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Der Wald, der für künftige Generationen gepflanzt wurde

明治神宮 御社殿

Der Hain wird das Ergebnis einer Entscheidung zeigen, die nicht für den Eröffnungstag, sondern für mehrere Generationen berechnet war.

15 Min.
Zentraler Hof und Meiji-jingū-Schrein mit Zypressenarchitektur und Kupferdächern
Guilhem Vellut from Annecy, France · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Kampferbaum rechts von den Eingangstorii
  • Laubbäume
  • Umgestürzte Stämme
  • Blattschicht unter den Bäumen

Die Geschichte des Ortes

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Auf dem Gelände alter Felder und überwucherter Flächen rund um den Meiji-jingū-Schrein ist ein Hain mit einem im Voraus berechneten Wechsel der Bäume gewachsen. Seine untere Schicht bilden immergrüne Eichen, Kastanopsen und Kampferbäume, darüber halten sich noch Nadelbaumarten und hohe Kiefern. Die Kiefern sollen mit der Zeit den Laubbäumen Raum überlassen; deshalb lässt man die liegenden Stämme verrotten und bringt das Laub von den Wegen zu den Wurzeln zurück. Rechts von den Eingangstorii steht ein Kampferbaum, der aus dem Heimatdorf eines der Schöpfer des Hains hierher gelangte.

Im Jahr neunzehnhundertfünfzehn verlangte Premierminister Ōkuma Shigenobu, hier japanische Zedern zu pflanzen. Er wollte einen majestätischen Wald schaffen, ähnlich den Hainen beim alten Ise-Schrein. Für den Meiji-jingū-Schrein, der zum Gedenken an Kaiser Meiji und Kaiserin Shōken geschaffen wurde, schien eine solche Entscheidung angemessen.

An diesem Ort gab es fast keinen Wald. Von siebzig Hektar nahmen die alten Haine nur acht ein; das übrige Land bestand aus Feldern und überwucherten Brachflächen. In der Nähe verlief eine Eisenbahnlinie, Dampflokomotiven stießen Rauch und Ruß aus, und dem trockenen Boden fehlte Feuchtigkeit. Zedern würden hier schlecht wachsen und nach und nach eingehen.

Ōkuma widersprach Honda Seiroku, einem Professor für Forstwirtschaft an der Kaiserlichen Universität Tokio – der heutigen Universität Tokio. Gerade ihm übertrug man die Aufgabe, einen Hain zu schaffen, der Jahrhunderte bestehen sollte. Honda stand mit seinem beruflichen Ruf für diese Berechnung ein: Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits den Hibiya-Park entworfen und lehrte den ersten universitären Studiengang Japans für Garten- und Parkkunst.

Die Belege dafür sammelte Uehara Keiji, Hondas Doktorand, der einen Platz im Projekt anstrebte. Er untersuchte achtundachtzig alte Schreine und studierte die Haine um alte kaiserliche Grabhügel. Menschen hatten diese Grabhügel einst aufgeschüttet und sich danach jahrhundertelang kaum in die Vegetation eingemischt. Samen keimten von selbst, umgestürzte Stämme und Blätter wurden zu Boden, junge Bäume nahmen den Platz der alten ein.

Honda, Uehara und der Forstwirt Hongo Takanori schlugen vor, hier denselben Prozess nachzubilden. In der unteren Schicht setzten sie immergrüne Eichen, Kastanopsen und Kampferbäume, die zum Boden Tokios passten. Darüber pflanzten sie Nadelbaumarten und über ihnen bereits ausgewachsene Kiefern, damit der neue Hain sofort eine hohe Silhouette erhielt. Die Kiefern waren nur für die erste Generation des Waldes bestimmt. Nach ihrem Absterben sollten Licht und Raum den Laubbäumen zufallen.

Die Kommission bestätigte die Berechnung der Forstwirte. Aus ganz Japan schickte man etwa hunderttausend Bäume, und einhundertzehntausend Freiwillige pflanzten sie und legten Wege an. Zur Eröffnung des Schreins im Jahr neunzehnhundertzwanzig stand der Hain bereits, doch niemand hielt ihn für vollendet. Hongo zeichnete vier Zustände: unmittelbar nach der Pflanzung, nach fünfzig, einhundert und einhundertfünfzig Jahren. Das Absterben der ersten Bäume gehörte ebenso zum Plan wie ihre Pflanzung.

Uehara leitete drei Jahre lang die Arbeiten vor Ort und verteidigte danach aufgrund dieser Erfahrung seine Doktorarbeit. Im Jahr neunzehnhundertvierundzwanzig gründete er die erste technische Schule Japans für Landschaftskunst.

Eine im Jahr zweitausenddreizehn abgeschlossene Untersuchung zeigte, dass die Laubbaumarten tatsächlich den für sie vorgesehenen Platz eingenommen hatten. Heute zählt man hier zweihundertvierunddreißig Baumarten. Neue Bäume werden nicht nachgepflanzt, umgestürzte Stämme nicht abtransportiert, und die von den Wegen gesammelten Blätter bringt man unter die Bäume zurück.

Rechts von den Eingangstorii wächst noch immer ein Kampferbaum, der aus Kawarai, Hondas Heimatdorf, geschickt wurde. Den Zedernwald, den Ōkuma anstrebte, gibt es hier nicht.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktTakeshita-dōri: Mode, von der Menge erprobt
Eintrittvon außen

Der Hauptschrein richtet sich nach dem offiziellen Monatsplan des Meiji-jingū-Schreins; Museum und innerer Garten haben eigene Öffnungszeiten und kostenpflichtigen Eintritt.

Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Bewahren Sie am Gebetshof die Ruhe, stören Sie keine Zeremonien und fotografieren Sie nur dort, wo es erlaubt ist. Lassen Sie das Essen für den städtischen Teil der Route.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Kehren Sie aus dem Wald zur Station zurück und gehen Sie zum Anfang der Einkaufsstraße.

Stopp 2 von 7Weiter: Takeshita-dōri: Mode, von der Menge erprobt

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wald, Mode und Straßen: vom Meiji-jingū-Schrein nach Shibuya“ — 7 Stopps, etwa 5,3 km, 3–4 Stunden.

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