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Monolith und Plateau

Monolitten

Hier wird der physische Umfang der Arbeit deutlich, der sich hinter der massiven Granitsäule verbirgt.

20 Min.
Monolith und Granitgruppen auf dem Plateau in der Vigeland-Anlage
Quistnix · CC BY 1.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Monolith
  • Die ineinander verschlungenen Figuren der Säule
  • Sechsunddreißig Granitgruppen
  • Runde Stufen

Die Geschichte des Ortes

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Auf dem Gipfel des Hügels Tørtberg liegt ein Plateau mit runden Stufen und einer zentralen Granitsäule. Sie begann als massiver Rohling, der am Iddefjord vom Felsen getrennt, dann nach Oslo gebracht und auf diesen Hügel gehoben wurde. Im Inneren eines provisorischen Holzhauses übertrugen Steinmetze dreizehn Jahre lang ein lebensgroßes Gipsmodell auf den Stein. Deshalb steht die Säule ohne Nähte und angesetzte Teile: Alle Körper sind aus einem einzigen Block entstanden.

Am höchsten Punkt des Plateaus stehen sechsunddreißig Granitgruppen: Erwachsene halten Kinder, Männer und Frauen umarmen sich, streiten und stützen einander. Über ihnen erhebt sich eine siebzehn Meter hohe Säule aus einhunderteinundzwanzig ineinander verschlungenen Figuren. Vigeland trennte diese Teile bewusst. Die Gruppen unten zeigen erkennbare menschliche Beziehungen, während er die Säule für eine freie Deutung offenließ. Der Künstler weigerte sich, ihr eine einzige Erklärung zu geben; zu den möglichen Lesarten zählte er Auferstehung und das Streben nach oben.

Der Name der Säule ist wörtlich zu verstehen. Der Monolith ist aus einem einzigen Stein gehauen. Für diese Entscheidung ging Gustav Vigeland ein Risiko ein, noch bevor die Stadt den heutigen Standort endgültig genehmigt hatte. Im Jahr neunzehnhundertzweiundzwanzig wurde auf seine Initiative am Iddefjord ein Granitrohling vom Felsen getrennt. Der Bildhauer übernahm die finanzielle Verantwortung. Nach der groben Bearbeitung blieben etwa zweihundertsechsundsechzig Tonnen Granit übrig, die nach Oslo gebracht und auf den Hügel Tørtberg gehoben werden mussten – hierher, wo sich heute das Plateau befindet.

Städtische Beamte bezweifelten, dass dies überhaupt zu bewerkstelligen sei. In der Geschichte der Baufirma ist eine Episode über Håkon Eeg-Henriksen erhalten – einen Ingenieur, der für sein vier Jahre bestehendes Unternehmen einen großen Auftrag brauchte. An einem Nebentisch im Ingenieursclub hörte er ein Gespräch über den unhebbaren Stein und schlug vor, ihn nicht zu ziehen, sondern ihn mithilfe hydraulischer Hebeböcke Stück für Stück nach vorn zu kippen. Sein Angebot war das günstigste von zwölf, und Vigeland, der es leid war, auf eine Entscheidung über die Kosten zu warten, garantierte persönlich einen Teil der Summe.

Im Herbst neunzehnhundertsechsundzwanzig wurde der Rohling auf zwei Lastkähne geladen und über den Fjord nach Bestumkilen gebracht. Für den Landabschnitt baute Eeg-Henriksen einen Rahmen mit Hebeböcken. Die Arbeiter hoben ein Ende des Steins an, bewegten ihn auf den verlegten Schienen etwa anderthalb Meter weiter und verlegten dann die Schienen nach vorn. An einem guten Tag kamen sie etwa fünfzig Meter voran. Auf einem weichen Feld kam der Transport zum Stillstand; weitergehen konnte es erst, nachdem der Boden gefroren war. Am fünfzehnten August neunzehnhundertachtundzwanzig wurde der Block genau an dieser Stelle aufgerichtet.

Um ihn herum errichtete man sofort ein hohes Holzhaus mit Baugerüsten. Im Sommer neunzehnhundertneunundzwanzig begannen darin drei Steinmetze zu arbeiten: der Schwede Nils Jönsson, der Däne Carl Kjær und der Norweger Ivar Broe. Sie wurden eingestellt, um Figuren in den Granit zu übertragen, die Vigeland zuvor in natürlicher Größe aus Ton modelliert und in Gips gegossen hatte. Das Gipsmodell wurde neben den aufgerichteten Block gestellt. Mit einem verstellbaren Messgerät übertrugen die Steinmetze etwa eine Million Punkte davon und schlugen dann mit Hämmern und Meißeln den Stein dazwischen heraus. Diese Arbeit dauerte dreizehn Jahre.

Das Ergebnis war nicht die Vergrößerung einer kleinen Statuette, sondern die Wiedergabe eines lebensgroßen Modells in Granit: Die Körper entstehen aus eben jenem Block, den Eeg-Henriksen unversehrt hierher gebracht hatte. Deshalb gibt es zwischen den Figuren weder Verbindungsnähte noch einzeln befestigte Teile.

Im Sommer neunzehnhundertzweiundvierzig wurde die Bildhauerei vollendet. Im folgenden Jahr durfte die Öffentlichkeit zum ersten Mal in das Holzhaus, um die Säule aus der Nähe zu sehen. Gustav Vigeland starb am zwölften März desselben Jahres. Im Dezember neunzehnhundertvierundvierzig wurde das Bauwerk abgetragen, und der Monolith lag zum ersten Mal vollständig frei. Der Bildhauer sah das vollendete Werk unter einem Dach, aber nie so, wie es heute steht: über den runden Stufen, ohne Wände und Gerüste.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktRad des Lebens
Eintrittfrei zugänglich

Geöffnet 24/7; im Winter können die Treppen verschneit sein.

Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie einmal vollständig um die Säule herum und versuchen Sie nicht, alle Figuren von einer Seite aus zu lesen; die Oberfläche erschließt sich beim Gehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie hinter der Sonnenuhr weiter nach Westen, zur letzten Skulptur der Parklinie.

Stopp 5 von 7Weiter: Rad des Lebens

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Frognerpark: Vigeland-Anlage und seine Werkstatt“ — 7 Stopps, ~1,8 km, 2–3 Stunden.

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