Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Rotziegel-Kasematten
- Innenhof
- Stahlbogen über der Festung
- Betonpfeiler südlich der Festung
Die Geschichte des Ortes
Die Festung auf dem Kap am Eingang zur Bucht hielt Schiffe auf dem Weg zum rasch wachsenden San Francisco unter Beschuss: Die Ingenieure der Armee rechneten damit, den Gegner noch in der Meerenge aufzuhalten. Für die Kanonen unmittelbar am Wasser trug man den Felsen um etwa dreiundzwanzig Meter ab, anschließend setzten rund zweihundert Arbeiter in acht Jahren acht Millionen Ziegel zu drei Ebenen gewölbter Kasematten. Die roten Ziegelgewölbe und der Innenhof bewahrten die Form der Garnison, obwohl ihre Kanonen im Kampf nicht gebraucht wurden. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts nahm man die Geschütze ab, und in den Räumen waren nacheinander Kasernen, Schulen und Lager untergebracht.
Über den Ziegelmauern verläuft ein separater, siebenundneunzig Meter langer Stahlbogen. Er trägt die südliche Zufahrt zur Golden Gate Bridge. Im ursprünglichen Entwurf gab es diesen Bogen nicht: An der Stelle von Fort Point sollte ein massiver Betonpfeiler errichtet werden, der die gespannten Kabel hält, und die alte Befestigung sollte abgerissen werden.
Das Militär wählte dieses Kap aus demselben Grund, aus dem später die Brückenbauer hierherkamen: Hier verengt sich die Bucht zur Meerenge Golden Gate. In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde durch sie Gold ausgeführt und Waren für das rasch wachsende San Francisco eingeführt. Die Ingenieure der Armee wollten ein feindliches Schiff noch am Eingang zur Bucht aufhalten.
Die Kanonen mussten fast unmittelbar am Wasser stehen. Dann konnte eine Kugel in einer flachen Flugbahn abgefeuert werden, sodass sie von der Oberfläche der Bucht abprallte und ein Schiff traf. Für einen solchen Schuss trugen die Bauleute den Felsen um etwa dreiundzwanzig Meter ab. Rund zweihundert Menschen, darunter verarmte Goldsucher, verdienten hier acht Jahre lang mit Maurerarbeiten ihren Lebensunterhalt: Sie setzten acht Millionen Ziegel und schufen drei Ebenen gewölbter Geschützräume – Kasematten.
Die Festung wurde im Jahr achtzehnhunderteinundsechzig fertiggestellt. Zur selben Zeit zeigten Kämpfe im Osten des Landes, dass gezogene Geschütze Ziegelfestungen durchschlagen konnten. Die Garnison hielt Wache und übte an den Kanonen, doch von hier wurde kein einziges Mal auf einen Gegner geschossen. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts nahm die Armee alle einhundertzwei Kanonen ab und verkaufte sie als Schrott. Im Inneren waren Kasernen, Schulen und Lager untergebracht. Für die Planer der Brücke wirkte die leer stehende Festung wie ein geeigneter Standort für einen Pfeiler.
Joseph Strauss war der angestellte Chefingenieur des Golden Gate Bridge, Highway and Transportation District: Er war dem Vorstand für den endgültigen Entwurf und den Bau der Überquerung verantwortlich. Nachdem Strauss die verlassenen Kasematten besichtigt hatte, lehnte er den Abriss ab. Einen militärischen Nutzen sah er in der Festung nicht mehr, doch er hielt ihr Mauerwerk für wertvoll genug, um es für ein künftiges Denkmal zu bewahren.
Dafür verlegten die Ingenieure seines Teams den südlichen Pfeiler um mehrere Dutzend Meter und fügten davor noch eine weitere Brücke ein – einen Stahlbogen über der Festung. Diese Lösung verkomplizierte gerade den Abschnitt, der mit einem einzigen Abriss hätte freigeräumt werden können. Während der Bogen montiert wurde, nahmen die Bauleute die Festung selbst in Besitz: Im Hof standen Autos, in den Kasematten arbeiteten Büros, Lager und eine Kantine. Einen Teil der äußeren Befestigungen bauten sie dennoch ab; die steinerne Seemauer wurde abgetragen und anschließend neu aufgemauert.
Im Jahr neunzehnhundertsiebenunddreißig fuhren Autos über den Bogen. Dreiunddreißig Jahre später verlieh der Kongress Fort Point den Status einer nationalen historischen Stätte. Über den Kasematten, die für Schüsse entlang des Wassers ausgelegt waren, bleibt der von Strauss hinzugefügte Spannabschnitt; der Betonpfeiler, für den die Festung beseitigt werden sollte, steht weiter südlich.
Praktisch vor Ort
Innenräume Do–Mo 10:00–17:00; das Dach schließt um 16:30; das Außengelände ist 7 Tage zugänglich; geschlossen an Thanksgiving, Weihnachten und Neujahr.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Das Innere lohnt sich nur bei geöffnetem offiziellem Eingang; ist es nicht zugänglich, lassen sich der äußere Baukörper der Festung und ihre Lage unmittelbar am Wasser gut erkennen.
