Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Bemalte Buddhafiguren
- Stein mit einem Paar eingemeißelter Fußspuren
- Quadratische Vertiefung mit einer Mandala
Die Geschichte des Ortes
Hinter der quadratischen Vertiefung mit einer Mandala beginnen sofort die Steinstufen, die den Osthang des Swayambhunath zur Stupa hinaufführen. Die Treppe wurde im siebzehnten Jahrhundert auf Befehl von König Pratap Malla von Kathmandu angelegt und wurde zum wichtigsten Pilgerweg aus der Stadt. Die örtlichen Buddhisten nutzen sie noch immer. Unten, am Beginn des Aufstiegs, zeigen die ersten Reliefs bereits die Geburt Buddhas.
An der untersten Stufe stehen mehrere große bemalte Buddhafiguren, und am Weg liegt ein Stein mit einem Paar eingemeißelter Fußspuren. Daher kommt der örtliche Name Bhagwan Pau – „Fußspuren einer Gottheit“. Nach örtlicher Erklärung ließ man die steinernen Spuren unten für diejenigen zurück, denen der beschwerliche Aufstieg zur Stupa zu schwerfiel: Man konnte sich verbeugen, ohne den Hügel zu besteigen.
Den östlichen Aufstieg selbst ließ im siebzehnten Jahrhundert König Pratap Malla von Kathmandu anlegen. Er war Hindu, doch die Könige der Stadt waren auch für die großen buddhistischen Heiligtümer verantwortlich. Auf seinen Befehl legte man zum Swayambhunath eine lange Steintreppe an. So wurde der Osthang zum wichtigsten Pilgerweg aus der Stadt; auf diesem Weg steigen die örtlichen Buddhisten noch heute zur Stupa hinauf.
Vor einer der steinernen Buddhafiguren befindet sich eine quadratische Vertiefung mit einer Mandala. Die Familie der Buddhacharya, der erblichen Priester und Hüter des Swayambhunath, verbindet mit ihr eine eigene Überlieferung. Ihr Dienst wird innerhalb mehrerer Familienlinien weitergegeben: Die Familien übernehmen abwechselnd einen wöchentlichen Dienst, helfen Pilgern und vollziehen Rituale.
Die Überlieferung erzählt von einem Guruju, einem Tempelpriester, der kinderlos blieb und die Geburt eines Kindes herbeiführen wollte. Für einen Menschen aus einer erblichen Priesterfamilie ging es dabei auch um die Fortsetzung seiner Dienstlinie. Er vollzog Rituale, und der Überlieferung zufolge wurde ein Kind geboren. Daraufhin kam der Priester zur unteren Schwelle der Treppe, richtete hier eine Mandala ein und fütterte aus Dankbarkeit eine Kuh mit gekochtem Weizen.
Seine Handlung blieb kein persönliches Gelübde. Einmal im Jahr versammeln sich Mitglieder der Buddhacharya-Gemeinschaft bei dieser Vertiefung, kochen Weizen und füttern anschließend Kühe damit. Vertreter der gesamten Priesterfamilie müssen teilnehmen.
Ein Teil der örtlichen Newar nennt die Mandala Janmadwar – „Tor der Geburt“ – und versteht sie als Durchgang zum nächsten Dasein nach dem Tod. Das ist eine religiöse Deutung, keine gesicherte Geschichte des Steins. Daneben zeigen die ersten Reliefs der Treppe die Geburt Buddhas. Die steinernen Fußspuren und die quadratische Mandala bleiben unten; die Stufen von Pratap Malla beginnen unmittelbar dahinter.
Praktisch vor Ort
Äußerer Aufstieg; für die Treppe wurde kein eigener bestätigter Zeitplan gefunden. Prüfen Sie den Zugangspunkt vor Ort.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Räumen Sie Essen vor Beginn des Aufstiegs weg und nähern Sie sich Makaken nicht für ein Foto.
