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IVAM – Institut Valencià d’Art Modern

IVAM – Institut Valencià d'Art Modern

Die Geschichte einer Familiensammlung zeigt, wie die Sammlung das künftige Museum schon vor dem Bau bestimmte.

20 Min.
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Breite Museumsfassade
  • Schriftzug „Centre Julio González“
  • Haupteingang
  • Rechteckige Baukörper

Die Geschichte des Ortes

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Die breite Fassade mit rechteckigen Baukörpern führt in die Säle des IVAM – Institut Valencià d’Art Modern, wo Kunst des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts bewahrt und erforscht wird und Ausstellungen, Vorträge und Workshops stattfinden. Über dem Haupteingang ist der Name Centre Julio González erhalten geblieben. Im Inneren ist für seine Skulpturen ein ständiger Saal vorgesehen: Stäbe und Metallbleche sind darin so verbunden, dass auch die Leere Teil der Figur wird.

Ende Februar neunzehnhundertfünfundachtzig kamen Carmen Martínez und Viviane Grimminger nach Valencia, um sich den Entwurf eines Museums anzusehen, das noch nicht existierte. Der Bau am Carrer de Guillem de Castro hatte noch nicht einmal begonnen. Doch diese beiden Frauen besaßen bereits das, worum sich ein Museum aufbauen ließ: Hunderte Werke der Familie González.

Martínez und Grimminger waren Freundinnen und Erbinnen der Künstlerin Roberta González. Nach dem Tod ihres Vaters, des Bildhauers Julio González, teilte Roberta ihre Zeit zwischen ihrer eigenen Malerei und der Organisation seiner Retrospektiven und Museumsschenkungen auf. Als sie neunzehnhundertsechsundsiebzig starb, führten die Freundinnen die von ihr begonnene Arbeit fort.

Auf der anderen Seite der Verhandlungen standen Ciprià Ciscar, der regionale Kulturminister, der sich für die Gründung eines Museums für zeitgenössische Kunst in Valencia einsetzte, und der Kunsthistoriker Tomàs Llorens, dem die Zusammenstellung seiner Sammlung übertragen worden war. Im Juni neunzehnhundertfünfundachtzig unterzeichneten sie in Paris einen Vertrag: Einen Teil der Sammlung kaufte die Verwaltung, einen anderen erhielt sie als Schenkung. Der Kauf kostete vierhundertsiebzehn Millionen Peseten – den größten Teil der fünfhundert Millionen, die in jenem Jahr für den Erwerb von Kunstwerken bereitgestellt worden waren.

Die Erbinnen stellten genaue Bedingungen. Die Werke durften nicht verkauft werden, und der Hauptteil der Sammlung musste dauerhaft in eigens dafür vorgesehenen Sälen verbleiben. So erhielt das künftige Museum seinen Inhalt und seinen Namen, bevor die Bauarbeiter seine Mauern errichtet hatten: Der neue Ort wurde sofort Centre Julio González genannt.

González selbst war kein Valencianer und starb dreiundvierzig Jahre vor diesem Vertrag. Er wuchs in einer Familie von Metallhandwerkern aus Barcelona auf. Eisen war für ihn zunächst Handwerk und Broterwerb: Julio arbeitete in der Werkstatt seines Vaters, befasste sich mit Schmuckherstellung und arbeitete nach dem Ersten Weltkrieg in einem französischen Betrieb, wo er das Autogenschweißen erlernte. Später verband er Stäbe und Metallbleche so, dass der leere Raum Teil der Figur blieb. Diese Erfahrung machte aus dem ehemaligen Handwerker einen der wichtigsten Bildhauer der europäischen Avantgarde.

Ende neunzehnhundertsechsundachtzig gründete das valencianische Parlament das IVAM – Institut Valencià d’Art Modern rechtlich. Am achtzehnten Februar neunzehnhundertneunundachtzig eröffnete die Direktorin Carmen Alborch das neue Gebäude. Zu den ersten Ausstellungen gehörte gerade die Sammlung González, wegen der Martínez und Grimminger gekommen waren, um den noch leeren Entwurf zu besichtigen.

Heute bewahrt und erforscht man hier Kunst des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts und veranstaltet Wechselausstellungen, Vorträge und Workshops. Über dem Eingang steht weiterhin der Name „Centre Julio González“, und im Inneren gibt es einen ständigen Saal mit seinen Werken: genau jenen eigenen Raum, dessen Einrichtung die Erbinnen noch vor Baubeginn verlangt hatten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktCentre del Carme Cultura Contemporània
Eintrittvon außen

Die Fassade ist unabhängig von den Ausstellungen zugänglich, doch die Sammlung González und die temporären Projekte sind nur bei einem Museumsbesuch zu sehen. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, welche Säle geöffnet sind.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie nördlich um das Museum herum und betreten Sie das Barri del Carme über den Carrer del Museu.

Stopp 3 von 8Weiter: Centre del Carme Cultura Contemporània

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Barri del Carme: Tore, Mauern und Schichten der Stadt“ — 8 Stopps, etwa 2,6 km, 2-3 Stunden.

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