Schau dich zuerst um
Worauf achten
- 40-Stufen-Treppe
- Bronzefigur eines Trägers
- Bronzefigur einer Mutter mit Kind
- Bronzefigur eines Akkordeonspielers
Die Geschichte des Ortes
Die bronzenen Figuren eines Trägers, einer Mutter mit Kind und eines Akkordeonspielers stehen an dem Aufstieg, der einst der kürzeste Weg vom alten Bahnhof und der internationalen Anlegestelle nach Donggwang-dong am Hang war. Die Treppe wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts angelegt und hatte tatsächlich vierzig Stufen. Nach dem Brand im Bahnhofsviertel wurde sie etwa fünfundzwanzig Meter weiter südlich neu errichtet; der tatsächliche Ort des alten Aufstiegs liegt daher in der Nähe, aber nicht unter Ihren Füßen. Die Figuren kamen viel später hinzu, als dieser Durchgang in eine Erinnerungsstraße verwandelt wurde.
An dieser Treppe verabredeten sich Menschen, die in Busan weder eine Adresse hatten noch sicher sein konnten, dass ihre Angehörigen die Stadt überhaupt erreicht hatten. Während des Koreakriegs strömten Flüchtlinge aus ganz Korea hierher. Familien verloren einander unterwegs und verabredeten: Wenn wir in Busan ankommen, treffen wir uns an der 40-Stufen-Treppe. Manche hielten sich monatelang in der Nähe auf, aus Angst, diejenigen zu verpassen, auf die sie warteten.
Die Treppe wurde offenbar zwischen neunzehnhundertneun und neunzehnhundertzwölf angelegt. Sie hatte genau vierzig Stufen. Sie verband den alten Bahnhof Busan und die internationale Anlegestelle mit Donggwang-dong am Hang. In Friedenszeiten war sie eine bequeme Abkürzung. Der Krieg machte sie zu einem Nadelöhr zwischen zwei Teilen der Flüchtlingsstadt.
Oben, in Donggwang-dong, Yeongju-dong und Bosu-dong, errichteten mehr als hunderttausend Neuankömmlinge Baracken aus Brettern und Wellblech. Unten befanden sich der Hafen, der Bahnhof und Lagerhäuser. Morgens stiegen die Menschen hierher hinab, um sich als Träger oder Tagelöhner anwerben zu lassen, Kaugummi zu verkaufen oder Dinge, die sie als humanitäre Hilfe erhalten hatten. Am Fuß der Treppe entstand ein Markt: Der Erlös reichte, um Lebensmittel zu kaufen und in die Baracke oben zurückzukehren. Auf den Stufen stellten Träger die schweren Holzgestelle ab, mit denen sie Lasten auf dem Rücken hielten, ruhten sich aus und gingen wieder zu den Anlegestellen.
Dieser ständige Strom machte die Treppe zu einem geeigneten Ort für die Suche. Den Namen kannten Hafenarbeiter, Händler und Bewohner der umliegenden Hänge; er ließ sich über einen zufälligen Mitreisenden weitergeben. Hier trafen sich tatsächlich Familien, die bei der Evakuierung getrennt worden waren. Viele von denen, die nach dem Waffenstillstand nicht nach Hause zurückkehren konnten, blieben in Busan: Zwei Jahre nach dem Krieg erreichte die Einwohnerzahl der Stadt eine Million.
Die alten Stufen blieben nicht lange an ihrem ursprünglichen Ort. Nach dem großen Brand am Bahnhof Busan im Jahr neunzehnhundertdreiundfünfzig wurde das Viertel neu aufgebaut, und die Treppe wurde etwa fünfundzwanzig Meter weiter südlich wiederhergestellt. Die heutigen Bronzefiguren eines Trägers, einer Mutter mit Kind und eines Akkordeonspielers kamen noch später hinzu, als hier im Jahr zweitausendvier eine Themenstraße angelegt wurde. Die Baracken, der Markt und der alte Bahnhof vor ihnen sind nicht mehr da; die ursprüngliche Treppe lag etwa fünfundzwanzig Meter von hier entfernt.
Praktisch vor Ort
Die Treppe selbst und die Themenstraße sind jederzeit zugänglich; die Forty Stairs Culture Hall ist Di–So geöffnet, werktags 10:00–18:00, Sa–So 10:00–17:00, Mo und an Feiertagen geschlossen.
Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bleiben Sie am Rand stehen und lassen Sie die Stufen für Passanten frei. Alle wichtigen Details sind von der Straße aus zu sehen.
