Viertel

Kasbah von Marrakesch: Paläste und Macht

Von Bab Agnaou durch die Kasbah von Marrakesch und den Mellah zum Bahia-Palast

2,5–3 Stundenetwa 2,8 km7 Stopps
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Generiertes Titelbild der Route „Kasbah und Paläste: Der Süden der Medina von Marrakesch an der Macht“

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Gesamte Strecke

Routenkarte

7 Stopps
Karte des Spaziergangs „Kasbah von Marrakesch: Paläste und Macht“
© OpenStreetMap contributors
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Über diese Route

Sie betreten die südliche Kasbah von Marrakesch durch Bab Agnaou und gehen von der Moulay-al-Yazid-Moschee zu den Saadier-Gräbern, dann durch den bis auf seine Lehmmauern abgetragenen El-Badi-Palast und über den Place des Ferblantiers (Qzadria) in den Mellah. Den Abschluss bildet der Bahia-Palast, der Palast eines Großwesirs.

Der Weg wechselt ständig den Maßstab: ein enger Durchgang, ein Platz vor der Moschee, verschlossene Grabstätten, ein riesiger leerer Hof, Werkstätten und Wohnwege. Was konnte eine Inschrift über einen sicheren Eingang in eine Drohung verwandeln? Wozu brauchte ein Palast Zucker und italienischen Marmor? Warum wurde ein zufälliger Tourist in einer aktiven Synagoge gebraucht? Die Antworten bleiben in den Erzählungen.

Der Ton bleibt ruhig und dokumentarisch. Eine Überlieferung bleibt eine Überlieferung, und ein erhaltenes Objekt beweist nur das, was es tatsächlich beweisen kann.

Nach dem Spaziergang können Sie erklären, warum Macht in Marrakesch am deutlichsten an dem sichtbar wird, was sich nicht mitnehmen ließ: an Toren, Lehmmauern, Becken und bemalten Decken.

Warum diese Reihenfolge

Bab Agnaou steht am Anfang: Durch dieses Tor betreten Sie die Kasbah von Marrakesch auf demselben öffentlichen Weg, für den es gebaut wurde. Gleich dahinter zeigt die Moulay-al-Yazid-Moschee, wo die Palastmacht religiöse Anerkennung erhielt; die an ihre Südwand anschließenden Saadier-Gräber führen das Thema mit dynastischen Bestattungen fort. Ein kurzer Weg nach Osten bringt Sie zum El-Badi-Palast, dem Palast derselben Dynastie: Nach dem Mausoleum wird dort das materielle Ergebnis ihres Sieges und der späteren Plünderung sichtbar. Der Ausgang des El-Badi-Palasts führt direkt zum Place des Ferblantiers (Qzadria): Die aus dem Palast hinausgetragenen Reichtümer weichen Metall, dem Handwerker wieder Wert verliehen. Der Platz liegt am Eingang zum Mellah, daher führt der nächste Schritt vom Namen eines Handwerks zu der Gemeinschaft, die es trug, und zur Lazama-Synagoge. Aus den Wohnwegen des Mellah führt der Weg zum benachbarten Bahia-Palast: Der Abschluss bringt die Route von Gemeinschaften und Werkstätten zurück in einen Palast, nun aber in Räume, die nach dem Tod ihres Besitzers leer standen.

Geeignet für

Für alle, die Geschichte der Macht anhand konkreter Orte und Handlungen entdecken möchten Für alle, die sich für Paläste nach dem Verschwinden ihrer Besitzer interessieren Für alle, die Kasbah von Marrakesch, Mellah und Handwerkerviertel in einem Spaziergang verbinden möchten

Bitte beachten

Für alle, die nur einen leichten Spaziergang durch die Märkte suchen Für alle, die nicht mehrere große Denkmäler hintereinander besuchen möchten Für alle, die Architektur ohne Erzählungen von Hinrichtungen, Umstürzen und Beschlagnahmungen bevorzugen

Vor dem Spaziergang

Am besten starten Sie in der ersten Tageshälfte und prüfen vorab die Besuchsbedingungen für die Saadier-Gräber, den El-Badi-Palast, den Bahia-Palast und die Lazama-Synagoge: Der Zugang zu diesen Orten kann sich ändern, und die Synagoge bleibt ein religiöser Raum, kein gewöhnlicher Museumssaal. Die Moulay-al-Yazid-Moschee betrachtet die Route vom Platz aus; wenn Sie kein Muslim sind, rechnen Sie nicht damit, sie betreten zu können. Nehmen Sie Wasser und Sonnenschutz mit: Der offene Hof des El-Badi-Palasts und die Wege zwischen den Stationen bieten wenig Schatten. Wählen Sie für Moschee, Gräber und Synagoge ruhige, bedeckende Kleidung, stören Sie das Gebet nicht und fragen Sie um Erlaubnis, bevor Sie Menschen, Bedienstete oder Heiligtümer fotografieren. Planen Sie zusätzliche Zeit für Eintritte und enge Durchgänge ein.

Wann losgehen

2,5–3 Stunden mit Eintritt in drei kostenpflichtige Denkmäler; etwa 1,5 Stunden, wenn Sie nur von außen schauen.

Plan B

Wenn Sie nicht in die Gräber gelangen, behalten Sie die Station am Eingang bei: Die Geschichte von Mauer, Schlüsseln und der Rückkehr des Komplexes in das Gedächtnis der Stadt verbindet die Moschee weiterhin mit dem El-Badi-Palast. Ist der El-Badi-Palast geschlossen, betrachten Sie seine Außenmauern und versuchen Sie nicht, seinen Maßstab durch ein beliebiges Palastinterieur zu ersetzen. Ist die Lazama-Synagoge nicht zugänglich, gehen Sie durch den Mellah und achten auf die Enge der Straßen und die geschlossenen Fassaden, ohne das Viertel als vollständig erhaltene Welt der Vergangenheit auszugeben. Bei Zeitmangel lassen Sie ein großes Interieur aus: Der El-Badi-Palast vermittelt Verlust und Maßstab besser, der Bahia-Palast die Anlage der Höfe und die Ausstattung. Zwischen den Stationen bleibt die Route auch ohne Eintritte schlüssig, doch nur Fassaden schwächen ihr Finale deutlich.

  1. 1

    Bab Agnaou

    Hier wird deutlich, wie die Gestaltung des Eingangs eine Begegnung mit dem Herrscher in eine überwachte Prüfung verwandelte.
  2. 2

    Moulay-al-Yazid-Moschee

    Der Punkt zeigt, wie ein religiöser Treueeid den Kampf um den Thron in einen rechtmäßigen Wechsel des Sultans verwandelte.
  3. 3

    Saadier-Gräber

    Hier beginnt die Familiengrabstätte mit einem politischen Mord und der Fortsetzung des Krieges durch den Sohn.
  4. 4

    Ruinen des El-Badi-Palasts

    Die Ruinen machen den Unterschied sichtbar zwischen dem Glanz, der abtransportiert werden konnte, und der Bausubstanz, die vor Ort blieb.
  5. 5

    Place des Ferblantiers (Qzadria)

    Der Platz verbindet das Palastviertel mit dem Handwerk des Mellah, das den Wechsel von Handwerkern und Käufern überlebt hat.
  6. 6

    Mellah und Lazama-Synagoge

    Ein nicht zustande gekommener Minjan zeigt, wie eine kleine Gemeinde neben einem Museum und einer Touristenroute besteht.
  7. 7

    Bahia-Palast

    Der Abschluss wird erklären, warum vom Vermögen eines Hofwürdenträgers vor allem die Ausstattung des Gebäudes erhalten blieb.

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