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Plaza de San Francisco

Plaza de San Francisco

Dokumente über den Schmied werden das tatsächliche Geschäft für eine Familienkapelle von der berühmten Legende trennen.

20 Min.
Plaza de San Francisco
Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Capilla de Cantuña
  • Steintreppe
  • Erhöhtes Atrio de San Francisco
  • Brunnen auf der unteren Ebene

Die Geschichte des Ortes

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Am südlichen Rand der langen Klosterfassade schließt sich an die Kirche eine kleine Kapelle an, und daneben führt eine Steintreppe zu einem hohen Hof vor der Kirche hinauf. Einst wurde sie von einer religiösen Bruderschaft indigener Einwohner von Quito verwaltet: Die Laien finanzierten Gottesdienste und organisierten hier die Bestattungen ihrer Mitglieder. Die ursprüngliche Weihe galt Nuestra Señora de los Dolores, doch die Stadt begann die Kapelle mit der Zeit Capilla de Cantuña zu nennen.

Der Platz ist in zwei Ebenen gegliedert. Das untere Rechteck blieb über Jahrhunderte städtischer Raum: Hier wurde gehandelt, Wasser aus dem Brunnen geschöpft und man versammelte sich zu Festen. Heute befindet sich darunter eine Metrostation, und der freie Raum wird weiterhin für Märkte und religiöse Zeremonien genutzt. Eine Steintreppe führt zum erhöhten Atrio de San Francisco – der Fläche vor der Kirche, an der das Gelände des Klosters begann. Von den Franziskanern, den Anhängern des italienischen Predigers Francesco d’Assisi, erhielten Kirche und Platz den Namen San Francisco.

Am südlichen, linken Ende der Klosterfassade befindet sich eine eigene Kapelle. Ursprünglich wurde sie von einer religiösen Bruderschaft indigener Einwohner von Quito verwaltet: Die Laien finanzierten gemeinsam Gottesdienste und organisierten die Bestattungen ihrer Mitglieder. Die Kapelle war Nuestra Señora de los Dolores geweiht, doch heute ist sie als Capilla de Cantuña bekannt.

Francisco Cantuña war ein indigener Einwohner aus Sangolquí und verdiente seinen Lebensunterhalt als Schmied und Schlosser. Der Stadtrat ernannte ihn mehrfach zum leitenden Meister und Aufseher der Schmiedegilde: Er kontrollierte die Arbeit anderer Handwerker. Cantuña erwarb Häuser und Werkstätten, doch das Amt allein sicherte seiner Familie keinen Platz nahe dem Klosteraltar. Diesen erlangte er durch ein gesondertes Geschäft mit der Bruderschaft.

Im Jahr eintausendsechshundertachtundsechzig verpflichtete sich Cantuña, für die Kapelle Türscharniere, ein Schloss und Schlüssel anzufertigen sowie die Ausschmückung des Altars und zwei Statuen zu bezahlen. Allein die Metallteile wurden auf fast zweihundert Pesos geschätzt. Außerdem sollte der Meister jedes Jahr eine feierliche Messe finanzieren. Die Bruderschaft erkannte ihn im Gegenzug als lebenslangen Patron der Kapelle an, übertrug dieses Recht seinen ehelichen Kindern und wies einen Familienplatz zur Bestattung zu.

Cantuña wurde tatsächlich am Altar bestattet. In seinem Testament hinterließ er Geld für einen jährlichen Gottesdienst für seine Seele und verlangte, dass dieser bis zum Ende der Zeiten gefeiert werde. Der Vertrag wirkte auch ohne Ewigkeit: Die Einwohner hörten allmählich auf, die Kapelle bei ihrem früheren Namen zu nennen, und verbanden sie mit dem Schmied, der Altar, Türen und Familiengrab bezahlt hatte.

Spätere Erzähler verlegten sein Geschäft von der Kapelle auf das riesige Atrio de San Francisco vor der Kirche. Der bekanntesten Legende zufolge beauftragten die Franziskaner Cantuña, die steinerne Fläche bis zu einer unmöglichen Frist fertigzustellen. Er versprach dem Teufel seine Seele, wenn bis zum Morgengrauen der letzte Steinblock verlegt wäre. Nachts arbeiteten Dämonen, doch Cantuña versteckte einen Stein. Am Morgen war der Bau formell noch unvollendet, der Teufel erhielt das Versprochene nicht, und der Meister behielt Leben und Seele.

Das ist eben eine Legende. Die Dokumente nennen Cantuña einen Schmied und Patron der Kapelle, nicht den Erbauer des Atrio de San Francisco; einen zuverlässig belegten „fehlenden Steinblock“ gibt es hier nicht. Am südlichen Rand der Fassade hat sich das Ergebnis des Geschäfts erhalten, das er tatsächlich abschloss: Die Kapelle trägt seinen Namen, und der Meister selbst liegt an ihrem Altar.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktLa Ronda
Eintrittvon außen / vor Ort

Der Platz ist als städtischer Raum geöffnet. Das Museo de San Francisco ist laut einer touristischen Quelle aus Pichincha von Montag bis Samstag 09:00–17:30 und am Sonntag 09:00–13:00 geöffnet; vor der Einbindung sollte der offizielle Kanal des Museums besser noch einmal geprüft werden.

Geprüft: 1. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Seien Sie nach Regen auf den glatten Platten und Stufen vorsichtig. Die Museumsräume und die Kirche werden nach ihren eigenen Regeln besucht, unabhängig davon, dass der Platz geöffnet ist.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den Platz rechts vom Atrio de San Francisco und gehen Sie zur Ecke von Calle Morales und Calle Venezuela.

Stopp 5 von 6Weiter: La Ronda

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Historisches Quito: Kirchen, Plätze und La Ronda“ — 6 Stopps, 2,2 km, 2 Std. 45 Min..

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