Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Offener Fels
- Riddarfjärden
- Stockholmer Rathaus
Die Geschichte des Ortes
Über der ehemaligen Bucht der Gerber erhebt sich ein steinerner Hang; am Ufer darunter standen einst Werkstätten und Höfe, in denen Häute gegerbt wurden. Die Handwerker brauchten Wasser zum Auswaschen der Häute, und die Felsen rückten ihre Arbeit und ihren schweren Geruch von den engen Wohnstraßen ab. Der offene Fels oben wurde später zu einem Park, und von den verschwundenen Werkstätten ist hier nur der Name geblieben.
Skinnarviksberget erhebt sich dreiundfünfzig Meter über dem Meeresspiegel. Es ist der höchste natürliche Punkt innerhalb des alten Stockholm. Heute picknickt man auf dem offenen Fels und blickt über den Riddarfjärden zum Stockholmer Rathaus. Den Namen erhielt der Gipfel von Menschen, die unten am Wasser unter dem Steilhang arbeiteten.
„Skinnare“ bedeutet auf Schwedisch Gerber, und „vik“ bedeutet Bucht. Im siebzehnten Jahrhundert endete die dicht bebaute Stadt viel näher bei Slussen. Die Gerber brauchten das Ufer: Die Häute wurden wiederholt ausgewaschen und bearbeitet und so zu einem strapazierfähigen Material für Kleidung und Schuhe. Von den Werkstätten ging ein starker Geruch aus, deshalb siedelten sich die Handwerker weit entfernt von den Wohnvierteln an, aber nicht weit von ihren Kunden. Das Ufer des Riddarfjärden gab ihnen Wasser, und die Felsen trennten sie von der Stadt.
Von diesem Handwerk lebten die Handwerker: Die Stadtbewohner brachten ihre eigenen Häute und bezahlten für die Bearbeitung. Im Stadttarif von eintausendsechshundertvierundfünfzig wird eine solche Dienstleistung gesondert genannt.
Einer der hiesigen Meister ist namentlich in den Dokumenten überliefert. Jöran Marcusson Skinnare suchte hier genau das, was ein Gerber brauchte: Wasser für die Arbeit und ein Grundstück jenseits der dichten Bebauung. Das Nachlassinventar von eintausendsechshundertachtundfünfzig nennt ihn Gerber und Eigentümer eines Hofs an der Skinnarviksgatan – der Straße zur Bucht der Gerber. Es ist eine Aufzeichnung von Besitz und zugleich ein Beleg dafür, dass der Name aus einem tatsächlichen Nebeneinander von Werkstätten, Häusern und Ufer entstand.
Die Form „Skinnareberget“, der Gerberberg, findet sich bereits im Jahr eintausendsechshundertsechsunddreißig in den Dokumenten. Später setzte sich der heutige Name durch – der Berg über der Bucht der Gerber. Ihre Werkstätten und Höfe am Wasser sind nicht erhalten. Im Jahr eintausendneunhundertfünfzehn übertrug die Stadt die alte Handwerksbezeichnung offiziell auf den Park, und sie blieb oben, obwohl die Arbeit, aus der sie entstanden war, unten verrichtet wurde.
Praktisch vor Ort
Städtischer Routenpunkt; der Zugang zum Aufzug, zur Kirche, zum Museum und zum Theater ändert sich, daher prüfen Sie die aktuellen Regelungen auf den offiziellen Seiten oder vor Ort.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bleiben Sie auf festen Felsabschnitten und gehen Sie für ein Foto nicht bis an den Rand. Nach Regen und im Winter ist der Stein besonders tückisch.
