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Neptunbrunnen

Neptunbrunnen

Die Station verbindet die repräsentative Skulptur mit der Ingenieurskunst, ohne die das Wasser die Hauptschale des Gartens nicht erreicht hätte.

15 Min.
Weißer Marmorbrunnen mit den Figuren Neptuns und der Tritonen vor einem grünen Hügel
Max Novara · Public Domain; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Neptun mit Dreizack
  • Wagen in Form einer Muschel
  • Kniende Thetis
  • Tritonen und Seepferde

Die Geschichte des Ortes

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Hinter der Marmorgruppe verbergen sich ein Ziegelgewölbe und ein Tunnel, der zu einem Teich auf dem Hügel führt. Ohne dieses Bauwerk wäre der Neptunbrunnen hier nicht entstanden: In Schönbrunn fehlte es ständig an Wasser.

Als man im Jahr eintausendsiebenhundertsechsundsiebzig begann, die Becken für den neuen Garten auszuheben, stellten die Bauleute fest, dass die geplanten Brunnen nicht mit Wasser versorgt werden konnten. Zwölf bereits ausgehobene Schalen mussten wieder zugeschüttet werden. Maria Theresia, Herrscherin über die Besitzungen der Habsburger und Auftraggeberin des Umbaus, wusste, dass ihr Sohn und Mitregent Joseph sich kaum für Schönbrunn interessierte. Sie schrieb ihrer Tochter Marie Antoinette sogar darüber. Wenn der Garten nicht zu ihren Lebzeiten fertiggestellt würde, könnte es keinen weiteren Ausbau geben.

Die Rettung wenigstens der Hauptwasserkunst übertrug man Richard van der Schot, dem Hofgärtner, dem Maria Theresia und Joseph persönlich vertrauten. Er wollte den Wassermangel ein für alle Mal beenden. Im Lainzer Tiergarten, westlich des Schlosses, ließ van der Schot ein großes Speicherbecken anlegen. Das gesammelte Regenwasser wurde durch eine mehr als vier Kilometer lange Rohrleitung zu den Reservoirs auf dem Gipfel des Schönbrunner Bergs geleitet. Von dort konnte es im freien Gefälle zu diesem Becken hinabfließen.

Der Brunnen wurde im Jahr eintausendsiebenhundertachtzig, kurz vor dem Tod Maria Theresias, fertiggestellt. Joseph ordnete an, Schönbrunn in dem Zustand zu belassen, in dem er es erhalten hatte. Van der Schots Rohrleitung diente bis zum Jahr eintausendneunhundertdreiundsechzig, als die Bäche, die sie speisten, auszutrocknen begannen. Schon zuvor wurde der Brunnen nur zu besonderen Anlässen eingeschaltet, und nach beiden Weltkriegen stand er lange ohne Wasser da. Bei der Restaurierung, die im Jahr zweitausendzwei abgeschlossen wurde, richtete man einen geschlossenen Wasserkreislauf ein. Jetzt wird dasselbe Wasser mit Pumpen wieder nach oben zurückgeführt.

Über diesem System steht derjenige, dem der antike Mythos das Meer anvertraute – der römische Gott Neptun. Er hält einen Dreizack und fährt in einem Wagen in Form einer Muschel. Tritonen, Wesen mit menschlichem Körper und Fischschwänzen, halten die Seepferde fest. Daneben kniet Thetis, die Mutter des Achilles. Sie bittet Neptun, ihrem Sohn auf seiner Seereise nach Troja zu helfen. Dem Mythos zufolge gelangte Achilles zum Trojanischen Krieg, tötete den trojanischen Prinzen Hektor und starb, bevor die Griechen die Stadt einnahmen.

Das Bild Neptuns, der das Meer lenkt, diente als Zeichen des Herrschers, der das Schicksal des Landes lenkt. Deshalb stellte man gerade ihn in die Mitte und nannte den Brunnen nach ihm. Thetis kniet noch immer vor Neptun; Achilles, für den sie bittet, ist unter den Marmorfiguren nicht zu sehen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktGloriette
Eintrittfrei zugänglich

Der Brunnen ist als Teil des Parks zugänglich. Das Wasser läuft von Mitte Oktober bis Mitte April nicht; in der Saison sind für den Neptunbrunnen 10:00—16:00 angegeben.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Komposition lohnt sich sowohl aus der Ferne als auch aus der Nähe; selbst ohne fließende Wasserstrahlen ist ihr Thema an den Figuren zu erkennen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Steigen Sie hinter dem Brunnen zur Arkade auf dem Kamm des Hügels hinauf.

Stopp 3 von 6Weiter: Gloriette

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Schönbrunn: Schloss und kaiserlicher Park“ — 6 Stopps, ca. 3,1 km, 2,5—3 Stunden.

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