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Porta Ticinese

Porta Ticinese

Hier wird sichtbar, wie ein einziger Stadteingang beim Wechsel der Herrschaft verschiedene Widmungen erhalten konnte.

10 Min.
Das neoklassizistische Tor Porta Ticinese in Mailand mit Bäumen im Herbstlaub
Erika Fumagalli · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Rosa Granit
  • Ionische Säulen
  • Dreieckige Giebel
  • Zollpavillons

Die Geschichte des Ortes

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Entlang einer Linie des Corso di Porta Ticinese stehen zwei gleichnamige Tore. Der mittelalterliche Bogen blieb näher bei San Lorenzo, hier verlief hingegen die spätere Grenze Mailands – die Linie der spanischen Bastionen. Der Name ging von einer Stadtmauer zur nächsten über: Ticinum nannten die Römer Pavia, und von hier begann die Straße zu dieser Stadt.

Im Sommer des Jahres eintausendachthundert marschierte die französische Armee auf dieser Straße in Mailand ein. Sie wurde von Napoleon Bonaparte geführt, dem Ersten Konsul und faktischen Oberhaupt Frankreichs. Die Österreicher hatten die Franzosen kurz zuvor aus Norditalien verdrängt; Napoleon überquerte die Alpen, besiegte sie bei Marengo und gewann Mailand nun zurück. Der heutige Granitbau existierte damals noch nicht.

Man beschloss, den Sieg hier zu verewigen. Dutzende Mailänder Immobilienbesitzer sammelten durch Subskription Geld für ein neues Tor und nannten es Porta Marengo. Unter den Geldgebern war Luigi Cagnola – ein wohlhabender Adliger, der Architektur als Liebhabertätigkeit ansah und nicht vom nächsten Honorar abhängig war. Er gewann den Wettbewerb und erhielt die Möglichkeit, den südlichen Eingang in ein Denkmal für Napoleon zu verwandeln.

Am sechzehnten Juni eintausendachthunderteins, fast am Jahrestag von Marengo, legte man den ersten Stein. Cagnola gab dem städtischen Kontrollpunkt das Aussehen eines antiken Prunkeingangs: rosa Granit aus Baveno, ionische Säulen, dreieckige Giebel und ein hohes Gewölbe über der Durchfahrt. Er wollte außerdem einen langen Straßenabschnitt vor dem Tor umgestalten, symmetrische Kolonnaden und Markthallen errichten. Das Geld der Subskribenten reichte nur für das Tor selbst und die Zollpavillons.

Diese kleinen Gebäude hinter den Säulen erklären die alltägliche Funktion des Bauwerks. Die Einnehmer der städtischen Steuer kontrollierten hier Waren, die auf Straßen und Kanälen aus dem Süden nach Mailand gebracht wurden. Das Tor wurde außerhalb der Befestigungslinie an einem Wasserkanal errichtet, damit Händler die Zollkontrolle nicht umgehen konnten.

Der Bau zog sich bis zum Jahr eintausendachthundertvierzehn hin. Bis dahin war Napoleon besiegt worden, das von ihm geschaffene Königreich Italien hatte aufgehört zu bestehen, und die österreichische Verwaltung war nach Mailand zurückgekehrt. Cagnola vollendete das Bauwerk bereits unter den früheren Herren der Stadt. Die Widmung „Napoleon dem Großen und Unbesiegten“ wurde entfernt, Porta Marengo wieder Porta Ticinese genannt, und auf dem Giebel brachte man andere Worte an.

Auf der dem Corso San Gottardo zugewandten Seite ist diese lateinische Inschrift erhalten. Sie widmet das Tor „dem Frieden – der Befreierin der Völker“. Vom Namen des Menschen, für den die Mailänder Immobilienbesitzer den gesamten Bau bezahlt hatten, ist auf dem Granit nichts geblieben.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktDarsena
Eintrittvon außen

Der offene Platz und die Außenansicht sind jederzeit zugänglich; dies ist eine Verkehrszone, betrachten Sie die Architektur daher von der Fußgängerseite aus.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie das Tor vom öffentlich zugänglichen Platz aus und achten Sie auf den Verkehr ringsum. Für das Verständnis dieser Station genügt die Außenansicht: Es ist nicht nötig, die Bauwerke zu betreten.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie unter dem Granitbogen hindurch und hinab zum großen Wasserbecken.

Stopp 3 von 6Weiter: Darsena

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Die südlichen Tore Mailands und die Navigli-Kanäle“ — 6 Stopps, etwa 2 km, etwa 2,5 Stunden.

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