Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Handabdrücke
- Kinofassaden
- Name „BIFF Square“
- Verkaufsstände auf der Straße
Die Geschichte des Ortes
Der BIFF Square ist eine Straße zwischen den ehemaligen kommerziellen Kinos. Im Jahr neunzehnhundertvierundneunzig versuchte der Busaner Filmkritiker Kim Ji-seok, Geld für ein internationales Filmfestival zu sammeln. Gemeinsam mit dem Filmdozenten Jeon Yang-jun und dem Filmkritiker Lee Yong-kwan wollte er dem koreanischen Publikum Filme zeigen, die kaum in den regulären Verleih gelangten, und asiatischen Regisseuren Begegnungen mit ausländischen Kollegen und Verleihern ermöglichen. Alle drei lebten von Lehrtätigkeit und Kritik; Erfahrung in der Leitung eines großen Festivals hatten sie nicht. Geld fanden sie damals nicht.
Ein Jahr später schlugen die Leiter des Paradise Hotel Busan vor, auf die Idee zurückzukommen. Bald zeigte sich, dass die beiden Seiten sich unterschiedliche Veranstaltungen vorstellten. Die Hoteleigentümer erwarteten eine Preisverleihung nach dem Vorbild der Amerikanischen Filmakademie, während die Organisatoren ein nichtkommerzielles Festival des asiatischen Autorenkinos ohne Wettbewerb um den Hauptpreis vorbereiteten. Das Hotel zog seine Unterstützung zurück.
Daraufhin holten Kim Ji-seok und seine Mitstreiter Kim Dong-ho hinzu – einen ehemaligen Kulturbeamten und Leiter der Korean Motion Picture Promotion Corporation. Nach dreißig Jahren im Staatsdienst war er bereits im Ruhestand; im Alter von neunundfünfzig Jahren bot man ihm an, mit einer Veranstaltung, die nach der ersten Ausgabe enden konnte, eine zweite Karriere zu beginnen. Kim sagte zu, erwirkte die Beteiligung der Stadt und reiste nach Cannes, um Gäste einzuladen. Bei einem Essen versammelte er fünfzehn Vertreter europäischer und nordamerikanischer Festivals und überzeugte sie, nach Busan zu kommen.
Die Stadt stellte zweihundert Millionen Won bereit, obwohl für den Gesamtetat beinahe das Zehnfache erforderlich war. Kim Dong-ho suchte nach den übrigen Mitteln, während seine jungen Kollegen Filme auswählten, Untertitel bestellten und gewöhnliche kommerzielle Säle anmieteten. Das Festival hatte kein eigenes Gebäude. Deshalb brauchte man Nampo-dong: Kinos standen hier seit der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts dicht nebeneinander, und in den sechziger Jahren gab es ungefähr zwanzig von ihnen. Für das erste Festival konnte man fünf Kinos mit sieben Sälen gewinnen. Die Straße zwischen ihnen wurde zum gemeinsamen Foyer, zur Kasse und zum Treffpunkt.
Bis September neunzehnhundertsechsundneunzig wurde sie umgestaltet und erhielt nach der früheren Abkürzung des Pusan International Film Festival (PIFF) den Namen PIFF Square. Die feierliche Eröffnung fand am Suyeongman Yachting Center statt, doch das tägliche Leben des Festivals begann hier, zwischen den Kinos von Nampo-dong.
Die Organisatoren hofften, fünfzigtausend Zuschauer zu gewinnen. Schon am ersten Tag der allgemeinen Vorführungen füllten die Menschen die Säle und die Straße. Vor dem im Bau befindlichen Daeyoung Cinema stellte man Tische und Sessel zum Ausruhen auf, doch bei Begegnungen mit Regisseuren und Schauspielern mussten sie wegen des Andrangs des Publikums weggeräumt werden. Das Ticketsystem war überfordert. In neun Tagen kamen einhundertvierundachtzigtausendeinundsiebzig Menschen zu den Festivalvorführungen – mehr als dreimal so viele wie in der kühnsten Berechnung. Die ausländischen Gäste sahen, dass die Hauptwarteschlange aus jungen Zuschauern bestand, und in den ersten internationalen Reaktionen auf Busan war von einem ungewöhnlich jungen Festival die Rede. Die Organisatoren hatten nun Grund, eine zweite Ausgabe vorzubereiten.
Seit neunzehnhundertachtundneunzig hinterlassen Filmschaffende hier ihre Handabdrücke. Später begann man die englische Schreibweise der Stadt mit dem Buchstaben „B“ statt mit „P“, und aus dem PIFF Square wurde der BIFF Square. Die wichtigsten Vorführungen und Begegnungen zogen mit der Zeit nach Haeundae um, und im Jahr zweitausendelf erhielt das Festival ein eigenes Busan Cinema Center. Den größten Teil des Jahres wird diese Straße von Geschäften und Verkaufsständen eingenommen; vor dem Festival errichtet man hier wieder eine Bühne und veranstaltet den Eröffnungsabend sowie öffentliche Vorführungen. Vor den ehemaligen kommerziellen Kinos blieben die Bezeichnung BIFF und die Handabdrücke der Filmschaffenden – auf genau jener Straße, auf der das Ticketsystem des ersten Festivals der Zahl der Zuschauer nicht standhielt.
Praktisch vor Ort
Der offene Straßenbereich ist das ganze Jahr über zugänglich; die Öffnungszeiten von Geschäften, Kinos und Essensständen unterscheiden sich je nach Standort.
Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Achten Sie auf den Boden, bleiben Sie aber nicht mitten im Strom stehen. Die Straßenstände und der Lärm sind Teil dieses Ortes und kein Hindernis für seine Geschichte.
