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Observatory Hill

Sydney Observatory / Observatory Hill

Hier wird verständlich, warum die Genauigkeit im Hafen vom täglichen Zeitplan eines Astronomen abhing.

16 Min.
Observatory Hill in Sydney
Sardaka · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Die gelb-schwarze Zeitkugel
  • Der Turm der Sternwarte
  • Panorama des Hafens

Die Geschichte des Ortes

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Der hohe Hügel über dem Sydney Harbour diente zunächst der Signalverbindung mit den Schiffen: Von hier aus übermittelten die Kolonisten Nachrichten an den Hafen, und der Name Flagstaff Hill überdauerte diesen Dienst. Später entstand auf dem Gipfel die Sydney Observatory mit einem Turm, Beobachtungsräumen und Teleskopen; von der Höhe aus ist der Hafen zu sehen, für den hier die Arbeit von Astronomen erforderlich war. Seeleute, die zu langen Fahrten aufbrachen, mussten ihre Chronometer mit der genauen Ortszeit abgleichen: Von der Uhr hing ab, wo sich ein Schiff auf der Karte befinden würde.

Auf der Spitze des Turms hängt eine gelb-schwarze Kugel aus Gusseisen. Ihretwegen wurde hier die Sydney Observatory gebaut.

Bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts hatten die Schiffe im Hafen zugenommen, die zu langen Fahrten aufbrachen. Vor der Abfahrt glichen die Kapitäne die Schiffschronometer ab: Aus dem Unterschied zwischen der genauen Zeit des Nullmeridians und dem örtlichen Mittag bestimmte der Navigator den Längengrad. Ein Fehler der Uhr wurde zu einem Fehler in der Position des Schiffs auf der Karte.

Zunächst wollten die Kolonialbeamten nur einen Turm mit einer Kugel errichten. Zu einer festgelegten Sekunde sollte sie fallen, und die Seeleute sollten sie vom Hafen aus beobachten. Dann stellte sich etwas Einfaches heraus: Ein genaues Zeitsignal lässt sich erst geben, wenn ein Astronom die Zeit anhand der Sonne und der Sterne bestimmt hat. Deshalb brauchte man zum Turm Beobachtungsräume, Teleskope und einen Menschen, der für den gesamten Dienst verantwortlich war.

Dieser Mensch wurde William Scott, der erste Regierungsastronom von New South Wales. In Cambridge verdiente der Mathematiker und anglikanische Geistliche seinen Lebensunterhalt mit Privatunterricht und ernährte seine Familie. Im Jahr achtzehnhundertsechsundfünfzig gab er seine gut laufende Praxis auf und zog mit seinen Angehörigen für eine besoldete Stelle nach Sydney. Hier leitete William Scott den Bau der Sternwarte und brachte die vernachlässigten astronomischen Beobachtungen der Kolonie in Ordnung.

Der fünfte Juni achtzehnhundertachtundfünfzig wurde als erster Diensttag festgelegt. Die Kugel ließ man genau um zwölf Uhr mittags fallen. Für William Scott erwies sich diese Zeit jedoch aus einem ganz praktischen Grund als ungünstig. Mittags stand er am Passagenfernrohr und beobachtete, wann die Sonne den örtlichen Meridian überquerte – eine gedachte Linie von Norden nach Süden. Erst diese Beobachtung ermöglichte es, die Uhr abzugleichen. Er konnte nicht gleichzeitig zum Turm hinaufsteigen und die Kugel auslösen.

Einige Monate später verlegte William Scott das Signal auf ein Uhr nachmittags. Nun blieb ihm nach der Mittagsbeobachtung Zeit, die Uhr zu prüfen und zum Mechanismus hinaufzusteigen. Den Fall der Kugel sah man von den Schiffen aus, und ein Kanonenschuss von Dawes Point übermittelte denselben Zeitpunkt an diejenigen, denen Gebäude oder Takelage den Turm verdeckten.

Die Höhe wählte man wegen des Hafens. Früher nannten die Kolonisten den Ort Flagstaff Hill: Von hier aus hatten sie den Schiffen bereits Signale mit Flaggen übermittelt. Nach dem Bau der Sternwarte setzte sich der heutige Name durch. William Scott selbst arbeitete nur kurz hier: Im Jahr achtzehnhundertzweiundsechzig schied er aus gesundheitlichen Gründen aus und kehrte zum Unterrichten zurück.

Die Kugel aus Gusseisen blieb auf dem Turm. Heute wird sie von einem Elektromotor hochgezogen, und genau um ein Uhr löst ein Signal der Atomuhr die Klinke. Die Kugel fällt nach einem Zeitplan, den William Scott wählte, weil er mittags beim Teleskop ein Stockwerk tiefer sein musste.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort16 Min.
Nächster PunktArgyle Cut
Eintrittvon außen

Der Aussichtspunkt auf dem Hügel ist von außen öffentlich zugänglich; Führungen der Sydney Observatory werden von Mittwoch bis Sonntag angeboten, die Zeiten variieren, Eintrittskarten sind kostenpflichtig, und die Zugänglichkeit ist durch Treppen eingeschränkt.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Für diese Station genügen der äußere Blick und das Panorama; planen Sie eine Führung oder den Besuch der Innenräume gesondert.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zur Argyle Street hinab, bis der Hang in einen tiefen Einschnitt aus Stein übergeht.

Stopp 2 von 7Weiter: Argyle Cut

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Die Ufer von Sydney Harbour: von Barangaroo bis zum Sydney Opera House“ — 7 Stopps, etwa 2,5 km, 2–3 Stunden.

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