Stopp 7 von 8

Kazuemachi

主計町茶屋街

Die dunkle Treppe zeigt, wie sich die abgeschlossene Welt der Teehäuser in gewöhnliche Stadtstraßen einfügte.

20 Min.
Eine schmale Straße in Kazuemachi mit Holzfassaden.
Daderot · CC0 1.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Die Kuragarizaka-Treppe
  • Holzfassaden
  • Der Asanogawa
  • Die Asanogawa Ōhashi

Die Geschichte des Ortes

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Kazuemachi bewahrte den Namen eines längst verschwundenen städtischen Landsitzes von Tomita Kazue Shigeie, einem ranghohen Vasallen der Maeda. Später versammelten sich im Viertel achtundvierzig Teehäuser, fast eines für jedes Gebäude. Am Asanogawa stehen noch Holzfassaden, hinter denen Wirtinnen Stammgäste in Betrieben empfingen, die Restaurants und Teehäuser genannt wurden. Die Frauen arbeiteten mit Geigi-Lizenzen, traten mit Musik, Tanz und Spielen auf, und das Einkommen der Wirtinnen hing von wiederkehrenden Kunden und deren Empfehlungen ab.

Eine Steintreppe zwischen den Häusern führt vom Kuboichi-Otsurugi-jinja hinab zum Teehausviertel am Asanogawa. Selbst tagsüber fällt hier kaum Sonne hin, deshalb nannte man den Durchgang Kuragarizaka – den Dunklen Hang. Sein Halbdunkel erwies sich als nützlich für Menschen, die unbemerkt vorbeigehen wollten.

Nach dem Fall des Shōgunats entstand bei der Brücke über den Asanogawa ein Teehausviertel. Der Ort wurde neben dem belebten Hokkoku-kaidō gewählt: Hier setzte man über den Fluss, hier kamen Boote mit Waren an, über die Brücke zogen Kaufleute und Reisende. Wohlhabende Händler wurden zu Stammgästen der örtlichen Geigi – Musikerinnen und Tänzerinnen. Damit Bekannte nicht sahen, zu welchem Haus sie gingen, mieden die Besucher die große Brücke, überquerten den Fluss weiter flussabwärts oder stiegen hier die dunkle Treppe hinab.

Kazuemachi hatte keinen offiziellen Status als Bordellviertel. Die Betriebe wurden Restaurants und Teehäuser genannt, und die Frauen erhielten Geigi-Lizenzen: Musik, Tanz und Spiele mit Gästen waren ihr Handwerk. Die Einnahmen brachten Stammgäste und deren Empfehlungen. Der geheime Weg erlaubte den Kaufleuten, ihre Besuche geheim zu halten, und den Wirtinnen, wohlhabende Kunden ohne offene Werbung zu empfangen. Gegen Ende der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts zählte man hier achtundvierzig Teehäuser; nahezu jedes Gebäude des Viertels diente als eines.

Der Name Kazuemachi entstand vor den Teehäusern. Kazue ist ein Männername: Zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts besaß Tomita Kazue Shigeie, ein ranghoher Vasall der Maeda, hier einen städtischen Landsitz. Später verschwand das Haus, doch der Name der Gegend bewahrte den ihres Besitzers. Die Kaufleute, die zu den Geigi hinabstiegen, kamen bereits in ein Viertel, das nach einem längst nicht mehr bestehenden Samurai-Landsitz benannt war.

Der Landsitz der Tomita und die achtundvierzig Teehäuser gibt es hier nicht mehr. Entlang des Flusses haben Restaurants und Cafés eröffnet, die man ohne Empfehlung betreten kann, während einige Teehäuser im Inneren des Viertels weiterhin vor allem bekannte Gäste empfangen. Dazwischen blieb der frühere Hintereingang erhalten – die schmale Treppe, über die Besucher zum Fluss hinabstiegen und dabei niemandem begegnen wollten, den sie kannten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktHigashi Chaya-gai und Shima
Eintrittvon außen

Die Straßen sind immer geöffnet; Teehäuser, Restaurants und Einrichtungen haben ihre eigenen Öffnungszeiten.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die meisten Häuser bleiben privat oder sind in Betrieb: Beobachten Sie von der Straße aus und schauen Sie nicht hinein. Seien Sie auf den steinernen Hängen nach Regen vorsichtig.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Überqueren Sie den Asanogawa und biegen Sie von der Uferpromenade in die Hauptstraße des Teehausviertels ein.

Stopp 7 von 8Weiter: Higashi Chaya-gai und Shima

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kanazawa des Kaga-han: Residenzen, Burg, Gärten und Teehausviertel“ — 8 Stopps, 5,2 km, 4–5 Stunden.

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