Stopp 6 von 6

Lindenhof

Lindenhof

Die letzte Station verbindet das städtische Relief mit der Überlieferung von einer bewaffneten Formation auf dem Hügel.

20 Min.
Blick vom Lindenhof auf die Limmat und die Altstadt von Zürich.
Jun Seita · CC BY 2.0; cropped/resized for app
123456

0 von 6 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Linden
  • Brunnen
  • Figur einer Frau mit Helm
  • Schwert und langer Speer

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Der Lindenhof nimmt die Spitze eines Hügels über der Limmat ein: Die breite Fläche erhebt sich über die umliegenden Dächer und ist sogar vom Hang des Zürichbergs aus zu sehen. Einst stand hier ein Palast; nach seinem Verschwinden blieb innerhalb der Stadtmauern ein freies Gelände. Die Linden kamen später und gaben dem Ort seinen Namen; im Jahr eintausendvierhundertzweiundzwanzig werden auf dem Hügel zweiundfünfzig Linden gezählt, und die Bürger konnten frei hierherkommen.

Über dem Brunnenbecken steht eine Frau mit Helm, Schwert und langem Speer. Sie wird oft Hedwig ab Burghalden genannt – so bezeichnet die städtische Überlieferung die Anführerin der Zürcher Frauen. In der frühen Erzählung wird jedoch kein Name genannt. Die Belagerung von Zürich war ein tatsächliches Ereignis; die List der Frauen ist aus einer Chronik bekannt, die fast ein halbes Jahrhundert später niedergeschrieben wurde.

Im Jahr eintausendzweihundertzweiundneunzig zog Zürich gemeinsam mit Uri und Schwyz gegen die Habsburger und versuchte, ihr Winterthur einzunehmen. Die Bürger zogen selbst in den Krieg: Kaufleute, Handwerker und Angehörige vornehmer Familien, die verpflichtet waren, mit ihren eigenen Waffen ins Feld zu ziehen. Bei Winterthur wurde die Zürcher Abteilung geschlagen; viele Männer wurden getötet oder gefangen genommen.

Herzog Albrecht I. von Habsburg, der Herr von Winterthur, führte ein Heer nach Zürich, um die geschwächte Stadt zum Frieden zu seinen Bedingungen zu zwingen. Zürich hatte keine ständige Garnison, mit der die Gefallenen und Gefangenen ersetzt werden konnten.

Der Überlieferung nach gaben die Bürger allen Frauen, die Waffen tragen konnten, Rüstungen. Sie nahmen Speere und stiegen auf den Lindenhof. Der Palast auf dem Hügel war zu diesem Zeitpunkt bereits verschwunden, und über der Limmat blieb innerhalb der Stadtmauern eine freie Fläche. Sie ragte über die Dächer hinaus und war vom Lager Albrechts am Hang des Zürichbergs gut zu sehen. Für die Täuschung war gerade ein solcher Ort nötig: Der Gegner musste die bewaffnete Formation erkennen, nicht aber die Gesichter unter den Helmen.

Die Frauen zeigten sich den Leuten, die bald zum Sturm übergehen konnten. Wäre die Täuschung aufgedeckt worden, hätte sich hinter dieser Formation kein weiteres Aufgebot befunden. Albrecht entschied, dass Verstärkung in die Stadt gelangt war. Auf eine lange Belagerung war er nicht vorbereitet, deshalb schloss er Frieden und führte das Heer ab. Zürich entging dem Sturm, obwohl es den Krieg verlor: Die Stadt musste das Bündnis mit Uri und Schwyz aufgeben.

Die Linden, die dem Platz seinen Namen gaben – Lindenhof, „Lindenhof“ –, kamen später hierher. Im Jahr eintausendvierhundertzweiundzwanzig werden bereits zweiundfünfzig Linden und eine für die Bürger offene grüne Fläche erwähnt. Der Brunnen wurde im Jahr eintausendneunhundertzwölf aufgestellt. Der Bildhauer Gustav Siber stellte eine bewaffnete Frau auf eine Säule, doch die offizielle Bezeichnung der Figur lautet im Plural: „Die tapferen Zürcher Frauen des Jahres eintausendzweihundertzweiundneunzig“.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen

Der Platz ist als öffentlicher städtischer Garten geöffnet. Der archäologische Lindenhofkeller ist zum Zeitpunkt der Überprüfung wegen Renovierungsarbeiten geschlossen; planen Sie den entscheidenden Zugang nicht ohne erneute Überprüfung ein.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Aufstieg ist kurz, führt aber über den alten Belag der Altstadt. Die archäologischen Mauern liegen unter dem Platz verborgen; orientieren Sie sich daher an den sichtbaren Markierungen und an der Erzählung und rechnen Sie nicht mit einer unterirdischen Besichtigung.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Bleiben Sie beim Brunnen: Der Spaziergang endet über der Limmat, zwischen den beiden Ufern des durchquerten Zürich.

Stopp 6 von 6Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wie sich das alte Zürich wandelte“ — 6 Stopps, etwa 2,5 km, 2 Stunden.

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt