Stadtviertel

Wie sich das alte Zürich wandelte

Von der Bahnhofbrücke über beide Ufer der Limmat zum Lindenhof

2 Stundenetwa 2,5 km6 Stopps
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Gesamte Strecke

Routenkarte

6 Stopps
Karte des Spaziergangs „Wie sich das alte Zürich wandelte“
© OpenStreetMap contributors
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Über diese Route

Ihr beginnt an der Bahnhofbrücke, am direkten Weg vom Bahnhof ins rechtsufrige Zürich. Von hier führt der Weg tiefer in die Altstadt, zum Zähringerplatz, dann hinab zum Grossmünster, über die Limmat und über den Münsterhof und St. Peter hinauf zum Lindenhof.

Es wird ein Spaziergang zu Orten, an denen große Veränderungen sehr handfeste Folgen hatten. Warum stellte man Weinpressen in einer Kirche auf? Weshalb landeten Brot und Wein unter den Gemeindemitgliedern? Was brachte eine Frau dazu, der Stadt einen ganzen Klosterbetrieb zu übergeben? Und warum arbeitete über einem riesigen Zifferblatt eine Schusterwerkstatt?

Die Erzählung stützt sich auf Dokumente, erhaltene Details und auf ehrliche Vorbehalte dort, wo die Überlieferung beginnt. Am Ende werdet ihr das alte Zürich an seinen Brüchen erkennen: an einer Bibliothek im Kirchenchor, einem Stadtturm über den Glocken einer Pfarrkirche und einer neuen Brücke auf alten Pfeilern.

Warum diese Reihenfolge

Zuerst überquert ihr die Bahnhofbrücke und erreicht das rechte Ufer – genau jenes, das man mit dieser Verbindung erschließen wollte. Von dort führt der Weg zur Predigerkirche: Nach städtischer Infrastruktur seht ihr, wie der Rat über ein Kirchengebäude verfügte. Danach geht es nach Süden zum Grossmünster, denn dort begannen die Entscheidungen, deren Folgen euch schon an der Predigerkirche begegnet sind. Die Brücke zwischen den Kirchen führt dann zum Fraumünster: Am anderen Ufer wird dieselbe Reformation zur Geschichte der Übertragung klösterlicher Macht. Gleich nebenan, bei St. Peter, wechselt das Thema von der Kirche zum städtischen Alltag in einem Turm mit einem eigenen Eigentümer. Der Aufstieg zum Lindenhof schließt die Route über beiden Ufern ab und führt das Gespräch von der Verwaltung von Gebäuden zurück zum Schutz der ganzen Stadt.

Geeignet für

Für alle, die das alte Zürich durch Entscheidungen und menschliche Handlungen verstehen möchten Für alle, denen überprüfbare Fakten und Hinweise auf Überlieferungen wichtig sind Für alle, die den Wechsel aus Uferwegen, Kirchenplätzen und Anstiegen mögen

Bitte beachten

Für alle, die nur einen Überblick über bekannte Fassaden ohne historische Geschichten suchen Für alle, die sich nicht für kirchliche und städtische Macht interessieren Für alle, die einen Spaziergang ohne Anstieg zum Endpunkt brauchen

Vor dem Spaziergang

Die wichtigsten Szenen der Route lassen sich von der Straße aus lesen; der Spaziergang hängt daher nicht vom Zugang zu Kirchenräumen ab. Wenn Türen offen stehen, geht nur hinein, sofern ihr damit keinen Gottesdienst, kein Konzert oder stilles Gebet stört; einen Turmaufstieg solltet ihr als eigene Möglichkeit betrachten, nicht als Teil der Route.
Das Pflaster der Altstadt ist stellenweise uneben, und zum Lindenhof geht es bergauf. Hört die Erzählung auf der Brücke und an belebten Straßen abseits der Tramgleise und des Hauptstroms. Für das Finale lohnt es sich, einige ruhige Minuten einzuplanen: Der Blick vom Hügel wirkt wie das Resümee des ganzen Spaziergangs.

Wann losgehen

Etwa anderthalb Stunden für die gesamte Route mit Außenbesichtigungen. Wenn ihr eine oder zwei Kirchen besucht und euch auf dem Lindenhof Zeit lasst, rechnet mit ungefähr zwei Stunden.

Plan B

Bei geschlossenen Kirchen bleibt ihr bei derselben Reihenfolge: Alle entscheidenden Wendungen der Geschichte haben äußere Anhaltspunkte – die Brücke und die Limmat, den gotischen Chor der Predigerkirche, die Türme des Grossmünsters, den Platz und das Denkmal beim Fraumünster, die Zifferblätter von St. Peter sowie den Lindenhofbrunnen und die Brüstung des Lindenhofs. Wenn ein Turmaufstieg oder der Zugang zu archäologischen Resten nicht möglich ist, muss nichts ersetzt werden: Die Route ist nicht um diese Besuche herum gebaut. Hört bei Regen längere Abschnitte unter verfügbaren Unterständen und betrachtet Aussichtspunkte nur kurz, ohne auf dem glatten Pflaster zu verweilen.

  1. 1

    Bahnhofbrücke

    Hier beginnt die Geschichte davon, wie die Eisenbahn die Stadt dazu zwang, den Bahnhof erneut mit dem rechten Ufer zu verbinden.
  2. 2

    Predigerkirche und Zähringerplatz

    Diese Station zeigt, wie kirchliche Räume nacheinander dem Gebet, dem Wein, dem Getreide und den Büchern dienten.
  3. 3

    Grossmünster

    Hier wird deutlich, wie eine Predigt zu einem Beschluss des Stadtrats wurde und den Ritus selbst veränderte.
  4. 4

    Fraumünster und Münsterhof

    Der Platz wird für die Route gebraucht, um die Reformation als persönliche Vereinbarung über Macht, Schutz und Zukunft zu zeigen.
  5. 5

    St. Peter

    Der Turm zeigt, wie die Stadt vor der Verbreitung des Telefons Brände bemerkte und die Zeit abglich.
  6. 6

    Lindenhof

    Die letzte Station verbindet das städtische Relief mit der Überlieferung von einer bewaffneten Formation auf dem Hügel.

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