Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Kreisförmige Beete
- Sortenschilder
- Versuchsbeete
- Bronzebrunnen
Die Geschichte des Ortes
Einst verlief unter diesem ebenen Gelände am Hang eine Schlucht, die über Jahre hinweg mit Erde aufgefüllt wurde. Auf der entstandenen Fläche legte man einen formalen städtischen Rosengarten an: Kreisförmige Beete bilden einen Ring um einen Bronzebrunnen. Der Garten ist Rosina und Charles Norwood zum Dank für ihre Arbeit und ihre Spenden für die Stadt gewidmet, und das heutige Brunnenbecken brachten ihre Kinder als Ersatz für das Geschenk ihrer Mutter aus einer Bank in London, wo es danach fast ein Jahrhundert auf einem australischen Anwesen gestanden hatte.
Die Schilder bei den Sträuchern haben einen praktischen Zweck. Im Garten sind mehr als dreihundert Sorten versammelt, und einige Beete sind für Versuche vorgesehen: Die Gärtner prüfen, wie neue Rosen die örtlichen Bedingungen vertragen. Wenn eine Sorte Jahr für Jahr schlecht wächst, wird das ganze Beet ausgetauscht. Öffentliche Kurse zum Beschneiden finden hier seit den neunzehnhundertfünfziger Jahren statt.
Diese Ordnung entstand aus einer sehr unerquicklich verlaufenen ersten Erfahrung. Ende der vierziger Jahre setzte sich der Direktor der städtischen Parks, Edward Hutt, für einen großen formalen Rosengarten für Wellington ein. Er wählte eine seltene ebene Fläche am Fuß der Hänge: Früher verlief hier eine Schlucht, die nach und nach mit Erde aufgefüllt worden war. Hutt überzeugte den Wellington City Council, Geld bereitzustellen, ordnete an, einen Kreis von Beeten um ein zentrales Becken anzulegen, und begann im Jahr neunzehnhundertfünfzig mit den Pflanzungen.
Als die jungen Sträucher zu wachsen begannen, führten die Mitarbeiter das übliche vorbeugende Spritzen durch. Statt eines Mittels gegen Krankheiten gelangte ein Herbizid auf die Rosen. Wer die Mittel verwechselt hatte und ob es der Fehler einer einzelnen Person gewesen war, ließ sich nicht feststellen. Zunächst wurden die Sträucher stark zurückgeschnitten, in der Hoffnung, sie zu retten.
Hutt war für ein kostspieliges städtisches Projekt verantwortlich und versuchte, das Geschehene zu verbergen. In einer Erklärung für die Presse teilte er mit, die Rosen seien von einem Pilz befallen und zur Erholung in die Gärtnerei Berhampore gebracht worden. Die meisten Sträucher wurden in Wirklichkeit auf eine Mülldeponie gebracht. Die leeren Beete wurden für den Sommer mit Ersatz-Einjährigen bepflanzt, und für den Garten zog man neue Rosen heran. Unter den Mitarbeitern kursierten Geschichten über Sabotage, Rücktritt und Umbesetzungen, doch sie wurden nicht bestätigt. Hutt selbst behielt seine Stelle und leitete die städtischen Parks bis zum Jahr neunzehnhundertfünfundsechzig.
Zum Namen des Gartens führt der Brunnen in der Mitte des Kreises. Rosina Ann Norwood war die Ehefrau des ehemaligen Bürgermeisters Charles Norwood; nach seiner Erhebung zum Ritter wurde sie Lady Norwood genannt. Sie interessierte sich für die Entwicklung der städtischen Parks und leitete das Frauenkomitee, das Geld für den kostenlosen Wellingtoner Rettungsdienst sammelte. Schon vor dem Krieg bot Rosina Mittel zur Verbesserung des hiesigen Gewächshauses an, doch die Umsetzung des Vorhabens musste verschoben werden. Im Jahr neunzehnhundertfünfzig beschloss der Wellington City Council, den im Bau befindlichen Rosengarten nach ihr zu benennen — als Dank an Rosina und Charles Norwood für ihre Arbeit und ihre Spenden für die Stadt.
Einige Jahre später schenkte Rosina dem Garten den zentralen Brunnen. Das heutige Bronzebecken ist bereits ein anderes: Im Jahr neunzehnhundertsiebenundsiebzig ersetzten die Kinder der Norwoods das Geschenk ihrer Mutter durch einen alten Brunnen, der einst in einer Bank in London gestanden hatte und danach etwa hundert Jahre auf einem australischen Anwesen. Von der ersten Bepflanzung blieben hier der Plan der kreisförmigen Beete und die Geschichte, die Hutt verbergen wollte; von Lady Norwood ihr Name über dem Garten und der von ihren Kindern ausgewählte Brunnen.
Praktisch vor Ort
Außenbereich des Gartens; Richtwert — Sonnenaufgang–Sonnenuntergang.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Blüte hängt von der Jahreszeit ab, doch die Anlage und der Brunnen sind das ganze Jahr über erkennbar. Betreten Sie die Beete nicht und schneiden Sie keine Pflanzen ab.
