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Millennium Gate

Millennium Gate

Der Bogen zeigt, welchen städtischen Kompromiss die Gemeinschaft für eine deutlich sichtbare Grenze von Chinatown eingehen musste.

10 Min.
Dreifacher Bogen von Chinatown mit orangefarbenen Dächern und einer Straße in Vancouver
Canmenwalker · CC BY 4.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Vier rote Stützen
  • Drei Durchgänge über der Pender Street
  • Dächer mit Keramikziegeln
  • Inschrift auf der Ostseite

Die Geschichte des Ortes

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Über der Pender Street steht ein Tor mit vier roten Stützen und drei Durchgängen; unten fahren Busse und Fahrräder hindurch. Die traditionelle chinesische Silhouette ist aus Beton, Stahl, Glasfaser und Vinyl zusammengesetzt, und von der echten importierten Keramik sind hier nur die Dachziegel geblieben. Die Inschrift auf der Ostseite lädt dazu ein, sich an die Vergangenheit zu erinnern und nach vorn zu blicken, und nach Abschluss der Arbeiten ging das Tor an die Stadt über.

Ende der neunziger Jahre sahen die chinesischen Handels- und Gemeinschaftsorganisationen Vancouvers an der westlichen Grenze von Chinatown einen neuen Nachbarn: den Handels- und Unterhaltungskomplex International Village. Menschen konnten ihn verlassen, sich zur Innenstadt wenden und trotzdem nicht erkennen, dass das alte chinesische Viertel auf der anderen Straßenseite begann. Das Komitee zur Erhaltung von Chinatown beschloss, hier ein dauerhaftes Tor zu errichten: Es sollte Besucher von der Kreuzung von Taylor Street und Pender Street weiter nach Osten führen, zu den Geschäften und Einrichtungen des Viertels.

Der Versuch war nicht der erste. Etwa zehn Jahre zuvor hatte der örtliche Lions Club bereits einen dauerhaften Bogen vorgeschlagen, aber das Geld nicht zusammengebracht. Im Jahr neunzehnhundertneunundneunzig eröffnete das Herannahen des neuen Jahrtausends den Zugang zu besonderen staatlichen Zuschüssen. Vertreter der Händler, des Chinese Cultural Centre of Greater Vancouver, der Chinese Benevolent Association of Vancouver, des Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden und weiterer Organisationen gründeten die Millennium Gate Society. Die Gesellschaft besaß kein Eigentum: Ihre einzige Aufgabe war es, Geld zu sammeln und den Bau zu Ende zu bringen.

Zu einem Wohltätigkeitsessen kamen etwa dreihundert Menschen. An einem Abend spendeten sie ungefähr fünfundzwanzigtausend Dollar; zusammen mit Spenden von Bewohnern, Unternehmen und Verbänden brachte die Gemeinschaft hundertdreiundneunzigtausendfünfhundert Dollar zusammen. Den Rest sagten die Stadt, die Provinz und die Bundesregierung zu. So entstand der Name: Millennium Gate, „Tor des Jahrtausends“. Es wurde erst nach dem runden Datum, im Jahr zweitausendzwei, eröffnet.

Der örtliche Architekt Joe Wai erhielt den Auftrag, vier Stützen und drei Durchgänge in den Proportionen klassischer chinesischer Tore zu gestalten. Bei dieser Planung hätten die mittleren Stützen direkt auf der Fahrbahn der Pender Street gestanden. Jack Chow, der Eigentümer eines Versicherungsbüros in der Nähe, lebte von Kunden, die nach Chinatown kamen, und verlangte, das Projekt zu besprechen. Ihn beunruhigten die Lage des Tores und der Wegfall einer Fahrspur für Autos.

Die Gesellschaft lud einen Feng-Shui-Fachmann ein, und nach dessen Prüfung nahm Wai kleinere Änderungen vor. Mit der Fahrspur verfuhr man anders. Die Ingenieure erhielten den Verkehr für Busse und Fahrräder, fügten sechs Parkplätze hinzu, entfernten aber dennoch eine nach Westen führende Fahrspur für Autos. Die vier Stützen vor Ihnen zeigen die damals getroffene Entscheidung: Für die klassischen Proportionen des Tores musste die Straße selbst umgestaltet werden.

Dann kam der Bau wegen einer Forderung der Stadt beinahe zum Stillstand. Die Beamten wollten eine Bankbürgschaft über fünfhunderttausend Dollar – für den Fall, dass die Gesellschaft die Arbeiten aufgäbe und die unvollendete Konstruktion abgebaut werden müsste. Die Bank gewährte eine solche Summe nicht: Die Gesellschaft hatte kein Vermögen, und das Tor selbst besaß, wie in einem städtischen Bericht vorsichtig festgehalten wurde, bei einem Weiterverkauf keinen Wert. Vertreter der Gemeinschaft erreichten, dass die Bürgschaft auf fünfzigtausend Dollar gesenkt wurde. Der Stadtrat stimmte zu, der Bau wurde genehmigt, und nach der Eröffnung nahm die Stadt das Bauwerk in ihre Bilanz auf.

Das chinesische Element aus alter Zeit ist hier die Form. Die tragenden Teile bestehen aus modernem Beton und Stahl, die Verzierungen aus Glasfaser und Vinyl; aus China brachte man nur die Keramikziegel. Auf der Westseite steht der Name des Tores, auf der Ostseite „Sich an die Vergangenheit erinnern und in die Zukunft blicken“. Unter dieser Inschrift fahren weiterhin Busse und Fahrräder, während sich der Autoverkehr auf die eine Fahrspur zusammendrängt, die Jack Chow zu bewahren versucht hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktSam Kee Building
Eintrittvon außen

Ständig zugänglich als Teil der Straße.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Das Tor wird von der Straße aus besichtigt; wählen Sie einen Platz außerhalb des Hauptverkehrs und bleiben Sie nicht im Durchgang stehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie unter dem Bogen zum schmalen Fassadenteil an der nächsten Kreuzung.

Stopp 1 von 8Weiter: Sam Kee Building

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Chinatown und Strathcona: Straßen der gegenseitigen Hilfe und des Protests“ — 8 Stopps, etwa 3,1 km, 2,5–3 Std..

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