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Dadaocheng-Theater

大稻埕戲苑

Dieser Punkt zeigt, wie das Bühnenhandwerk in Unterrichtseinheiten zerlegt werden musste, um es Menschen außerhalb der Truppe weiterzugeben.

15 Min.
Eingang zum Dadaocheng-Theater im achten Stock des Marktgebäudes des Yongle-Markts in Taipeh.
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Worauf achten

  • Probenräume des achten Stockwerks
  • Klassenräume des achten Stockwerks
  • Zuschauerraum des neunten Stockwerks
  • Theaterschild

Die Geschichte des Ortes

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Über dem Yongle-Markt gibt es noch zwei Stockwerke mit einem eigenen Leben. Nach dem Umbau wurden die oberen Räume für Proben, Klassen, eine Ausstellung zum traditionellen Theater und einen Zuschauerraum bestimmt. Im achten Stock werden Rollen und Bewegungen einstudiert, und im neunten tritt diese Arbeit vor das Publikum – in Gezaixi-, Puppen- und anderen traditionellen Aufführungen. Dem Theater ist eine Jugendtruppe angeschlossen, in der man nach dem Lernen die ersten echten Rollen erhält.

Das heutige Theater nimmt den achten und neunten Stock des Yongle-Markts ein. Im Jahr neunzehnhundertsiebenundachtzig gab es hier noch keine Bühne: Die oberen Räume hießen Yanping-Zentrum für Erwachsenenbildung. Hierher lud man Liao Chiung-chih ein, eine berühmte Gezaixi-Darstellerin der taiwanischen Volksoper. Sie wollte ihre ersten festen Schüler aufnehmen.

Liao kannte die Oper von der Bühne, nicht aus Lehrbüchern. Mit fünfzehn Jahren und ohne Mittel gab sie sich für drei Jahre und vier Monate bei einer Truppe in die Lehre: Auftritte wurden ihr Einkommen und ihr Handwerk. Gezaixi-Schauspieler erhielten gewöhnlich keinen fertigen Text. Ein Mentor erzählte das Stück nach, die Darsteller merkten sich die Handlungsverläufe, fügten die Repliken aus vertrauten Formeln zusammen und achteten selbst darauf, dass die gesungenen Zeilen sich reimten. So konnte man eine Rolle innerhalb einer Truppe lernen. Für einen Unterricht mit Stadtbewohnern, die einmal pro Woche kamen, reichte das nicht aus.

Liao hatte nur zwei Jahre lang eine Schule besucht, und zwar auf Japanisch. Nun sollte sie auf Chinesisch aufschreiben, was zuvor mündlich weitergegeben worden war. Sie nahm ein Wörterbuch zur Hand und begann, alte Inszenierungen in Lehrstücke zu verwandeln: „Chen San und Wuniang“, „Liang Shanbo und Zhu Yingtai“, „Shenshizhi“. Zunächst versuchte Liao, den Schülern an einem Tag alles zu vermitteln, was sie selbst wusste. Sie verließ den Unterricht völlig erschöpft, und die Schüler kamen mit dem Stoff nicht nach. Daraufhin begann die Lehrerin, die Schwierigkeiten mit ihnen zu besprechen, und zerlegte das Bühnenhandwerk in Übungen: Gesang, Geste, Bewegung, einzelne Szenen.

Im folgenden Jahr erhielt Liao eine Auszeichnung für die Weitergabe der Volkskunst und vereinte die Schüler dieses Zentrums mit Studierenden der Taipeher Hochschulen in der Xinchuan-Truppe – „Weitergabe der Tradition“. Sie beschränkten sich nicht mehr auf Unterrichtsvorführungen: Sie brachten die von Liao aufgezeichneten Stücke auf die Bühne und gingen damit auf Tournee. Nach den Aufführungen baten Zuschauer darum, lernen zu dürfen. Im Jahr neunzehnhundertsechsundneunzig zog sich Liao von der Bühne zurück, um sich den Schülern zu widmen, und im Jahr zweitausend übergab sie ihnen die Leitung der Truppe.

Fast zwanzig Jahre lang unterrichtete sie unter dieser Adresse. Als das Kulturamt der Stadt Taipeh mit dem Umbau der oberen Stockwerke des Markts begann, richtete man hier Probenräume, Klassenräume, eine Ausstellung zum traditionellen Theater und einen Zuschauerraum ein. Im Jahr zweitausendelf eröffnete die Einrichtung unter dem Namen des Viertels – Dadaocheng-Theater. Zugleich gründete man dort eine Gezaixi-Jugendtruppe, damit die Absolventen echte Rollen und Bühnenerfahrung erhielten.

Heute wird im achten Stock weiterhin gelernt und geprobt, und im neunten werden Gezaixi-, Puppen- und andere traditionelle Aufführungen gespielt. Unter dem Theaterschild ist die Struktur erhalten geblieben, die schon unter Liao Chiung-chih entstanden war: Zuerst erschließt der Schauspieler das Handwerk im Klassenraum, dann geht er eine Etage höher auf die Bühne.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktA.-S.-Watson-&-Co.-Gebäude
Eintrittvon außen

Das Theater und die öffentlichen Bereiche sind nach Zeitplan geöffnet; montags ist häufig Ruhetag, prüfen Sie das Programm.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der geöffnete Markt garantiert keinen Zugang zum Theater; prüfen Sie Ausstellung oder Aufführung und planen Sie sie als eigenen Besuch.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zur Straße hinunter und wechseln Sie zur Fassade mit dem Drachen, dem Qilin und der Pagode.

Stopp 5 von 7Weiter: A.-S.-Watson-&-Co.-Gebäude

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Dadaocheng: Dihua-Straße und Flusshandel“ — 7 Stopps, etwa 1,4 km, 2-2,5 Stunden.

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