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Maria-Theresien-Platz und die Museen

Maria-Theresien-Platz / Kunsthistorisches Museum / Naturhistorisches Museum

Das Denkmal und die beiden Museen stellen den vollendeten Teil des Kaiserforums vor, das niemals vollständig errichtet wurde.

15 Min.
Panorama des Maria-Theresien-Platzes mit dem Denkmal und zwei symmetrischen Museen
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Worauf achten

  • Das Maria-Theresia-Denkmal
  • Die Schriftrolle in der linken Hand
  • Die Figuren auf dem Sockel
  • Zwei gleiche Museumskuppeln

Die Geschichte des Ortes

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Zwischen zwei gleichen Kuppeln sitzt Maria Theresia – die Herrscherin der habsburgischen Erblande im achtzehnten Jahrhundert. Kaiserin nannte man sie als Ehefrau des römisch-deutschen Kaisers Franz I. Stephan. Der Platz erhielt am Tag der Enthüllung dieses Denkmals ihren Namen.

Auftraggeber war Franz Joseph I., der regierende Kaiser, der ein überzeugendes Bild des früheren Erfolgs der Dynastie brauchte. Bis zum Jahr eintausendachthundertdreiundsiebzig hatte seine Monarchie die Lombardei und Venedig verloren, Preußen die führende Rolle in den deutschen Angelegenheiten überlassen und musste mit Ungarn erneut über die Ordnung des Staates verhandeln. In diesem Moment kündigte Franz Joseph I. die Errichtung des Denkmals für Maria Theresia an.

Ihre eigene Herrschaft hatte mit einer ähnlichen Bedrohung begonnen. Im Jahr eintausendsiebenhundertvierzig starb ihr Vater Karl VI. Er hatte keinen Sohn, und seiner dreiundzwanzigjährigen Tochter fielen zerrüttete Finanzen und ein Heer zu, das neu geordnet werden musste. Die europäischen Herrscher weigerten sich, sie als Erbin anzuerkennen. Der preußische König Friedrich II. fiel in Schlesien ein, Bayern, Sachsen und Frankreich rechneten damit, die habsburgischen Besitzungen zu teilen.

Acht Jahre lang kämpfte Maria Theresia um die Anerkennung ihres Rechts auf den Thron, suchte Verbündete und setzte den Krieg fort. Den größten Teil des Erbes behielt sie, obwohl fast ganz Schlesien bei Preußen blieb. Deshalb hält die bronzene Herrscherin in der linken Hand die Pragmatische Sanktion – den Erlass ihres Vaters über die Unteilbarkeit der habsburgischen Länder und die Möglichkeit, sie einer Tochter zu übertragen. Sie sieht aus wie eine Schriftrolle; in ihrer Biografie ist sie ein Dokument, das mit Waffen verteidigt werden musste.

Franz Joseph I. lud drei Bildhauer ein und wählte den Entwurf seines Favoriten, des Professors der Akademie der bildenden Künste Wien, Caspar von Zumbusch. Die kaiserliche Kommission legte sogar den Kreis der Menschen auf dem Sockel fest: Maria Theresia sollte über ihren Heerführern, Beratern, Beamten, Gelehrten und Musikern erscheinen. Zumbusch arbeitete gemeinsam mit seinem Schüler Anton Brenek dreizehn Jahre an den Bronzefiguren.

Am dreizehnten Mai eintausendachthundertachtundachtzig enthüllten Franz Joseph I. und Elisabeth das Denkmal vor zehntausend Eingeladenen. Das Naturhistorische Museum Wien wartete damals noch bis zum folgenden Jahr auf Besucher, das Kunsthistorische Museum Wien noch drei Jahre. Franz Joseph I. eröffnete beide Gebäude noch persönlich, und die Hofsammlungen, die zuvor auf verschiedene Räume verteilt waren, erhielten zwei öffentliche Museen, die einander zugewandt sind.

Diese Gebäude waren auf Wunsch des Kaisers selbst als Paar gedacht: In einem brachte man die Natur unter, im anderen Kunst und Altertümer. Zusammen mit dem Platz bildeten sie den vollendeten Teil eines riesigen Kaiserforums, das von der Hofburg über den Ring bis zu den Hofstallungen, dem heutigen MuseumsQuartier, reichen sollte. Der übrige Entwurf wurde nicht fertiggestellt. Von ihm blieb genau dieser Abschnitt: zwei Museumseingänge einander gegenüber, Maria Theresia mit einem umstrittenen Dokument in der Hand und die Hofburg auf der anderen Seite des Boulevards.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktWiener Staatsoper
Eintrittvon außen

Prüfen Sie die Öffnungszeiten von KHM und NHM getrennt; der Platz bleibt eine Außenstation

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Für diese Station genügen der Platz und die Außenansicht beider Museen. Die Venus von Willendorf und die Saliera befinden sich in verschiedenen Sammlungen; planen Sie Museumsbesuche daher getrennt.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie die beiden Museen hinter sich und gehen Sie auf der Ringstraße zur Wiener Staatsoper.

Stopp 7 von 8Weiter: Wiener Staatsoper

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Ringstraße: Boulevard des kaiserlichen Wien“ — 8 Stopps, ca. 3,9 km, 3 Std..

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