Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Lange, flache Beckenschale
- Wasseroberfläche
- Spiegelung des Lincoln Memorial
- Spiegelung des Washington Monument
Die Geschichte des Ortes
Der Lincoln Memorial Reflecting Pool wäre beinahe zur größten Eisbahn der Welt geworden. Seine lange, flache Beckenschale wurde zu Beginn der neunzehnhundertzwanziger Jahre angelegt, damit das Wasser auf der einen Seite das Lincoln Memorial und auf der anderen das Washington Monument spiegelte. Die Stadtbewohner fanden fast sofort eine andere Nutzung dafür.
Auf Fotografien vom Januar neunzehnhundertdreiundzwanzig laufen bereits Schlittschuhläufer über das Eis und spielen Hockey. Zwei Jahre später planten Bundesbeamte hier einen großen Winterkarneval: Eislaufen in Kostümen, Wettbewerbe und sogar ein Baseballspiel zwischen Polar Bears und Snow Birds. Am Morgen gingen die Teilnehmer hinaus, um auf dem festen Eis zu trainieren, doch zur angesetzten Zeit hatte die Sonne die Oberfläche aufgeweicht. Hunderte Zuschauer gelangten durch Schneematsch zum Becken und erfuhren, dass der Karneval verschoben wurde.
Der Washingtoner Architekt und Stadtplaner Paul Spreiregen sah hier im Winter neunzehnhundertsechzig Schlittschuhläufer. Vier Jahre später schlugen er und sein Kollege Louis Justement vor, unter dem Boden Kühlrohre zu verlegen. Dann würde das Wetter nicht mehr entscheiden, ob das Eislaufen stattfände oder das Eis bis zum Mittag schmelzen würde. Die Architekten berechneten die Fläche für zwanzigtausend Menschen und sahen entlang der Wege Platz für einen Schlittschuhverleih, kleine Restaurants und Pavillons eines Winterfestivals vor. Die Kosten wurden auf drei bis vier Millionen Dollar geschätzt.
Stewart Udall, Leiter des United States Department of the Interior, das die National Mall verwaltete, unterstützte die Architekten und ordnete an, die Berechnungen zu prüfen. Das Projekt löste einen Streit aus: Einige wollten eine große städtische Eisbahn, andere meinten, dass die Jahrmarktspavillons den Zweck des Gedenkraums verändern würden. Auch die Ingenieure fanden keinen einfachen Weg, ein mehr als einen halben Kilometer langes Becken zuverlässig zu gefrieren. Zu einem Bauauftrag kam es nicht.
Siebenundvierzig Jahre später kehrte Spreiregen zu seinem Vorschlag zurück: Er schrieb einer Zeitung, dass er eine solche Eisbahn weiterhin für wertvoll für die Stadt halte. Unter dem heutigen Boden liegen keine Kühlrohre. Schlittschuhlaufen ist hier verboten, das Wasser bleibt flach, und von der früheren Eisbahn sind Fotografien von Menschen mit Schlägern und Schlittschuhen an genau der Stelle erhalten, an der sich jetzt zwei Monumente spiegeln.
Praktisch vor Ort
Der Rand des Beckens ist gewöhnlich als Teil des frei zugänglichen Geländes erreichbar, doch der Blick auf das Wasser und die Wege ändern sich wegen Reparaturen, Algen, Veranstaltungen und Absperrungen. Zum Zeitpunkt der Überprüfung galten auf der westlichen Achse bis 9. Juli 2026 gesonderte Feiertagsbeschränkungen.
Geprüft: 1. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betreten Sie das Becken nicht und rechnen Sie nicht mit einer perfekten Spiegelung: Wasser und Oberfläche können unterschiedlich aussehen. Wählen Sie für eine Pause einen freien Abschnitt am Rand oder auf dem Rasen.
