Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Grund der City Bowl
- Tafelbucht
- Robben Island
- Hänge rund um die Stadtschale
Die Geschichte des Ortes
Die Hänge des Tafelbergs, des Devil's Peak, von Lion's Head und des Signal Hill laufen um die städtische Niederung zusammen; von der vierten Seite öffnet sie sich zur Tafelbucht. Diese natürliche Schale wurde von Bächen gespeist, die das ganze Jahr über die Hänge hinabflossen, und das Süßwasser der Camissa floss von hier zum Meer. Als das Flussufer unter die Kontrolle der Kompanie kam, leitete man das Wasser durch offene Kanäle zu den Gemüsegärten und Schiffen, und entlang dieser Kanäle entstanden die ersten Straßen der Stadt. Mit der Zeit wurden die verschmutzten Kanäle überwölbt, und die Camissa floss weiter unter dem Zentrum von Kapstadt.
Am Grund der City Bowl war ein Hafen schon in Betrieb, bevor es die Festung, den Kai und die Straßen der Stadt gab. Eingerichtet hatten ihn die Leute von Autshumao – dem Anführer der Goringhaicona, einer der Khoikhoi-Gemeinschaften der Tafelbucht, und einem Vermittler im Handel mit europäischen Schiffen. Seine Gemeinschaft versorgte Seeleute mit Süßwasser und Fleisch und übermittelte Briefe zwischen Schiffen und Viehzüchtern im Binnenland. Die Vermittlung machte Autshumao zu einem reichen Mann und bestimmte seine Stellung unter den Nachbarn.
Für diese Arbeit musste er den Ozean überqueren. Im Jahr eintausendsechshundertdreißig brachten die Engländer Autshumao nach Bantam, einen Hafen auf der Insel Java im heutigen Indonesien. Er kehrte mit Kenntnissen der englischen Sprache zurück, richtete auf Robben Island einen Umschlagplatz ein und verlagerte den Handel dann auf das Festland, zur Mündung der Camissa. So nannten die Khoikhoi das Süßwasser, das vom Tafelberg zur Bucht floss.
Gerade das Wasser erklärt, warum die Stadt hier entstand. City Bowl bedeutet „Stadtschale“: Tafelberg, Devil's Peak, Lion's Head und Signal Hill umgeben sie von drei Seiten, die vierte ist der Tafelbucht zugewandt. An den Hängen flossen das ganze Jahr über Bäche. Schiffe auf dem Weg zwischen Europa und Asien erhielten an einem Ort einen geschützten Liegeplatz, Trinkwasser und Lebensmittel.
Im Jahr eintausendsechshundertzweiundfünfzig errichtete Jan van Riebeeck, Kommandeur der Niederländischen Ostindien-Kompanie, an der Camissa ein Fort und eine Versorgungsstation. Autshumao wurde sein Dolmetscher beim Kauf von Vieh. Doch die Kompanie strebte einen direkten Handel mit großen Viehzüchtergemeinschaften an, unter Umgehung des Vermittlers. Bereits im November desselben Jahres schrieb van Riebeeck auf: Falls Autshumao dies behindere, könne man seine Familie und die übrigen „Wasserleute“ auf Robben Island locken und dort zurücklassen.
Im Juli eintausendsechshundertachtundfünfzig wurde Autshumao mit zwei Begleitern gewaltsam auf die Insel gebracht. Dort beschaffte er sich seine Nahrung selbst; Tabak erhielt er, wenn er sich bereit erklärte, Vieh zu hüten. Wenn die Niederländer wieder einen Dolmetscher brauchten, brachten sie Autshumao heimlich aufs Festland und schickten ihn anschließend zurück. Ende November eintausendsechshundertneunundfünfzig stahlen Autshumao und ein Gefährte ein Inselboot und fuhren damit über die Bucht davon. Man hielt sie für ertrunken. Später schickte Autshumao dem Fort die Bitte, sich in der Nähe niederlassen zu dürfen, und im Jahr eintausendsechshundertsechzig dolmetschte er wieder bei Verhandlungen mit den Khoikhoi. Drei Jahre später starb er.
Nach der Übernahme des Flussufers leiteten die Angestellten der Kompanie Wasser durch offene Kanäle zu den Gemüsegärten und Schiffen. Diese Kanäle gaben die Richtung der ersten Straßen vor; die Achse der heutigen Adderley Street setzt die Linie der alten Wasserleitung fort. Später überwölbten die Stadtbewohner die verschmutzten Kanäle und bauten über ihnen das Zentrum von Kapstadt. Die Camissa fließt weiterhin vom Tafelberg zur Bucht – nun unter den Straßen am Grund der City Bowl.
Praktisch vor Ort
Offener Bergpfad; ohne Schatten und mit ständigem Fußgängerverkehr.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Gehen Sie für ein Foto nicht bis an den Rand und bleiben Sie nicht mitten im engen Durchgang stehen; wählen Sie für den Ausblick besser einen Punkt mit festem Untergrund.
