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Pagode Quan Âm

Chùa Quan Âm / Hội quán Ôn Lăng

Zeigt, wie ein Gemeinschaftshaus der Landsleute nach der Wahl der Gläubigen einen neuen städtischen Namen erhielt.

20 Min.
Eingangsbogen der Pagode Quan Âm mit roten Säulen und reichen Flachreliefs.
User:Yug · Public Domain; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Die Inschrift Ôn Lăng Hội Quán am Tor
  • Der Altar von Thiên Hậu
  • Die Statue von Quan Âm im Innenhof

Die Geschichte des Ortes

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Einst war dieser Tempel die gemeinsame Halle einer Landsmannschaft. Ihre Mitglieder vollzogen hier Rituale, besprachen die Angelegenheiten der Gemeinschaft und halfen den Ankommenden aus ihren Landkreisen. Die Händler führten ihre Geschäfte selbst, doch Krankheit, ein Rechtsstreit oder ein Unglück in der Familie führten sie zu ihren Landsleuten zurück. Am Eingang befindet sich der Altar von Thiên Hậu, weiter hinten im Innenhof steht eine fast zwei Meter hohe Statue von Quan Âm.

Einwanderer aus fünf Landkreisen von Quanzhou, einer Stadt in der chinesischen Provinz Fujian, errichteten diesen Komplex gemeinsam im achtzehnten Jahrhundert. Unter ihnen waren viele Händler. Sie verdienten ihren Lebensunterhalt fern von ihren Verwandten und brauchten in der neuen Stadt Menschen, die denselben Dialekt sprachen, dieselben Bräuche kannten und in Not helfen konnten. Die Landsleute nannten ihr gemeinsames Haus Ôn Lăng Hội Quán, nach einem alten Namen von Quanzhou. Deshalb verweist die Inschrift am Tor nicht auf eine Gottheit, sondern auf die Heimat der Gründer.

Sie versammelten sich hier, um gemeinsame Angelegenheiten zu regeln, Rituale zu vollziehen und Neuankömmlinge aus ihren Landkreisen zu unterstützen. Genau so wird die Bestimmung der Halle auf einer Steinstele aus dem Jahr eintausendachthundertneunundsechzig formuliert. Hinter den geschnitzten Fassaden wirkte die Landsmannschaft: Ein Mensch konnte selbstständig Handel treiben, doch bei Krankheit, einem Streit oder einem Unglück in der Familie konnte er auf die Seinen zählen. Der von ihnen errichtete Tempel festigte zugleich den Kreis gegenseitiger Verpflichtungen.

Als wichtigste Schutzpatronin wählten die Gründer Thiên Hậu, die vergöttlichte Seefahrerin Mazu. Die Bewohner von Fujian glaubten, dass sie jene beschützt, die zur See fahren und fern der Heimat ihren Lebensunterhalt verdienen. Für die Kaufleute, die aus dem Hafenort Quanzhou in den Süden Vietnams gelangt waren, war das eine treffende Wahl. Ihr Altar nimmt bis heute den vorderen Teil des Hauptheiligtums ein.

Später stellten die Landsleute im Innenhof eine fast zwei Meter hohe Statue von Quan Âm auf. So nennt man in Vietnam Avalokiteshvara, die Bodhisattva des Mitgefühls, die nach buddhistischer Lehre die Bitten der Leidenden hört und ihnen zu Hilfe kommt. Die Gläubigen widmeten ihr allmählich mehr Aufmerksamkeit als der ursprünglichen Schutzpatronin. Für den Komplex setzte sich der umgangssprachliche Name „Pagode Quan Âm“ durch, obwohl er offiziell Ôn Lăng Hội Quán blieb.

Beide Namen lassen sich an der Anlage der Höfe ablesen. Näher am Eingang sitzt Thiên Hậu, die von den eingewanderten Händlern gewählt wurde; weiter hinten steht Quan Âm, zu der bereits Menschen unterschiedlicher Herkunft zu kommen begannen. Am Tor ist der Name des fernen Quanzhou erhalten, doch die Stadt nennt den gesamten Komplex nach der Statue im hinteren Hof.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktPagode Thiên Hậu
Eintrittinnen

Aktuelle Quellen bestätigen die Adresse und den Denkmalstatus zuverlässig; die genauen Öffnungszeiten weichen in öffentlichen Verzeichnissen voneinander ab. Verwenden Sie für die Integration vorsichtig ein Besucherzeitfenster von 08:00–16:00 und bitten Sie Codex, es vor der Veröffentlichung erneut zu prüfen, geprüft am 2026-06-29.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

In dem aktiven Heiligtum gehen Sie an den Altären am Rand vorbei und stellen Sie sich nicht zwischen Betende und das Bildnis; den Garten können Sie besichtigen, ohne in das Ritual einzugreifen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie vom Tor zur breiten Straße hinunter und weiter zur nächsten Halle der Landsleute.

Stopp 3 von 6Weiter: Pagode Thiên Hậu

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Chợ Lớn: Märkte, Apothekenstraßen und Landsmannschaftstempel“ — 6 Stopps, etwa 2,4 km, 3 Std..

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