Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Roter Holzwagen Nr. 1
- Grüner Wagen Nr. 3
- Elektrischer Antrieb
- Alter Maschinenraum
Die Geschichte des Ortes
Der grüne Wagen und der schwere elektrische Antrieb befinden sich im ehemaligen Maschinenraum der Wellington Cable Car. Seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde von hier aus die gesamte Strecke bewegt: Die Maschine drehte ein endloses Zugseil, an dem die Wagen mit Klemmen befestigt waren. Ein Wagen fuhr abwärts, der andere wurde an einem Seil den Hügel hinaufgezogen; zunächst lief der Antrieb mit Dampf, später mit Elektrizität.
Am zweiundzwanzigsten September neunzehnhundertachtundsiebzig fuhr der alte rote Wagen zum letzten Mal zu dieser oberen Station hinauf. Die Passagiere sangen ein schottisches Abschiedslied, Studenten des benachbarten Wohnheims warfen Eier und Wasserbomben auf den Wagen, und oben wurde er von Dudelsackspielern empfangen.
Gegen die Ausmusterung der Holzwagen wandte sich Michael Fowler, Architekt von Beruf und damals Bürgermeister von Wellington. Er selbst fuhr gern auf den offenen Seitensitzen: In den Tunneln vergnügten sich die Passagiere damit, die Wände mit den Füßen zu berühren. Fowler setzte sich für den Erhalt der Wagen ein, die der Stadt vertraut waren, doch der für die Sicherheit zuständige Wellington City Council erhielt ganz andere Argumente.
Im Jahr neunzehnhundertdreiundsiebzig trat ein Bauarbeiter der neuen städtischen Autobahn vor einen Wagen. Nach dem Vorfall untersuchte das Ministry of Works die Strecke und erklärte den alten Wagenpark für unsicher. Die Beiwagen wurden entfernt, die Ausrüstung umgebaut, doch die Fachleute gaben den verbliebenen Wagen höchstens noch zehn Jahre. Der Wellington City Council bestellte ein neues Schweizer System. Fowler verlor diesen Streit: Nach der Abschiedsfahrt beförderten die alten Wagen keine Passagiere mehr.
Für das Gebäude neben der Station bedeutete dies den Verlust seiner früheren Aufgabe. Seit neunzehnhundertzwei befand sich hier die Antriebsstation. Die Maschine drehte ein endloses Zugseil; der abwärtsfahrende Wagen fasste es mit einer Klemme und zog über ein zweites, ausgleichendes Seil den gekoppelten Wagen nach oben. Zunächst war der Antrieb dampfbetrieben, dann wurde er durch einen elektrischen ersetzt. Beim Umbau der Strecke verlegte man den neuen Mechanismus, und der alte Maschinenraum stand leer.
Der Abschied erwies sich als nützlicher als der Protest selbst: Die Wagen und ein Teil der Ausrüstung wurden für ein künftiges Museum erhalten. Doch das versprochene Museum entstand lange nicht. Das Gebäude diente noch als Informationszentrum der städtischen Parkabteilung und als Hauptquartier des Zivilschutzes und war im Jahr neunzehnhundertdreiundneunzig vom Abriss bedroht.
Ein Jahr zuvor hatte Peter O’Neil die Heritage Society der Wellington Cable Car gegründet. Nun setzten sich ihre Mitglieder beim Wellington City Council für eine Entscheidung ein, ohne die sowohl der Maschinenraum als auch die Möglichkeit verschwunden wären, den schweren Antrieb an seinem Arbeitsplatz zu belassen. Der Wellington City Council akzeptierte ihre Argumente und bestätigte die Nutzung des Gebäudes als Museum. Nach der Restaurierung eröffnete das Museum im Jahr zweitausend.
Der rote Wagen Nummer eins wurde so erhalten, wie man ihn in den siebziger Jahren verabschiedet hatte. Fünf Jahre später baute man für Wagen Nummer drei einen eigenen Flügel an und gab dem Wagen wieder seine grüne Lackierung vom Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Ein Stockwerk tiefer steht der restaurierte elektrische Antrieb. Man ließ ihn genau in dem Saal, in dem das Seil der gesamten Strecke bis zur letzten Fahrt rotierte.
Praktisch vor Ort
Täglich 10:00-17:00, der allgemeine Eintritt ist kostenlos.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Beschränken Sie sich nicht auf die Besichtigung des Wagenkastens: Gehen Sie um den Wagen herum und vergleichen Sie die Fahrerkabine mit dem Windenmechanismus. Ob die Ausrüstung in Bewegung zu sehen ist, hängt vom Betrieb des Museums ab.
