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Kloof Nek

Hier beginnt die Geschichte davon, wie die Einsattelung die Beobachtung des Meeres, die Verteidigung und die Straßen zur Stadt miteinander verband.

15 Min.
Blick auf den Tafelberg von der Kloof Nek Road, dem Ausgangsbereich des Pipe Track.
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Worauf achten

  • Die Einsattelung zwischen dem Tafelberg und Lion's Head
  • Zwei alte Kanonen
  • Straßen auf beiden Seiten des Passes

Die Geschichte des Ortes

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Kloof Nek ist nach seiner Geländeform benannt: „Kloof“ bedeutet Schlucht oder Gebirgspass, „Nek“ eine Einsattelung. Hier liegt eine niedrige Einsattelung zwischen dem Tafelberg und Lion's Head. Von hier führen Straßen zum Zentrum von Kapstadt, nach Camps Bay, zum Signal Hill und zu den Hängen des Tafelbergs. Die ersten von ihnen dienten Menschen, die das Meer beobachteten.

Im März eintausendsechshundertdreiundsiebzig erhielt der Gouverneur der Kapkolonie, Isbrand Goske, während des Krieges mit Frankreich den Auftrag, die niederländische Station zu befestigen. Er musste von der Annäherung von Schiffen erfahren, bevor man sie von der Festung an der Bucht aus bemerkte. Goske ließ auf dem Gipfel von Lion's Head einen Fahnenmast und zwei kleine bronzene Kanonen aufstellen.

Karren brachten Fässer mit Schießpulver, Flaggen, Proviant und ein Fernrohr bis zum Kloof Nek. Danach musste alles den steilen Hang hinaufgetragen werden. Auf der Einsattelung selbst errichtete man ein Haus für die Signalwächter, und der Pass wurde Vlagmanskloof genannt – „Schlucht der Signalwächter“.

Der Wachhabende brach von hier noch vor Tagesanbruch mit Wasser, Essen und frischem Schießpulver auf. An einem steilen Abschnitt zog er sich an einem am Gipfel befestigten Seil hoch, verbrachte den ganzen Tag oben und stieg vor Einbruch der Dunkelheit wieder hinab. Änderte sich das Wetter zu schnell, blieb der Signalwächter über Nacht auf dem Berg. In einem Gerichtsprotokoll aus dem Jahr eintausendsiebenhundertdreizehn bestätigte ein Matrose, der auf diesen Posten versetzt worden war: Er müsse von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang beim Signalhäuschen bleiben und dürfe nicht früher gehen. Später hielten jeweils zwei Männer acht Tage lang Wache. Sie erhielten Rationen und wurden wie erfahrene Seeleute bezahlt, die für die Versorgung von Schiffen verantwortlich waren.

Bemerkte der Signalwächter ein Segel, hisste er eine Flagge und gab einen Schuss ab: ein Schiff – ein Schuss. Sobald die Flagge eines Schiffes erkennbar wurde, hisste man oben dieselbe Flagge. In der Festung konnte man rechtzeitig entscheiden, ob die Artillerie für ein Gefecht oder einen Ehrensalut vorbereitet werden sollte; Händler und Bauern aus der Umgebung brachten Vorräte zum Anlegeplatz, und ein Arzt machte sich auf, um die Ankommenden auf ansteckende Krankheiten zu untersuchen.

Das Signal hatte noch eine weitere Aufgabe. Niederländische Kapitäne erhielten in versiegelten Befehlen eine Beschreibung einer besonderen Flagge, die regelmäßig geändert wurde. Den Umschlag durfte man erst am Kap öffnen. Die richtige Flagge bedeutete, dass die Kapstation weiterhin zur Niederländischen Ostindien-Kompanie gehörte. Stimmte der Code nicht überein, musste der Kapitän sie als erobert betrachten und ein Schiff mit wertvoller asiatischer Fracht nicht in die Bucht führen.

Aus demselben Grund überwachte das Militär auch die Straße über die Einsattelung. Ein in Camps Bay gelandeter Gegner konnte von hier aus die Stadt von hinten erreichen. Im Jahr eintausendsiebenhundertzweiundachtzig errichtete man auf der Meerseite des Kloof Nek eine Erdbatterie für mehrere Geschütze und quartierte deren Soldaten in eben jenem Signalhäuschen ein. Zwei alte Kanonen auf der Seite von Camps Bay erinnern an diese Verteidigung. Man fand sie in der Schlucht und brachte sie im Jahr eintausendneunhundertachtundneunzig an den Hang zurück.

Die Signalwächter versahen auch nach Goskes Weggang weiter ihren Dienst. Im Januar eintausendachthundertsechs sahen ihre Nachfolger fast sechzig britische Kriegs- und Transportschiffe. Die Signalschüsse alarmierten die Garnison, doch wenige Tage später siegten die Briten bei Blaauwberg und besetzten die Kolonie.

Dann machte der regelmäßige See-Postdienst den alten Posten auf Lion's Head überflüssig. Im Jahr eintausendachthunderteinundzwanzig verlegte man die Signalstation auf den leichter zugänglichen Lion's Rump, der seinen heutigen Namen Signal Hill erhielt. Das Häuschen am Kloof Nek diente noch als Unterkunft für Sträflinge und als Gasthaus am Straßenrand, verschwand jedoch in den achtzehnhundertsiebziger Jahren. An seiner Stelle blieb eine Straßenkreuzung zurück, und an den Seiten der Einsattelung die Straße, zwei zurückgebrachte Kanonen und die Hänge, über die die Signalwächter Schießpulver zum Gipfel trugen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktCity Bowl: Stadt in einer steinernen Schale
Eintrittvon außen

Offener Ausgangspunkt an der Straße; am besten bei Tageslicht und stabilem Wetter gehen.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Pipe Track: der Arbeitsabhang des Tafelbergs“ — 7 Stopps, etwa 2,8 km, 3–4 Stunden.

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