Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Mosaiken der Hauptfassade
- Fünf Kuppeln
- Marmorverkleidung
- Hauptportal
Die Geschichte des Ortes
Im Jahr eintausendvierundneunzig bereitete sich Doge Vitale Falier darauf vor, die neu errichtete Basilika zu weihen, doch die Geistlichen konnten ihr wichtigstes Heiligtum nicht finden – die Überreste, die als der Leib des heiligen Markus verehrt wurden.
Der Doge war das gewählte Oberhaupt Venedigs. Die Gewählten wurden den Bürgern gerade in dieser Kirche vorgestellt, und der Doge selbst ernannte ihren Klerus. Der Dom der Stadt befand sich damals in einem anderen Teil Venedigs, bei der San-Pietro-di-Castello-Kirche. San Marco diente als Palastkirche der Dogen und war mit ihrer Residenz verbunden.
Markus ist ein christlicher Evangelist, nach dem eines der vier Evangelien benannt ist. Er wurde in Alexandria verehrt, wo er nach kirchlicher Überlieferung predigte und begraben wurde. Im Jahr achthundertachtundzwanzig brachten venezianische Kaufleute von dort Reliquien fort, die für seinen Leib gehalten wurden. Der damalige Doge nahm sie entgegen und ordnete an, neben dem Palast eine eigene Kirche zu errichten. So wurde Markus zum Schutzpatron Venedigs, und sein Name ging auf die Basilika über.
Mit dem Bau des heutigen Gebäudes begann man im Jahr eintausenddreiundsechzig. Die venezianische Überlieferung behauptet, dass man den Sarkophag während der Arbeiten zu seinem Schutz heimlich einmauerte und die Menschen, die den genauen Ort kannten, starben. Verlässliche Angaben über ein solches Versteck gibt es nicht. Sicher ist nur, dass man die Reliquien nach Abschluss des Baus suchen musste.
Falier verkündete mehrere Tage des Fastens und gemeinsamer Gebete. Am fünfundzwanzigsten Juni versammelten sich der Doge, der Bischof, der Adel und die Bürger im Inneren der Basilika. Nach kirchlicher Erzählung zeigte sich aus einem Pilaster im rechten Teil der Kirche die Hand des Heiligen und wies darauf hin, wo der Leib verborgen war. Dies ist eine Überlieferung über ein Wunder, keine bestätigte Beschreibung der Öffnung eines Verstecks.
Am achten Oktober legte Falier die gefundenen Reliquien tatsächlich in einen Sarkophag in der erweiterten Krypta und weihte die Basilika. Zur Grabstätte stieg man über seitliche Treppen hinab, näherte sich auf den Knien und berührte den Sarkophag mit den Händen oder mit Stoffstücken. Die Kirche erhielt das Heiligtum, für das die venezianischen Dogen sie bei ihrem eigenen Palast errichten ließen.
Im Jahr eintausendachthundertsieben wurde die ehemalige Palastkirche zum Dom und zur Residenz des Patriarchen von Venedig. Die verehrten Reliquien des Markus befinden sich heute in einem Marmorsarkophag unter dem Hauptaltar. Hinter dem Jakobusaltar ist der Pilaster erhalten, aus dem sich der Überlieferung nach die Hand zeigte; gegenüber stellen Mosaiken die hier versammelten Menschen und den gefundenen Sarkophag dar.
Praktisch vor Ort
Offizieller Ticketservice: Mo–Sa 09:30-17:15, So/Feiertage die Basilika ab 14:00; letzter Einlass gewöhnlich 16:45, Öffnungszeiten können sich ändern.
Öffnungszeiten nach Tagen
Die wichtigsten Details der Fassade sind vom Platz aus zu sehen. Der Innenraum und die echten Pferde erfordern einen gesonderten Besuch unter Beachtung der Zugangs- und Bekleidungsregeln.
