einem Zeitungsereignis, einer auf Mieteinnahmen ausgerichteten Rechnung und einem Wendepunkt in der Karriere des Siegers.

15 Min.
Tribune Tower mit gotischer Krone und steinerner Fassade.
Stuart Seeger · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Gotische Krone
  • Strebebögen
  • Steinerner heulender Hund
  • Figur von Robin Hood

Die Geschichte des Ortes

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Der Name „Tribune“ stammt von der Zeitung, deren Redakteure, Journalisten und Geschäftsführer fast ein Jahrhundert lang diesen Turm am nördlichen Brückenausgang nutzten. Das Druckereigebäude der Zeitung stand bereits nebenan, während das hohe Gebäude Redaktionsbüros und Geschäftsräume unter einem Dach vereinte. Über den gewöhnlichen Bürogeschossen erhebt sich eine gotische Krone mit Strebebögen, wie bei einem mittelalterlichen Kathedralenturm. Die Zeitung ist seit Langem nicht mehr hier: Die Redaktionsetagen wurden zu Wohnungen umgebaut, doch im Steinornament am Eingang verbergen sich noch immer ein heulender Hund und Robin Hood.

Mit einundvierzig Jahren fand der New Yorker Architekt Raymond Hood, einer der späteren Architekten des hier stehenden Tribune Tower, noch immer nur schwer Aufträge. Um Geld zu verdienen, entwarf er Verkleidungen für Heizkörper und nahm an Wettbewerben teil. Im Jahr neunzehnhundertzweiundzwanzig erhielt der Architekt John Mead Howells eine Einladung, sich um einen neuen Wolkenkratzer in Chicago zu bewerben, und holte Hood zur Leitung des Projekts hinzu.

Auftraggeber waren die Verleger und Redakteure der Zeitung Chicago Tribune, Robert McCormick und Joseph Medill Patterson. Die Zeitung wurde fünfundsiebzig Jahre alt. Ihr Druckereigebäude stand bereits hier, am nördlichen Brückenausgang, und daneben wurde ein Hauptsitz mit Redaktion und Büros benötigt. McCormick und Patterson beschlossen, die Architektenwahl zu einem internationalen Ereignis zu machen: Sie setzten insgesamt einhunderttausend Dollar für den Entwurf des „schönsten Bürogebäudes der Welt“ aus. Die Hälfte dieser Summe war für den Gewinner bestimmt.

Es gingen mehr als zweihundertsechzig Entwürfe aus dreiundzwanzig Ländern ein. Die Architekten schlugen Glastürme, einen riesigen Bogen und sogar einen Wolkenkratzer in Form einer dorischen Säule vor. Hood und Howells gingen praktischer vor. Sie füllten das zulässige Volumen mit gewöhnlichen Bürogeschossen, die genutzt oder vermietet werden konnten, und setzten obenauf eine gotische Krone mit Strebebögen, die an einen mittelalterlichen Turm der Kathedrale von Rouen erinnerte. Die Verleger erhielten sowohl renditeträchtige Immobilien als auch eine Silhouette, die einem alten Stadtsymbol ähnelte.

McCormick und Patterson gehörten selbst der Jury an. Im Dezember verliehen sie Hood und Howells den ersten Platz. Die Gewinner erhielten fünfzigtausend Dollar, und ihr Entwurf wurde bis zum Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig errichtet. Für Hood beendete dieser Auftrag Jahre beruflicher Ungewissheit: Nach dem Sieg in Chicago begann man, ihm große Bürotürme anzuvertrauen.

Der Name des Gebäudes verweist unmittelbar auf seine ursprüngliche Funktion. „Tribune“ ist eine Zeitung, deren Redakteure, Journalisten und Geschäftsführer hier fast ein Jahrhundert lang arbeiteten. Im Jahr zweitausendachtzehn zog die Zeitung aus, und die ehemaligen Redaktionsetagen wurden zu Privatwohnungen umgebaut. Jetzt ist dies ein Wohnhaus, obwohl der Name des früheren Besitzers am Turm geblieben ist.

Hood und Howells hinterließen am Haupteingang ihre eigenen Signaturen. Im Steinornament einer Ecke verbirgt sich ein heulender Hund – ein englisches Wortspiel mit dem Namen Howells –, in einer anderen steht eine Figur von Robin Hood. Hinter der Fassade gibt es keine Zeitungsbüros mehr, doch die beiden Architekten, denen der Wettbewerb den wichtigsten Auftrag ihres Lebens einbrachte, sind weiterhin über der Tür bezeichnet.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktChicago Riverwalk
Eintrittvon außen

Außenbesichtigung täglich; die Innenbereiche sind privat oder unterliegen den aktuellen Regeln des Gebäudes.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Steinsammlung lässt sich am besten aus der Nähe betrachten, ohne Eingänge zu versperren. Der Turm ist zu einem Wohngebäude geworden, daher erfordert die Erzählung keinen Besuch der Innenräume.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Überqueren Sie den Fluss zurück und steigen Sie zum Wasser hinab, dann folgen Sie der Uferpromenade nach Westen.

Stopp 3 von 8Weiter: Chicago Riverwalk

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Chicago an den Ufern des Flusses: Brücken, Türme und The Loop“ — 8 Stopps, 3.4 km, 2 Std. 30 Min..

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