Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Wellington Harbour
- Stadtviertel
- Schienen der Wellington Cable Car
- Roter Wagen
Die Geschichte des Ortes
Die Plattform wurde an der oberen Endstation der Wellington Cable Car angelegt, dort, wo die Gleise auf den Kamm des Hügels führen. Von hier verläuft die Strecke hinab zu den Stadtvierteln und zum Wellington Harbour, und der rote Wagen fährt direkt unter der Plattform vorbei. Die obere Endstation ist eine Weggabelung: Einige Fahrgäste fahren zurück ins Zentrum, andere gehen weiter in den Wellington Botanic Garden. Der Name des Stadtteils lautete einst Kelburne, wurde aber gekürzt, damit man ihn nicht mit Kilbirnie verwechselt.
Im Herbst neunzehnhundertneunundsiebzig bewarb sich die Stadtbusfahrerin Lorraine Ruka-Isaac hier, auf der gerade umgebauten Strecke, um eine Stelle. Die alten Holzwagen waren nach einer Sicherheitsprüfung ausgemustert, die Gleise neu verlegt und für die neue Standseilbahn zwei rote Stahlwagen aus der Schweiz geliefert worden. Lorraine wollte gemeinsam mit ihrem Bruder Henry, ebenfalls Busfahrer, auf diese Wagen wechseln.
Vor ihr hatten in Neuseeland nur Männer solche Wagen gefahren. Dass eine Frau ernannt wurde, stieß nicht auf Begeisterung. Die Kollegen schlugen Lorraine vor, im Rock zur Schicht zu kommen. Sie lehnte ab: Wenn den Männern Anzug, Hose und Krawatte zustanden, würde auch sie dieselbe Uniform tragen. Auf erhaltenen Fotografien steht Lorraine tatsächlich in Hose und mit Krawatte neben dem Wagen.
Sie bekam die Stelle und wurde die erste Frau im Land, die eine Standseilbahn fuhr. Lorraine brachte die Fahrgäste zu dieser oberen Endstation: Von hier kehrten einige ins Zentrum zurück, andere gingen weiter in den Wellington Botanic Garden. Zwei Jahre später ging sie ins Ausland und fuhr weiterhin Seilbahnwagen in Großbritannien, Hongkong, San Francisco und der Schweiz. Zum Abschied schenkten ihr die Mitarbeiter der Wellington Cable Car ein Stoffbild mit ihrem Porträt und der Aufschrift: „Das bin ich, und verdammt noch mal, ich bin gut.“ Lorraines Tochter bewahrte das Geschenk auf.
Die Aussichtsplattform wurde im Jahr neunzehnhundertachtzig neben der oberen Endstation angelegt. Genau hier erreichen die Gleise den Kamm des Hügels, und der Blick öffnet sich auf die Stadt, den Wellington Harbour und die Trasse der Wellington Cable Car. Der Name Kelburn gehört zum umliegenden Stadtteil. Zunächst hieß der Vorort Kelburne, doch die Endung wurde entfernt, damit Kelburn nicht mit einem anderen Stadtteil Wellingtons verwechselt wurde: Kilbirnie.
Der rote Wagen unter der Plattform gehört zu demselben stählernen Wagenpaar, auf dem Lorraine ihre Arbeit begann. Die hölzernen Vorgänger stehen heute im benachbarten Cable Car Museum.
Praktisch vor Ort
Außenplattform an der oberen Station; prüfen Sie das Wetter und den Betrieb der Wellington Cable Car.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Auf der offenen Plattform kann es spürbar windiger sein als unten. Halten Sie Abstand vom Rand und nehmen Sie sich Zeit, die Stadt in ihren Schichten zu betrachten.
