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Mission Dolores Park

Mission Dolores Park

Diese Station verbindet den Kampf um öffentliches Land mit den provisorischen Häusern nach dem Erdbeben.

15 Min.
Sonniger Hang im Mission Dolores Park mit Palmen und der Silhouette der Innenstadt von San Francisco in der Ferne.
Alexwennerberg · CC0 1.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Offene Hänge
  • Breite Felder
  • Wege
  • Sportplätze

Die Geschichte des Ortes

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An der Stelle dieser breiten Felder lagen einst zwei Friedhofsblöcke jüdischer Gemeinden. Als die Bestattungen aus der Stadt verlegt wurden, setzten sich die Bewohner des Mission District mehrere Jahre lang dafür ein, dass das frei gewordene Land gemeinschaftlich blieb und nicht bebaut wurde. Die Stadt kaufte das Grundstück für einen Park und beauftragte den Gärtner John McLaren, hier Wege, Plätze und grüne Hänge anzulegen. Die heutigen Felder, auf denen Menschen picknicken und Ball spielen, folgen seiner Anlage.

Im Herbst neunzehnhundertsechs stellte man an der Ecke der Neunzehnten Straße und der Dolores Street ein kleines Holzhaus auf. Es galt als das erste Musterhäuschen in San Francisco für Menschen, die nach dem Erdbeben ohne Unterkunft geblieben waren. Rasenflächen gab es hier noch kaum. Es gab Zelte, nackte Erde und Familien, denen ein Winter ohne Dach bevorstand.

Die freie Fläche entstand dank zweier jüdischer Gemeinden – Congregation Emanu-El und Congregation Sherith Israel. Seit den achtzehnhundertsechziger Jahren belegte jede von ihnen hier einen eigenen Friedhofsblock. Als San Francisco wuchs, eröffneten die Gemeinden südlich der Stadt neue Friedhöfe und verlegten die Bestattungen dorthin. Allein vom Besitz der Congregation Emanu-El wurden fast tausend Gräber verlegt. Bis zur Mitte der achtzehnhundertneunziger Jahre waren die beiden Blöcke zwischen der Achtzehnten Straße und der Zwanzigsten Straße leer.

Die Bewohner des dicht besiedelten Mission District sahen in diesem Land die Möglichkeit, einen eigenen großen Park zu bekommen. Im Jahr achtzehnhundertsiebenundneunzig gründeten sie die Mission Park Association und setzten sich mehrere Jahre lang für den Kauf der Friedhöfe ein. Die Gegner erwiderten, die Stadt habe mit dem Golden Gate Park bereits genug, das neue Grundstück werde für die Steuerzahler eine unnötige Ausgabe sein, und daran würden die Eigentümer der benachbarten Immobilien verdienen.

Daraufhin brachten mehr als tausend Hauseigentümer aus den südlichen Stadtteilen eine städtische Anleihe zur Abstimmung. Im Jahr neunzehnhundertfünf zahlte San Francisco den beiden Gemeinden zweihunderteinundneunzigtausenddreihundertfünfzig Dollar. Den Verkäufern versprach man, die ehemaligen Friedhöfe würden für immer ein schöner öffentlicher Ort bleiben. Der oberste städtische Gärtner John McLaren entwarf einen Plan mit Wegen, Plätzen und Grünflächen.

Ein Jahr später musste dieser Plan zurückgestellt werden. Das Erdbeben und die Brände vom achtzehnten April neunzehnhundertsechs machten Hunderttausende Stadtbewohner obdachlos. Die gerade gekauften Blöcke waren noch nicht bebaut oder bepflanzt worden, deshalb brachte man die Menschen direkt hier unter. Der Park, für den die Bewohner zur Erholung gekämpft hatten, war freies Land nahe den erhalten gebliebenen Stadtteilen und wurde sofort zu einem Lager.

Zelte eigneten sich schlecht für einen längeren Aufenthalt. Bis zum Herbst begannen Hilfsorganisationen, in den Stadtparks kleine Häuschen mit Holzwänden, Bretterboden und einem Dach aus Zedernschindeln aufzustellen. Das erste solche Haus in ganz San Francisco entstand genau hier. Anschließend stellte man die Häuschen in Reihen am Hang auf.

Eine Familie zahlte zwei Dollar im Monat; die Beiträge wurden auf den Kaufpreis von fünfzig Dollar angerechnet. Für Menschen mit geringem, aber regelmäßigem Einkommen war dies die Chance, zum ersten Mal ein eigenes Haus zu bekommen. Die Ärmsten konnten sich nicht einmal dieses Modell leisten. Nach vollständiger Zahlung musste das Häuschen aus dem Lager entfernt werden. Die Eigentümer kauften günstige Grundstücke am Stadtrand und transportierten die Holzhäuser auf Pferdeplattformen dorthin. Manchmal verband man zwei oder drei zu einem Haus.

Als die letzten provisorischen Bauten abtransportiert waren, kehrten die Gärtner zu McLarens Plan zurück. Seine wesentliche Anlage des Parks blieb erhalten: offene Hänge, breite Felder, Wege und Plätze. Heute picknickt man hier, spielt Fußball, Basketball und Tennis und bringt Kinder zum Spielplatz. Dieses freie Land gibt es, weil die Bewohner des Mission District auf einem öffentlichen Park bestanden, wo die beiden Gemeinden bereits ganze zwei Stadtblöcke geräumt hatten.

Zunächst hieß der Ort Mission Park. Der Name „Dolores“ ging allmählich von der Straße und der benachbarten Mission auf ihn über. Die Mission selbst erhielt ihren gebräuchlichen Namen von dem verschwundenen Bach und der Lagune Nuestra Señora de los Dolores – Unserer Lieben Frau der Schmerzen, einem der Namen der Jungfrau Maria.

Keines der Lagerhäuschen ist auf dem Rasen geblieben. Ihr Verschwinden war im Vertrag vorgesehen: Wer für ein Haus bezahlt hatte, musste es von hier wegbringen und mit ihm auf seinem eigenen Grundstück ein Leben beginnen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktThe Women’s Building und „MaestraPeace“
Eintrittfrei zugänglich

Der Park ist täglich von 06:00 bis 22:00 geöffnet. Toiletten: im Frühling und Sommer von 08:00 bis 20:00, im Herbst und Winter von 08:00 bis 17:30.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Für die Erzählung geht man am besten bis zum oberen Rand des Parks, ohne Wege und Erholungsplätze zu beanspruchen. Auf dem offenen Hang können helle Sonne und Wind herrschen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie den Park hinter sich und folgen Sie der 18th Street zu dem vollständig bemalten Gebäude.

Stopp 2 von 8Weiter: The Women’s Building und „MaestraPeace“

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Mission District: von Mission San Francisco de Asís zu den Mural-Gassen“ — 8 Stopps, 3,8 km, etwa 3 Stunden.

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