Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Gebogene Reste des rückwärtigen Walls
- Drei alte Geschütze
- Pavillon
- Skateanlage
Die Geschichte des Ortes
Am Ort des heutigen Parks stand eine große Küstenbefestigung mit Geschützstellungen, Kasematten, Munitionslagern und Räumen für die Bedienungsmannschaften. Sie wurde während des Krieges der Niederlande mit Großbritannien errichtet, als das Meer bis an die Vorderwand reichte; die Batterie sollte fremde Schiffe daran hindern, in die Tafelbucht einzulaufen und bei der Stadt Menschen an Land zu setzen. Den größten Teil der Befestigung riss man beim Bau der Eisenbahn zum Hafen ab, und den Park hob man auf das Niveau des ehemaligen Innenhofs an, wobei der gebogene Rest des rückwärtigen Walls erhalten blieb. Die drei alten Geschütze im Pavillon sind noch immer zum Kanal gerichtet, obwohl daneben eine Skateanlage und ein Basketballplatz angelegt wurden.
Am Morgen des siebten November eintausendsiebenhundertsiebenundneunzig zielten die Artilleristen an diesem Ort nicht auf eine feindliche Flotte. Die Geschütze der Amsterdam Battery wurden auf das britische Linienschiff HMS Tremendous und die benachbarten Kriegsschiffe gerichtet. In den Öfen wurden bereits Kanonenkugeln erhitzt: Traf eine solche Kugel einen hölzernen Schiffsrumpf, konnte sie einen Brand auslösen.
Die Batterie wurde während des Krieges der Niederlande mit Großbritannien errichtet. Die Direktoren der Niederländischen Ostindien-Kompanie ordneten an, die alte Küstenredoute durch eine riesige Befestigung zu ersetzen, und gaben ihr den Namen Amsterdam Battery. Als Batterie bezeichnete man eine Gruppe von Geschützen mitsamt ihren Stellungen, Munitionslagern und Räumen für die Bedienungsmannschaften. Damals reichte das Meer bis an die Vorderwand der Befestigung. Die Geschütze auf dem oberen Wall und in den Kasematten sollten feindliche Schiffe daran hindern, in der Tafelbucht zu ankern und bei der Stadt Menschen an Land zu setzen. Von dieser Funktion hat Battery Park seinen heutigen Namen.
Bis eintausendsiebenhundertsiebenundneunzig war die Kapkolonie von den Briten besetzt, und die Batterie deckte nun deren Schiffe. Die Schwadron befehligte Konteradmiral Thomas Pringle, der die Mannschaften während des Krieges mit Frankreich wieder zum Dienst bewegen musste. Die Matrosen lebten von ihrem Sold bei der Marine und den ausgegebenen Lebensmitteln. Sie beklagten schlechtes Brot, Verzögerungen bei den ihnen zustehenden Zahlungen und dass die Offiziere sich die besten Fleischstücke nahmen. Im Oktober verweigerten die Besatzungen mehrerer Schiffe den Gehorsam, schickten ihre unbeliebten Vorgesetzten an Land und wählten Delegierte für Verhandlungen. Pringle versprach, sich um die Lebensmittelversorgung zu kümmern, und gewährte den Beteiligten Amnestie. Die Matrosen kehrten zu ihren Pflichten zurück.
Ein Streitpunkt blieb offen. Der Kapitän der HMS Tremendous, George Hopewell Stephens, dem die Mannschaft grausame Behandlung und Pflichtvernachlässigung vorwarf, verlangte ein offizielles Verfahren, um seinen Namen reinzuwaschen. Das Kriegsgericht sprach ihn frei. Als der Matrose und gewählte Delegierte James Willis während des Verfahrens Einwände vorzubringen versuchte, verurteilten die Richter ihn zu einem Monat Gefängnis. Für die Besatzungen bedeutete dies, dass ihre Aussagen nichts geändert hatten. Die Matrosen der HMS Tremendous, der HMS Sceptre und mehrerer weiterer Schiffe erhoben sich erneut.
Nun weigerte sich Pringle zu verhandeln. Er ließ die Küstengeschütze auf die Schiffe richten und stellte ein Ultimatum: Innerhalb von zwei Stunden sollten die Delegierten ausgeliefert und der Dienst wieder aufgenommen werden, andernfalls würden die Batterien das Feuer eröffnen. Die Meuterer wussten, was auf dem Spiel stand. Das Militärgesetz bestrafte die Teilnahme an einer meuterischen Versammlung mit dem Tod. Zehn Minuten vor Ablauf der Frist ergab sich die Besatzung der HMS Tremendous; danach fügten sich die übrigen Schiffe. Die Amsterdam Battery gab keinen Schuss ab.
Die Delegierten wurden zur Festung gebracht und vor Gericht gestellt. Die Matrosen Philip James, Richard Foote und James Rees von der HMS Tremendous sowie Daniel Chapman von der HMS Sceptre wurden hingerichtet. Drei weitere wurden inhaftiert. Den freigesprochenen Kapitän Stephens berief man dennoch vom Schiff ab und schickte ihn nach England, und die HMS Tremendous erhielt einen neuen Kommandanten.
Den größten Teil der Batterie riss man im Jahr eintausendneunhundertfünf für die Eisenbahngleise zum Hafen ab. Bei der Anlage des Battery Park im Jahr zweitausendachtzehn bewahrten die Planer die gebogenen Reste des rückwärtigen Walls und hoben den Park auf das Niveau des früheren Innenhofs an. Heute geht man hier zur V&A Waterfront, fährt Skateboard und spielt Basketball, und die drei alten Geschütze im Pavillon sind noch immer zum Kanal gerichtet.
Praktisch vor Ort
Der Park ist täglich 9:00–18:00 geöffnet.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Schauen Sie nicht nur auf den Park, sondern auch unterhalb des Wegniveaus: Wichtige Teile der Befestigung lassen sich leicht für gewöhnliche Mauern halten. Bleiben Sie auf den zugänglichen Wegen und klettern Sie nicht auf das historische Mauerwerk.
