Stopp 7 von 8

Leuchtturm von Derbent

Дербентский маяк

Der Turm zeigt, wie die Beschwerden der Seeleute Ingenieure zwangen, das Stadtlicht neu zu berechnen.

14 Min.
Leuchtturm von Derbent über der Nördlichen Stadtmauer von Derbent
Bok · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Achteckiger Turm
  • Außentreppe
  • Laternenplattform
  • Bastion mit Strebepfeilern

Die Geschichte des Ortes

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Das weiße Leuchtfeuer wiederholte sich alle zwei Minuten und war aus vierzehn Seemeilen Entfernung zu erkennen. Stufenlinsen bündelten das Licht der Lampe und lenkten es aus einer Höhe von fast achtzehn Metern zum Horizont. An der Nördlichen Stadtmauer von Derbent sind seine steinernen Teile erhalten: eine alte Bastion mit Strebepfeilern, eine Außentreppe, ein achteckiger Turm und eine Laternenplattform. Der erste Turm an diesem Ort ist verschwunden, doch der Leuchtturm ist bis heute in Betrieb, obwohl sein Leuchtapparat verändert wurde.

Im Jahr achtzehnhundertfünfzig ordnete der Kaukasus-Statthalter Michail Woronzow an, in Derbent einen Leuchtturm zu errichten. Entlang des Westufers des Kaspischen Meeres verkehrten bereits Post- und Passagierdampfer, der Handel mit Persien wuchs, und die Kapitäne brauchten bei der Annäherung an den Hafen eine zuverlässige Orientierung. Die Dampfschiffe beförderten Menschen, Post und Waren; ein Irrtum bei der Bestimmung der Stadtlichter gefährdete das Schiff und alle Menschen an Bord.

Der Flottenkapitän Sawinitschew, dem das Projekt übertragen worden war, wählte den nordöstlichen Abschnitt der Festungsmauer. Eine alte Bastion bot ein fertiges steinernes Fundament auf einer Anhöhe, obwohl das Meer von hier etwa einen Kilometer entfernt war. Am ersten Mai achtzehnhundertdreiundfünfzig entzündete man das neue Licht für die gesamte Navigationssaison – von der Abenddämmerung bis zur Morgendämmerung.

Fünf Lampen leuchteten etwa zehn Seemeilen weit. Damit die Kapitäne den Leuchtturm nicht mit den Stadtlichtern und einem anderen Leuchtturm an der Küste verwechselten, installierte man etwa drei Komma fünf Meter unter der Hauptlaterne eine eigene Lampe. Ihr Licht wurde durch ein Fenster im Turm nur in Richtung Meer ausgestrahlt.

Die Berechnung erwies sich dennoch als misslungen. Die Seeleute beklagten sich über das schwache Licht. Häuser und die Festung standen höher als der erste Turm, deshalb dienten ihre Fenster bisweilen als auffälligere Orientierungspunkte als der eigens errichtete Leuchtturm. Sawinitschew gelang es, Derbent ein Signalleuchtfeuer zu geben, doch die Kapitäne mussten es inmitten der Stadt noch erraten.

Dreizehn Jahre später ersetzte der Leuchtturmdienst den früheren Turm durch einen steinernen, achteckigen und fast achtzehn Meter hohen Turm. Das Licht wurde höher gesetzt, und Handwerker installierten ein System aus Stufenlinsen, das das Licht der Lampe bündelte und zum Horizont lenkte. Das nun beständige weiße Licht blitzte alle zwei Minuten auf und war bereits auf vierzehn Seemeilen sichtbar. Die Kapitäne hatten nun ein Signal, das an seinem eigenen Rhythmus zu erkennen war.

Sawinitschews erster Turm ist nicht erhalten. Auf der Nördlichen Stadtmauer von Derbent steht sein steinerner Nachfolger: eine Bastion mit Strebepfeilern, eine Außentreppe, ein achteckiger Turm und eine Laternenplattform. Der Leuchtapparat wurde seitdem verändert, doch der Leuchtturm ist bis heute in Betrieb. Der weiße Turm auf altem Mauerwerk ist die Antwort auf die Beschwerden der Seeleute, denen das Stadtlicht einst auffälliger war als das Licht des Leuchtturms.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort14 Min.
Nächster PunktKaspisches Meer
Eintrittnur von außen

Besichtigung nur von der öffentlich zugänglichen Straße aus; kein touristischer Zugang zum Inneren.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Leuchtturm ist in Betrieb: Besichtigen Sie ihn von der öffentlich zugänglichen Straße aus, betreten Sie nicht das Dienstgelände und rechnen Sie nicht damit, ins Innere hinaufsteigen zu können.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie vom weißen Turm nach Osten, zum Meer.

Stopp 7 von 8Weiter: Kaspisches Meer

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Derbent: von der Zitadelle zum Kaspischen Meer“ — 8 Stopps, 4,0 km, 3 Std. 15 Min..

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