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St. Peter

St. Peter

Der Turm zeigt, wie die Stadt vor der Verbreitung des Telefons Brände bemerkte und die Zeit abglich.

15 Min.
St. Peter mit großem Zifferblatt.
Roland zh · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Turm
  • Riesige Zifferblätter
  • Fenster der Wächterstube
  • Kirchenschiff

Die Geschichte des Ortes

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Das Kirchenschiff und der Glockenstuhl von St. Peter gehören der reformierten Gemeinde, während die Stadt den Turm mit den großen runden Zifferblättern verwaltet. Unter dem heutigen Gebäude entdeckten Archäologen Überreste einer Kirche aus dem achten oder neunten Jahrhundert. Später brachte man das Grundstück mit dem Hof des Petrus in Verbindung, und der Name blieb erhalten, als die Pfarrei reformiert wurde. Im Kirchenschiff finden noch heute Gottesdienste, Trauungen, Beerdigungen und Konzerte statt; die Glocken hängen dort, wo der kirchliche Teil des Gebäudes in den städtischen Turm übergeht.

Der letzte Feuerwächter auf diesem Turm hieß Hermann Esslinger. Sein Arbeitsplatz befand sich in einem kleinen Raum über den Zifferblättern, in vierzig Metern Höhe. Alle fünfzehn Minuten trat Esslinger an die Fenster und musterte die Stadt in alle vier Himmelsrichtungen. Von diesem Hügel aus waren die Dächer des links der Limmat gelegenen Zürich zu sehen: Ein Brand musste bemerkt werden, bevor das Feuer auf die Nachbarhäuser übergreifen konnte.

Entdeckte der Wächter Flammen, blies er in ein Horn. Dann brachte er in dem entsprechenden Fenster ein rotes Zeichen an: tagsüber eine Flagge, nachts eine Laterne. Die Menschen unten erhielten zugleich ein Alarmsignal und die Richtung, in die sie laufen sollten. Seit dem Jahr eintausenddreihundertvierzig unterhielt die Stadt einen solchen Beobachter auf St. Peter.

Zwischen seinen Rundgängen reparierte Esslinger Schuhe. Sein Gehalt allein reichte nicht für die große Familie, deshalb diente die Wächterstube zugleich als Schuhmacherwerkstatt. Seine Frau und die älteren Kinder vertraten ihn auf dem Posten. Esslinger überwachte auch die Turmuhr: Sie zeigte die offizielle Zürcher Zeit an, nach der die übrigen öffentlichen Uhren der Stadt gestellt wurden.

Als sich das Telefon verbreitete, konnte ein Brand von der Straße aus schneller gemeldet werden. Die Stadt schaffte die Stelle ab; Esslinger war damals etwa siebzig Jahre alt. Die Wächterstube blieb oben, und die Stadtverwaltung behielt den Turm für sich. Deshalb hat das Gebäude noch heute zwei Eigentümer: Der steinerne Turm mit den Zifferblättern gehört der Stadt, das Kirchenschiff, die Glocken und der Glockenstuhl gehören der reformierten Gemeinde.

Die Gemeinde nutzt die älteste Pfarrkirche Zürichs. Archäologen fanden unter dem heutigen Gebäude Überreste einer Kirche aus dem achten oder neunten Jahrhundert, und ein Dokument aus dem Jahr achthundertsiebenundfünfzig nennt bereits den damit verbundenen Hof des Petrus. Petrus ist ein Jünger Jesu und einer der Apostel; frühe Christen weihten ihm diese Kirche. Wer genau den Schutzpatron auswählte und warum, sagen die Dokumente nicht. Nach der Reformation behielt die Pfarrei den alten Namen.

Heute finden unter den riesigen Zifferblättern reformierte Gottesdienste, Trauungen, Beerdigungen und Konzerte statt. Darüber liegt weiterhin der Raum, aus dem Hermann Esslinger nach Feuer Ausschau hielt, und der städtische Turm beginnt unmittelbar über den Glocken, die der Pfarrei gehören.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktLindenhof
Eintrittfrei zugänglich

Offiziell: Mo–Fr 9:00–18:00, Sa 9:00–15:00, So 9:00–16:00; Eintritt frei, Änderungen wegen Gottesdiensten und Veranstaltungen möglich.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Um die Größe der Uhr zu ermessen, treten Sie auf den Platz und betrachten Sie den Turm als Ganzes. Suchen Sie die Tafel außen; das Betreten der Kirche ist zum Verständnis dieses Halts nicht erforderlich.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Umgehen Sie die Kirche an der Nordseite und steigen Sie zu den Linden des Lindenhofs hinauf.

Stopp 5 von 6Weiter: Lindenhof

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wie sich das alte Zürich wandelte“ — 6 Stopps, etwa 2,5 km, 2 Stunden.

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