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Ōtoyo-jinja

大豊神社

Zwei vergleichsweise neue Figuren zeigen, wie ein alter Schrein zu seinem heutigen Symbol kam.

15 Min.
Steinerne Maus und Laterne im Ōtoyo-jinja
josef knecht · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Steinerne Mäuse
  • Schriftrolle in den Pfoten der rechten Maus
  • Kugel in den Pfoten der linken Maus
  • Steinerne Sockel mit Datum

Die Geschichte des Ortes

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Am fünften Mai neunzehnhundertneunundsechzig stellten die Gemeindemitglieder von Ōtoyo vor einem kleinen Nebenschrein zwei steinerne Mäuse auf. Mit ihrer Spende erinnerten sie an die Erneuerung des Schrein­dachs, und die ungewöhnliche Gruppe hatte der Priester Kobayashi Tsuneyoshi erdacht. Er stammte aus einer Familie von Schreindienern: Sein Vater hatte Ōtoyo zuvor geleitet, und für Tsuneyoshi selbst war die Sorge für diesen Schrein ein Beruf.

Der Nebenschrein ist Ōkuninushi geweiht. Nach dem im Kojiki aufgezeichneten Mythos warb Ōkuninushi um Suseri-hime, die Tochter des Gottes Susanoo. Ihr Vater wollte den Freier nicht ohne Prüfungen akzeptieren. Einmal schoss er einen Pfeil in ein Feld, befahl Ōkuninushi, ihn zu holen, und zündete dann das Gras von allen Seiten an. Eine Maus zeigte dem Freier einen Hohlraum unter der Erde. Ōkuninushi fiel in das Versteck, wartete das Feuer ab, und die Mäuse brachten ihm den Pfeil. Die Prüfungen waren damit nicht beendet, doch Ōkuninushi überlebte, ging mit Suseri-hime fort und wurde Herrscher des irdischen Landes. Dies ist eine mythologische Erzählung, kein historisches Ereignis; aus ihr nahm Kobayashi die Mäuse für den Schrein des Ōkuninushi.

Er bewahrte die Anordnung eines gewöhnlichen Paars von Schreinwächtern: Eine Maus öffnet das Maul, die andere hält es geschlossen. Die rechte umfasst eine Schriftrolle, ein Zeichen des Wissens. Die linke umarmt eine Kugel mit Wasser, die man hier mit Leben, Fruchtbarkeit und Heilung verbindet. Darum bittet man bei diesem Paar um eine glückliche Ehe, Kinder, Gesundheit, Wohlstand und Erfolg beim Lernen.

Die Mäuse selbst stehen nicht beim Hauptschrein von Ōtoyo. In der Haupthalle verehrt man Sukunahikona, die Gottheit der Heilkunde. Nach der Überlieferung des Schreins erfüllte Fujiwara no Yoshiko, die ranghöchste Hofdame und Adoptivmutter von Uda, im Jahr achthundertsiebenundachtzig einen kaiserlichen Befehl und richtete für seine Genesung einen Gebetsschrein ein. Ursprünglich lag er höher am Hang des Tsubakigamine hinter den heutigen Gebäuden. Erst zu Beginn des elften Jahrhunderts verlegte man den Schrein auf diesen Platz. Aus jener Bitte um Gesundheit stammt die heutige Rolle der Haupthalle.

Kobayashis Entscheidung verschaffte dem Nebenschrein mehr Bekanntheit, als die Haupthalle erhielt. Im Jahr der Ratte werden die Mäuse für Zeitungen und das Fernsehen gefilmt, und Pilger kommen wegen des Tiers ihres Geburtsjahres. Im Jahr zweitausendacht stieg die Wartezeit auf bis zu zwei Stunden, und die Schlange reichte aus dem engen Hof bis zur Ōtoyo-Brücke. Im offiziellen Namen stehen neben dem Namen des alten Schreins heute die Worte „Schrein der Wächtermäuse“.

In die steinernen Sockel beider Figuren ist das Jahr neunzehnhundertneunundsechzig eingemeißelt. Die Gemeindemitglieder wollten die Erinnerung an das erneuerte Dach bewahren; sie hinterließen ein Paar, an dem die Menschen Ōtoyo heute erkennen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktPhilosophenweg
Eintrittvon außen

Freier Zugang, das Amulettbüro ist 9:00–17:00 geöffnet

Geprüft: 22. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Versetzen Sie keine Opfergaben und berühren Sie die Figuren nicht für ein Foto. Der Raum ist klein, geben Sie deshalb Betenden den Vortritt.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Kehren Sie zur Brücke zurück und gehen Sie zum Weg am Kanal hinunter.

Stopp 4 von 8Weiter: Philosophenweg

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Östliches Kyōto: vom Ginkaku-ji zum Nanzen-ji“ — 8 Stopps, ≈3,8 km, 3 Std..

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