Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fünf hölzerne Stockwerke
- Ziegeldächer
- Mittelpfosten
Die Geschichte des Ortes
Die Yasaka-Pagode ist das wichtigste erhaltene Bauwerk des buddhistischen Tempels Hokan-ji. Der Name ist älter als der heutige Turm: Bereits im Jahr achthundertsiebenunddreißig wurde hier ein Tempel namens Yasaka-dera erwähnt. Forschende bringen seine Gründung mit Yasaka no Miyatsuko in Verbindung, einer Sippe von Zuwanderern, die sich an diesem Hang niederließ. Die Tempelüberlieferung schreibt die erste Pagode Prinz Shōtoku und seinem prophetischen Traum zu; dies ist ausdrücklich eine Überlieferung. Funde alter Dachziegel bestätigen lediglich, dass der Tempel hier schon im siebten Jahrhundert stand.
Die Pagode lag fast genau zwischen zwei großen religiösen Gemeinschaften. Nördlich befand sich der Gion-Schrein, der heutige Yasaka-Schrein, südlich Kiyomizu-dera. An der Straße lebten Shashaku, Fuhrleute, die ihren Lebensunterhalt damit verdienten, Waren auf Wagen den steilen Kiyomizu-zaka hinaufzubringen.
Im Jahr eintausendeinhundertsiebenundfünfzig führte Kaiser Go-Shirakawa für wohlhabende städtische Haushalte den bajō-yaku ein, eine Abgabe für die jährliche Prozession des Gion-Schreins. Der Name bedeutete „Pferdedienst“, doch dabei ging es vor allem um Geld: Die bestimmten Stadtbewohner bezahlten einen Teil des Festes. Für die Gemeinschaft von Gion hing die Durchführung der Prozession davon ab, den Fuhrleuten nahm die Abgabe einen Teil ihres Verdienstes.
Am vierzehnten Mai eintausendeinhundertneunundsiebzig schlug der Streit über diese Pflicht in eine Auseinandersetzung um. Menschen des Gion-Schreins zogen zu Kiyomizu-dera; ihnen traten Tempelmönche und Fuhrleute vom Hang entgegen. Die Chronik benennt keinen einzigen Schuldigen: Beide Seiten steckten Gebäude in Brand. Tempelräume und Wohnhäuser brannten nieder, und die fünfstöckige Yasaka-Pagode wurde zu Asche.
Der Abt von Hokan-ji namens Shoa begann, sich um den Wiederaufbau zu bemühen. Er wandte sich an Minamoto no Yoritomo, den Anführer der östlichen Krieger, dem bald bevorstand, der erste Shogun von Kamakura zu werden. Zwölf Jahre nach dem Brand stellte Yoritomo Mittel bereit, und die Pagode wurde neu errichtet. So endete die Auseinandersetzung für die streitenden Gemeinschaften mit einem niedergebrannten Viertel, für Shoa dagegen mit einem neuen Schutzherrn und einem zurückgekehrten Turm.
Yoritomos Turm brannte im Jahr eintausendzweihunderteinundneunzig ab. Den nächsten zerstörte im Jahr eintausendvierhundertsechsunddreißig ein Brand. Die heutige hölzerne Pagode wurde im Jahr eintausendvierhundertvierzig auf Anordnung des Shoguns Ashikaga Yoshinori errichtet. Nach allen Bränden stellten die Menschen sie wieder an ihrem ursprünglichen Ort auf: Unter dem Mittelpfosten ist ein eingelassener Grundstein des ältesten Turms erhalten. Das oberirdische Holz stammt aus dem fünfzehnten Jahrhundert, doch den Standort für die Pagode bestimmten die Yasaka-Leute rund acht Jahrhunderte zuvor.
Praktisch vor Ort
Am besten von der Straße aus als städtischen Orientierungspunkt betrachten; der Zugang ins Innere und besondere Öffnungen sollten ohne gesonderte Überprüfung nicht als garantiert gelten.
Geprüft: 16. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Planen Sie die Besichtigung von der Straße aus ein: Der Zugang ins Innere ist nicht dauerhaft möglich. Blockieren Sie weder die Fahrbahn noch Hauseingänge, wenn Sie einen Punkt für den Gesamtblick wählen.
