Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Das helle Gebäude des Warming Hut
- Das rote Dach
- Der Stahlbeton-Wharf
- Die benachbarten niedrigen Gebäude
Die Geschichte des Ortes
Das helle Gebäude mit rotem Dach und die niedrigen Bauten daneben stehen an einem Stahlbeton-Wharf, der an der schmalen Einfahrt in die Bucht ins Wasser ragt. Hier arbeitete ein Minenhof der Armee: Den Sprengstoff hielt man getrennt, und die Montage gefährlicher Sprengkörper verteilte man auf verschiedene Räume. Auf Schmalspurgleisen brachte man fertige Gehäuse zum Wasser, wo Schiffe sie übernahmen; von der Fläche, die heute von Anglern genutzt wird, lief die Arbeit für die Sperren des Hauptfahrwassers. Das heutige Café belegt das frühere technische Lager, und der Wharf selbst ist seit dem militärischen Umbau erhalten.
Der Name „Torpedo Wharf“ stammt aus einer Zeit, als man eine unter Wasser befestigte Mine als Torpedo bezeichnete. Solche Sprengkörper wurden nicht aus einem Schiffsapparat abgefeuert: Man legte sie im Voraus quer über das Fahrwasser und zündete sie durch ein elektrisches Signal vom Ufer aus.
Bis zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts lagerte die Armee die Minen auf Yerba Buena Island, weit innerhalb der Bucht. Im Jahr neunzehnhundertdrei übernahm das U.S. Army Coast Artillery Corps die Verantwortung für die Minenverteidigung. Seine Offiziere mussten die eigentliche Hafeneinfahrt sperren, deshalb verlegten sie das Depot hierher, an die schmale Stelle der Golden Gate.
Bis neunzehnhundertzehn stand am Ufer ein ganzer Minenhof. Das Gebäude, in dem heute das Café Warming Hut betrieben wird, diente als technisches Lager. Daneben befanden sich ein Sprengstofflager und zwei getrennte Räume zum Ausrüsten der Minen. Soldaten der Minenmannschaften montierten die Gehäuse, setzten die Sprengladungen ein und verbanden Zünder und Kabel. Das war ihr Dienst in der Armee; ein Fehler bei der Arbeit mit Sprengstoff bedrohte die gesamte Mannschaft. Deshalb verteilte man die gefährlichen Arbeiten auf verschiedene Gebäude.
Die ausgerüsteten Minen wurden auf Schmalspurgleisen zum Wharf gerollt und auf Minenleger umgeladen. Schiffsbesatzungen brachten sie hinter den Golden Gate aus, verankerten sie am Grund und führten Kabel zu den Bedienpulten am Ufer. Der Bediener musste warten, bis ein identifiziertes feindliches Schiff in das Minenfeld eingefahren war, und erst dann den Stromkreis schließen.
Im Jahr neunzehnhunderteinundvierzig baute die Armee den Wharf aus Stahlbeton um, damit hier gleichzeitig zwei Minenleger versorgt werden konnten. Während des Zweiten Weltkriegs bereiteten die Mannschaften dieses Depots Minen für das Hauptfahrwasser vor. Hinter der Brücke lagen drei Minenfelder mit mehr als sechshundert Sprengkörpern. Ein Angriff auf San Francisco fand nicht statt, und die hiesigen Mannschaften mussten sie nicht unter einem feindlichen Schiff zur Explosion bringen. Im Jahr neunzehnhundertfünfzig wurde das U.S. Army Coast Artillery Corps aufgelöst, und die Seeminen wurden der Marine übergeben.
Der heutige Wharf ist genau jene Stahlbetonkonstruktion von neunzehnhunderteinundvierzig. Das technische Lager wurde im Jahr neunzehnhunderteins zum Warming Hut umgestaltet. In den benachbarten niedrigen Gebäuden rüsteten Soldaten Minen aus, und von der Fläche, die heute von Anglern genutzt wird, schickten die Mannschaften Sprengkörper zum Fahrwasser.
Praktisch vor Ort
Derzeit veröffentlichte Öffnungszeiten: So 09:00-18:00, Mo-Do 09:00-17:00, Fr-Sa 09:00-18:00.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Verlassen Sie sich nicht darauf, dass das Café eine garantierte Essenspause bietet; am Wharf ist es besonders windig, achten Sie daher auf die Kante und den nassen Belag.
