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Calle Serrano

Calle Serrano

Hier liegen die Handelsfassaden über den Leitungen, deren Defekt mehrere Häuser zerstörte.

12 Min.
Calle Serrano mit einer dichten Reihe historischer Geschäftsgebäude.
Carlos Figueroa · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Läden in den Erdgeschossen
  • Wohngeschosse über den Läden
  • Weiße Marmorplatte
  • Vier Namen auf dem Denkmal

Die Geschichte des Ortes

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Calle Serrano ist auch heute noch eine Geschäftsstraße. Ihre alten Häuser sind dafür eingerichtet: unten Läden, oben Wohnungen. Im neunzehnten Jahrhundert nannte man die heutige Calle Serrano La Planchada. Sie verlief parallel zur Küste und verband das Zollamt mit dem Arsenal. Händler ließen sich dort nieder, wo Waren und Käufer vorbeikamen; wohlhabende Familien bauten zwei- und dreistöckige Häuser, und später schoben Bauleute das Meer durch Aufschüttungen zurück.

Nach dem Pazifikkrieg benannte man die Straße nach dem chilenischen Marineoffizier Ignacio Serrano. Im Mai achtzehnhundertneunundsiebzig befehligte er während der Schlacht bei Iquique die Geschütze der Korvette Esmeralda. Nach dem Tod des Kommandanten Arturo Prat versammelte Serrano zwölf Seeleute und führte sie beim nächsten Rammstoß auf das Deck des peruanischen Panzerschiffs Huáscar. Er versuchte, den Drehmechanismus des Geschützturms zu blockieren. Serrano wurde schwer verwundet; peruanische Seeleute brachten ihn in eine Kabine, ein Arzt leistete Hilfe, doch der Leutnant starb an Blutverlust. Seine Gruppe wurde geschlagen, und der Versuch, das Panzerschiff zu erobern, scheiterte. Genau wegen dieser Tat erschien der Familienname Serrano auf den Straßenschildern.

Die schwerste Geschichte dieser Straße begann früh am Morgen des dritten Februar zweitausendsieben. Feuerwehrleute meldeten der Gasgesellschaft GasValpo ein Leck und dem Energieunternehmen Chilquinta den Stromausfall. Auch die Bewohnerin eines der Häuser, Avelina Pozo Muñoz, rief die Energieversorger an und meldete, dass der Strom ausgefallen sei.

Mitarbeiter von GasValpo fanden das Leck und entdeckten neben der Gasleitung ein spannungsführendes Kabel. Die Grabungsarbeiten fortzusetzen war gefährlich, deshalb riefen sie Mitarbeiter von Chilquinta, damit diese die Leitung stromlos machten. Die Gas- und Stromversorgung wurde jedoch nicht rechtzeitig unterbrochen.

Das beschädigte Kabel erzeugte einen Lichtbogen. Glühendes Metall brannte die Gasleitung aus Polyethylen durch. Das Gas strömte entlang der Straße durch das alte Gusseisernetz, drang durch Risse in die Keller der Häuser Nummer dreihundertzweiundneunzig und dreihundertachtundneunzig ein und sammelte sich dort. Welche Funkenentladung genau die letzte war, stellte die Untersuchung nicht fest. Gegen halb neun kam es zu einer Explosion, danach brach ein Brand aus. Vier Gebäude wurden zerstört, mehrere weitere beschädigt.

Avelina Pozo Muñoz und ihr Sohn Aldo Ayala, Yvonne Castro sowie der neunundfünfzigjährige Eliseo Páez, der seinen Lebensunterhalt mit Schuhputzen verdiente, kamen ums Leben. Mehr als vierzig Menschen wurden verletzt. Die Betroffenen kämpften acht Jahre lang um Entschädigung. Im Jahr zweitausendfünfzehn erklärte ein Zivilgericht GasValpo und Chilquinta für den mangelhaften Zustand der unterirdischen Netze und die verspätete Beseitigung der Gefahr verantwortlich.

Bei Hausnummer achthundertzwölf steht ein Denkmal mit einer weißen Marmorplatte. Darauf sind vier Namen eingraviert; Avelina Pozo Muñoz, die an jenem Morgen selbst die Energieversorger angerufen hatte, ist neben ihrem Sohn Aldo Ayala verzeichnet.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktPlaza Sotomayor
Eintrittfrei zugänglich

Als Stadtstraße geöffnet; gehen Sie besser tagsüber und halten Sie sich nicht lange bei geschlossenen Fassaden auf.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie die Gebäude von der gegenüberliegenden Straßenseite und gehen Sie nicht hinter die Absperrungen von beschädigten oder leerstehenden Bereichen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie die Calle Serrano weiter bis zu dem Platz mit dem hohen Marinedenkmal.

Stopp 3 von 10Weiter: Plaza Sotomayor

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Valparaíso: Hafen, Cerro Alegre und Cerro Concepción“ — 10 Stopps, 2 km, 2,5–3 Stunden ohne Museum; bis 4 Stunden mit Museo Baburizza.

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