Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Zweigeschossige Handelsreihen
- Gebäude „A“ und „B“
- Breite Durchfahrten zwischen den Reihen
- Ununterbrochene Handelsstraßen
Die Geschichte des Ortes
Der Handel hier beschränkt sich nicht auf einen überdachten Platz: Er zieht sich durch ununterbrochene Straßen, an denen Reihe um Reihe zweigeschossige Gebäude stehen. Der offizielle Gukje-Markt ist in sechs Bereiche gegliedert, und die Gebäude A und B bilden seine Hauptbebauung. Zwischen den Reihen ließ man breite Durchfahrten; dahinter setzen die Schilder der benachbarten Märkte Sinchang-Markt, Changseon-Markt und Bupyeong-Markt dasselbe Handelslabyrinth fort, sodass sich die Grenze des eigentlichen Gukje-Markts beinahe auflöst.
In den letzten Monaten der japanischen Herrschaft gab es an der Stelle des Marktes keine Handelsreihen. Das Militär ordnete an, die Holzhäuser hier abzureißen: Leere Streifen entlang der Straßen sollten das Feuer aufhalten, falls die amerikanische Luftwaffe das Zentrum von Busan bombardieren würde. Zu einem Luftangriff auf dieses Viertel kam es nicht, doch das geräumte Land blieb bestehen.
Nach der Kapitulation Japans kehrten Koreaner nach Busan zurück, die zuvor jenseits des Meeres gelebt hatten. Viele kamen ohne Arbeit und Unterkunft. Auf dem brachliegenden Gelände breiteten sie Waren aus, die von den fortziehenden Japanern zurückgelassen worden waren, sowie Dinge aus japanischen Fabriken, die geschlossen wurden. Große Partien verkauften sie vollständig und unsortiert; wegen dieses Handels nannte man den Ort Dottegi-Markt.
Im Mai neunzehnhundertsechsundvierzig gründeten die Händler eine selbstverwaltete Genossenschaft. Sie brauchten einen festen Markt, auf dem ein Verkaufsstand nicht nach einer weiteren Anordnung oder Straßenräumung verlorengehen konnte. Zwei Jahre später errichteten sie zwölf Holzpavillons mit eintausendzweihundert Läden und nannten sie Jayu-Markt. Im Mai neunzehnhundertfünfzig setzte sich der heutige Name Gukje-Markt durch, also Internationaler Markt. Er beschrieb die Herkunft der Waren: Neben koreanischen Dingen wurden amerikanische und japanische verkauft.
Der Koreakrieg vergrößerte die Zahl der Verkäufer um ein Vielfaches. Flüchtlinge wandten sich dem Handel zu, weil man für einen Verkaufsstand weder eine Fabrik noch Land noch frühere Beziehungen brauchte. Bis Februar neunzehnhundertzweiundfünfzig gab es hier rund eintausendeinhundertfünfzig feste Läden und mehr als zweitausend illegale Verkaufsstände. Unter den Straßenhändlern und Hausierern waren fast alle Flüchtlinge. Durch ihre Hände gelangten amerikanisches Armeeeigentum, Hilfslieferungen und über den Hafen eingeführte Waren weiter ins Land.
Am Abend des dreißigsten Januar neunzehnhundertdreiundfünfzig wurde in einem Gasthaus in der Sinchang-dong-Straße eine Kerosinlampe umgestoßen. Das Feuer zerstörte den Markt und die benachbarten Viertel: Rund eintausendsechshundert Bauwerke brannten ab, achttausendfünfhundertachtzehn Menschen wurden als Brandgeschädigte registriert. Zusammen mit den Verkaufsständen verloren die Händler ihre Waren, die sie oft mit geliehenem Geld gekauft hatten.
Achtundvierzig Leiter der Marktgenossenschaft und Großhändler gründeten ein Wiederaufbaukomitee. Den Bau bezahlten sie selbst. Menschen, denen das Feuer bereits ihren Warenvorrat genommen hatte, nahmen hoch verzinste Kredite auf und verkauften Haushaltsgegenstände, um einen neuen Platz zu erhalten. Bis zum siebzehnten Juli war der Markt wieder aufgebaut, die Durchfahrten waren verbreitert, und die Handelsreihen wurden erstmals zweigeschossig angelegt.
Die zwölf Holzpavillons des Jayu-Markts gibt es hier nicht mehr: Sie verbrannten bei jenem Feuer. Offiziell besteht der heutige Gukje-Markt aus sechs Handelsbereichen mit den zweigeschossigen Gebäuden „A“ und „B“. Im alltäglichen Sprachgebrauch nennt man mit demselben Namen auch die benachbarten Märkte Sinchang-Markt, Changseon-Markt und Bupyeong-Markt; deshalb ist die Grenze des Gukje-Markts zwischen den ununterbrochenen Handelsstraßen fast unmöglich zu erkennen.
Praktisch vor Ort
Gewöhnlich 09:00–20:00, je nach Geschäft unterschiedlich; das Portal „Visit Korea“ nennt den ersten und dritten Sonntag des Monats als Ruhetage.
Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Stören Sie den Handel nicht und fragen Sie, bevor Sie Menschen oder Waren aus nächster Nähe fotografieren. Für die Erzählung genügt es, durch die öffentlich zugänglichen Reihen zu gehen.
