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Waverley Cemetery: einem Menschen seinen Namen zurückgeben

Waverley Cemetery

Eine kleine Inschrift hilft, die Erinnerung einer Familie von einer städtischen Legende zu trennen.

20 Min.
Waverley Cemetery: Reihen von Marmordenkmälern vor dem Ozean und blauem Himmel
M A Lurig · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Kleiner Grabstein von „Baby Davy“
  • Inschrift „Hier liegt jemand, der einem Menschen teuer war“
  • Reihen von Grabsteinen im katholischen Teil

Die Geschichte des Ortes

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Waverley wurde in drei Bereiche für anglikanische, katholische und allgemeine Bestattungen eingeteilt. Als der Friedhof noch ganz neu war, entstand im katholischen Teil das erste Grab. Zwischen den Reihen der Grabsteine blieb der Platz erhalten, den der Vater des Bestatteten dafür gekauft hatte.

Auf einem kleinen Grabstein steht liebevoll „Baby Davy“, darunter die Zeile: „Hier liegt jemand, der einem Menschen teuer war.“ Sie klingt, als hätte niemand den Namen des Kindes gekannt.

Er hieß David Herbert Ford. Am dreizehnten Januar achtzehnhundertachtundsiebzig starb er im Haus seiner Eltern in Glebe Point an den Folgen von Diphtherie. Er war vier Jahre und fünf Monate alt. Am nächsten Tag wurde der Junge hier beerdigt. Waverley Cemetery war erst wenige Monate zuvor eröffnet worden und in einen anglikanischen, einen katholischen und einen allgemeinen Teil gegliedert. David war der Erste, der im katholischen Teil beigesetzt wurde.

Sein Grab bezahlte sein Vater, der irische Einwanderer Joseph Michael Ford. Er ernährte die Familie mit Einkünften als Gastwirt, reisender Händler und Buchvertreter; später wurde er Zeitungskolumnist. Für den Grabstein wählte Ford eine Zeile aus einem Lieblingsgedicht über einen unbekannten jungen Soldaten, der fern von seinen Angehörigen starb. Darin wird ein Passant gebeten, den Gefallenen in dem Gedanken zu bestatten, dass er irgendwo geliebt wird und man auf ihn wartet.

Der Vater wusste, wem Davy teuer war. Die anderen lasen die Inschrift wörtlich. Es entstand eine Geschichte über einen Waisenjungen, den der Wagen eines Metzgers überfuhr: Vor seinem Tod soll der Junge nur noch „Davy“ geflüstert haben, und der reumütige Fahrer habe die Beerdigung bezahlt. In einer anderen Nacherzählung wurde aus dem Wagen eine Straßenbahn. Der liebevolle Familienkosename wurde zum einzigen Namen des unbekannten Kindes, und die Zeile über Liebe zum Beweis seiner Einsamkeit.

Im Jahr neunzehnhundertsiebzehn schrieb Joseph Ford an die Zeitschrift The Bulletin, um die Geschichte richtigzustellen. Er teilte mit, Davy sei sein Sohn gewesen, zu Hause an einer Krankheit gestorben und auf einem vom Vater gekauften Grabplatz beerdigt worden. Die Berichtigung hielt die Legende nicht auf: Noch in einem im Jahr zweitausendachtzehn erstellten Erhaltungsplan für den Friedhof wird Davy als nicht identifizierter Junge bezeichnet, der unter einer Straßenbahn ums Leben kam. Der Stadtrat erzählt nun bereits die Geschichte der Fords und nennt die tatsächliche Todesursache.

Auf dem Grabstein sind weiterhin der Kosename und die Zeile ohne Nachnamen zu lesen. Seinen vollständigen Namen muss man ihm hier laut zurückgeben: David Herbert Ford.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktClovelly und Gordon’s Bay: mehrere Namen für dasselbe Wasser
Eintrittvon außen

Bleiben Sie auf den erlaubten Wegen, berühren Sie die Denkmäler nicht und sprechen Sie leise: Dies ist ein lebendiger Ort des Gedenkens, keine Kulisse für Ausblicke. Bei geschlossenem Zugang hören Sie vom öffentlichen Küstenpfad aus zu.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie entlang der Küste durch Clovelly (formerly Little Coogee) hinunter zum Sand und zu den Bootsrampen von Gordon’s Bay / Thompson’s Bay.

Stopp 5 von 7Weiter: Clovelly und Gordon’s Bay: mehrere Namen für dasselbe Wasser

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Sydney am offenen Ozean“ — 7 Stopps, etwa 7,1 km, 3-4 Stunden.

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