French Quarter: Markt, Häuser und Uferpromenade
Vom French Market über Royal Street und Jackson Square zum Mississippi

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Gesamte Strecke
Routenkarte
Über diese Route
Sie beginnen unter dem Bogen des French Market, gehen zwischen den Marktüberdachungen hindurch und biegen zu den gusseisernen Galerien der Royal Street ab. Weiter führt der Weg zum Wohnhaus eines Architekten, zu den langen Gebäuden am Jackson Square und endet am Ufer des Mississippi.
Hinter den Souvenirständen liegt die Geschichte eines Familienstands, der verschwunden ist. Vor der bekannten LaLaurie Mansion stellt sich die Frage: Ist dies wirklich das richtige Haus? In einem Bad mit Kupferrohren geht es nicht um Komfort. Und in gusseisernen Buchstaben an den Galerien treffen die zwei Seiten eines Familienkonflikts aufeinander.
Die Erzählung bleibt ruhig und genau. Sie trennt Legende und Dokument und versteckt das Schwere nicht hinter schönen Fassaden. Am Ende lesen Sie den French Quarter als einen Ort, an dem Handel, häuslicher Komfort, Bestrafung und das Recht auf den Fluss stets davon abhingen, wer darüber verfügte.
Warum diese Reihenfolge
Zuerst unterscheiden Sie den repräsentativen Eingang des French Market von seinem wirtschaftlichen Teil und gehen deshalb direkt vom Bogen unter die Überdachungen: Erst dort wird der Markt als Arbeitsplatz sichtbar. Dann gehen Sie die Ursulines Avenue hinauf zur Royal Street, wo aus dem Handelsviertel ein Wohnviertel wird und der Unterschied zwischen Balkonen und Galerien auf die Betrachtung des Eckhauses und seiner Legende vorbereitet. Das benachbarte Gallier House setzt die Reihe der Wohnhäuser fort, verlagert den Blick aber von der öffentlichen Reputation der Fassade auf die innere Anlage des Hauses. Von hier aus gehen Sie zu den Pontalba Buildings: Ein privater Kampf um Eigentum weitet sich auf die zwei Seiten eines städtischen Platzes aus. Nach den Galerien betreten Sie den Jackson Square, weil sie seine Ränder bilden, und sehen, für welche öffentlichen Handlungen das offene Zentrum freigelassen wurde. Der letzte Übergang führt quer über den Platz zum Mississippi: Nach einem Ort, an dem die Macht sich der Stadt zeigte, gelangen Sie an ein Ufer, das den Stadtbewohnern zum Spazierengehen zurückgegeben wurde.
Für alle, die den French Quarter jenseits der Postkarte verstehen möchten Für alle, denen dokumentierte menschliche Geschichten wichtig sind Für alle, die eine Stadt über Fassaden, Höfe und Uferpromenaden lesen möchten
Für alle, die einen leichten Spaziergang nur über Musik, Küche und Feste suchen Für alle, denen Berichte über Sklaverei, Gewalt und öffentliche Bestrafungen schwerfallen Für alle, die eine Route ohne historische Einzelheiten bevorzugen
Vor dem Spaziergang
Den Hauptteil der Route können Sie von außen gehen, doch Gallier House ist innen nur im Rahmen eines gesonderten Museumsbesuchs zu besichtigen – prüfen Sie vorab die aktuelle Zugangsregelung und ob eine Reservierung nötig ist.
Die Öffnung der Marktstände, der Kathedrale, der Museen am Jackson Square und der Bereiche an der Uferpromenade folgt keinem einheitlichen Zeitplan. Prüfen Sie die offiziellen Informationen jedes Ortes, wenn Sie nicht nur von der Straße aus zuhören möchten.
Nehmen Sie Wasser sowie Schutz vor Sonne und Regen mit. Auf den historischen Gehwegen gibt es Unebenheiten; an belebten Stellen halten Sie am besten so an, dass Sie Besuchern, Anwohnern und Verkäufern nicht den Weg versperren.
Wann losgehen
Beginnen Sie in der ersten Tageshälfte, wenn der Markt bereits seinen gewöhnlichen Rhythmus hat und die Fassaden bei Tageslicht leichter zu betrachten sind. Meiden Sie in der heißen Jahreszeit die drückendsten Stunden; für den Abschluss am Fluss sind kühlere Zeiten und das weiche Abendlicht besonders angenehm.
Plan B
Wenn Gallier House geschlossen ist oder kein Besuch reserviert wurde, hören Sie die Erzählung vor der Fassade: Die Proportionen des Hauses, die Fenster und die Trennung von Haupt- und Diensträumen geben der Geschichte weiterhin Halt.
Bei starkem Regen teilen Sie den Spaziergang in zwei Teile: Gehen Sie den Markt und die Royal Street in einem kurzen Wetterfenster ab und verschieben Sie Pontalba Buildings, Jackson Square und die Uferpromenade auf eine trockene Zeit. Suchen Sie nur in offenen öffentlichen Orten oder Lokalen Schutz und nehmen Sie keine privaten Galerien und Eingänge in Anspruch.
Wenn der Zugang zum Park oder zum Platz zeitweise eingeschränkt ist, hören Sie von dem nächstgelegenen erlaubten Punkt aus zu, umgehen Sie keine Absperrungen und betreten Sie weder Gleise noch Betriebsflächen am Wasser.
Spazierplan
In Karten öffnen ↗- 1
Der Bogen des French Market: Rahmen des alten Markts
Hier erfahren Sie, warum ein Eingang mit französischem Namen zu einer städtischen Umgestaltung des zwanzigsten Jahrhunderts führt. - 2
Die Überdachungen des French Market: die Stadt hinter dem Verkaufstresen
Die persönliche Geschichte eines Händlers zeigt, wie die Umgestaltung des Markts für Besucher von außerhalb das Familiengeschäft veränderte. - 3
Royal Street: Balkone, Galerien und Legenden
Dieser Halt trennt die dokumentierte Geschichte der Befreiung von Menschen aus Ketten von dem späteren Ruf als „Spukhaus“. - 4
Gallier House: Komfort und Kontrolle
Der Grundriss wird die kostspieligen Annehmlichkeiten der Familie mit Zwangsarbeit und Überwachung im hinteren Flügel verbinden. - 5
Pontalba Buildings: Wille in Gusseisen
Hier sehen Sie, wie ein Erbschaftsstreit zwei lange Wohngebäude prägte. - 6
Jackson Square: Schauplatz von Flaggenwechseln und Bestrafungen
Das offene Zentrum des Platzes macht verständlich, warum Flaggenwechsel, Militärparaden und Bestrafungen am selben Ort stattfanden. - 7
Goldring Woldenberg Riverfront Park: Die Stadt wieder am Wasser
Zum Abschluss werden das von Lagerhäusern versperrte Hafenufer und die öffentliche Uferpromenade einander gegenübergestellt.
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